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Das große Zermattlexikon

Gneis

Als Gneis wird metamorphes Gestein bezeichnet, also Gestein, das einen besonders hohen Umwandlungsgrad besitzt. Gneise entstehen durch die sogenannte Metamorphose, das heißt, sie entstehen durch Anpassung an drastische Druck- und Temperaturverhältnisse. Dieser Prozess läuft im tiefen Inneren der Erdkruste ab, unter dem Druck vieler darüber liegender Gesteinsschichten. Nur wenn das darüber liegende Material durch Erosion abgeschabt oder das Gestein durch tektonische Bewegungen nach oben transportiert wird, erscheint es an der Oberfläche. Letzteres – die Bewegung der Platten – ist dafür verantwortlich, dass auch das Matterhorn im Wesentlichen aus Gneisen besteht.

Als sich das Gebirge vor rund 250 Millionen Jahren unter dem Druck der afrikanischen auf die eurasische Platte erhob und das Faltengebirge der Alpen entstand, stieg auch die Erdkruste mit an und mit ihr alles, was darin enthalten war. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass viele der Gneise, die heute das Matterhorn bilden, aus Afrika stammen, sodass das Matterhorn eigentlich mehr afrikanischen denn Schweizer Ursprungs ist.

Siehe auch: Entstehung der Alpen, Matterhorn Entstehung, Zermatt


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