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Das große Zermattlexikon

Notunterkunft Zermatt

Sie sind für die Bergsteiger das, was der Fallschirm beim Fliegen ist: die Notunterkünfte der Alpen. In den Viertausendern sind die Gipfelstürmer vollkommen auf sich selbst gestellt und dem Wetter und den Launen des Berges schutzlos ausgeliefert. Am Matterhorn oberhalb von Zermatt steht Bergsteigern deshalb eine Notunterkunft zur Verfügung, die Solvayhütte in 4.003 Metern über dem Meeresspiegel.

Nordöstlich des Hörnligrats gelegen, ist die Solvay-Hütte nur über einen sehr anspruchsvollen Weg zu erreichen, der ausschließlich gesichert und angeseilt begangen werden sollte. Dennoch hat die Anwesenheit der Notunterkunft Solvayhütte eine sehr beruhigende Wirkung auf die Bergsteiger von Zermatt. Nicht selten hat das eindrucksvolle Matterhorn schon Bergsteiger mit Wetterumschwüngen überrascht. Plötzlicher Nebel oder Schneefall kann zur Orientierungslosigkeit führen oder den Abstieg nach Zermatt oder zur nächstgelegenen bewirtschafteten Hütte verhindern. Dann schweben die Bergsteiger in höchster Lebensgefahr. Auch die Erschöpfung ist ein großer Feind der Wagemutigen, die den Gipfel des Matterhorns in 4.478 Metern erobern wollen.

Für solche Situationen wurde die Notunterkunft Solvayhütte 1915 errichtet. Die Hütte ist nicht bewirtschaftet und nur wenig mehr als ein kleiner, geschützter Unterstand. Dennoch ist die Solvayhüttte mit ihren 15 Betten für Bergsteiger eine Sicherheit, die sie nicht missen wollen. Wasser und Holz gibt es in der Notunterkunft ebenfalls nicht, doch die Hütte bietet Schutz vor Stürmen und Niederschlägen und erlaubt es, erschöpften oder verletzten Bergsteigern, sich für einige Stunden auszuruhen und eventuell sogar auf Hilfe zu warten.

Lesen Sie mehr über die Berghütten von Zermatt.

Siehe auch: Bergsteigen Zermatt, Matterhorn, Notruf Zermatt, Solvayhütte


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