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Das große Zermattlexikon

Tyndall, John

John Tyndall (1820 – 1893) war ein irischer Physiker und Alpinist, der als einer der Pioniere am Matterhorn in die Geschichte von Zermatt eingegangen ist. Als Wissenschaftler machte sich John Tyndall einen Namen mit seinen Untersuchungen zur Lichtstreuung in trüben Medien und mit seiner Erklärung für die blaue Farbe des Himmels, die heute als Tyndall-Effekt bezeichnet wird.

Seine zweite Leidenschaft jedoch war das Bergsteigen, dem er mit großem Ehrgeiz nachging. Am 19. August 1861 gelang ihm, in Begleitung der beiden Schweizer Bergsteiger Johann Joseph Brennen und Ulrich Wenger, die Erstbesteigung des Weisshorns (4506 m), eines der anspruchsvollsten Gipfel der Walliser Alpen. Doch sein wahres Ziel war die Erstbesteigung des Matterhorns, das seine Zeitgenossen für unbesteigbar hielten. John Tyndall galt als größter Konkurrent von Edward Whymper im Kampf um die Erstbesteigung des Matterhorns bei Zermatt. Schon drei Jahre, bevor Whymper 1865 endlich ans Ziel gelangte, schaffte es Tyndall bis fast auf den Gipfel. Der Fels, an dem er umkehren musste, heißt heute nach ihm Pic Tyndall.

Über das Objekt seines Sehnens schrieb Tyndall: „Das Matterhorn war unser Tempel. Wir näherten uns ihm so wie einem Schrein.“ Den Aufstieg unternahm Tyndall im „Geiste von Fasten und Gebet“, ohne auch nur einen Bissen zu sich zu nehmen.

Zwar sicherte John Tyndall sich mit der Erstbesteigung des Weisshorns und mit seinen physikalischen und philosophischen Untersuchungen seinen Platz in der Geschichte, doch das Matterhorn wird auf Ewig mit dem Namen Edward Whymper verbunden sein.

Lesen Sie hier mehr über die Erstbesteigung des Matterhorns.

Siehe auch: Edward Whymper, Matterhorn, Weisshorn, Weisshorn Erstbesteigung


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