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Das große Zermattlexikon

Nachtlanglauf Zermatt

Der Zermatter Nachtlanglauf war ein legendäres Skilanglaufrennen über 10 Kilometer, das zwischen 1981 und 1989 alljährlich in Zermatt stattfand. Bekannt wurde es vor allem für sein sehr gutes Teilnehmerfeld. Sechs der insgesamt acht Veranstaltungen konnte der Schweizer Konrad Hallenbarter für sich entscheiden. Die Strecke des Nachtlanglaufs in Zermatt führte von Obere Matten über die Bahnhofsstraße, vorbei an der Kirche und dem Hotel Julen, an der Bäckerei Biner, über die Holzbrücke beim Haus Kumme, die Getwingbrücke und vorbei am GGB-Depot zurück nach Obere Matten. Diese 2,5 Kilometer lange Strecke mitten durch das Zentrum von Zermatt musste beim Nachtlanglauf insgesamt vier Mal gelaufen werden.

Das außergewöhnliche Ambiente verdankte der Nachtlanglauf – der erst um 20.30 Uhr startete – der romantischen Beleuchtung der Strecke durch Laternen und Fackeln. Jedes Jahr strömten mehr Besucher nach Zermatt, um an dem Erlebnis des Zermatter Nachtlanglaufs teilzuhaben. Im letzten Jahr, 1989, besuchten 5.000 Zuschauer das sportliche Großereignis. Doch es sollte der letzte Zermatter Nachtlanglauf werden: In Folge der wachsenden Besucherzahlen hatte die Gemeinde von Zermatt 1988 beschlossen, zwei Elektrobuslinien einzuführen. Diese mussten jedoch am Tag der Veranstaltung vollständig eingestellt werden, was bei Besuchern und Einheimischen für so großen Unmut sorgte, dass der Nachtlanglauf von Zermatt daraufhin abgeschafft wurde.

Siehe auch: Elektrobusse Zermatt, Veranstaltungen Zermatt, Zermatt Zentrum, Zermatt


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