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Das große Zermattlexikon

Taugwalder, Hannes

Hannes Taugwalder (1910 – 2007) war ein bekannter Schweizer Schriftsteller aus Zermatt, dessen Werk einen starken Bezug zu seiner Walliser Heimat hat. So schrieb Taugwalder Texte in Walliser Mundart (z.B. „Verimbrüf und imbri“ und „Wäärli waar“).

Hannes Taugwalder wuchs in bescheidenen Verhältnissen in Zermatt auf und strebte ein Leben als Bergführer an. Nach einem Sturz und einem schlecht verheilten Oberarmbruch litt Taugwalder jedoch an einer Behinderung an der linken Hand. Den Traum vom Bergführerleben konnte er nie verwirklichen, stattdessen absolvierte er in Zürich eine Banklehre und leitete später ein Warenhaus und eine Strickwarenfabrik. Seine Firma Aroleid AG produzierte bis in die 1980er Jahre hinein Damen- und Kinderkleider. Seine Leidenschaft jedoch war das Schreiben. 30 Werke sind überliefert, darunter viele, in denen er sich mit seiner Heimat, dem Mattertal, Zermatt und dem Matterhorn beschäftigte.

Auch wenn Taugwalder einen Großteil seines Lebens in Aarau verbrachte, wo er sich lange politisch sehr engagierte, vergaß er nie, woher er kam. Das zeigen Bücher wie Das verlorene Tal und Der Wahrheit näher – Die Katastrophe am Matterhorn von 1865. Ganz ist Taugwalder nie darüber hinweg gekommen, sein geliebtes Zermatt verlassen zu müssen. So berichtet er in „Das verlorene Tal“ davon, wie er jede Nacht von seiner Familie, Zermatt und den heimischen Bergen träumte. 2007 starb Hannes Taugwalder in Aarau.

Siehe auch: Persönlichkeiten Zermatt


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