4trips-Partner

Das große Zermattlexikon

Geschichte Zermatter Eisenbahnen

Die Geschichte der Zermatter Eisenbahnen reicht zurück in das Jahr 1891, als die meterspurige Schmalspurbahn mit der Verbindung Visp-Zermatt freigegeben wurde. In der Entwicklung von Zermatt als Touristenziel markiert dieser Moment einen bedeutenden Punkt, denn endlich war Zermatt, das über Jahrtausende hinweg vom Rest Europas isoliert am Ende des Mattertals gelegen hatte, Teil des Infrastrukturnetzes der Schweiz: Endlich war es möglich, Zermatt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Über Jahrzehnte hinweg hatte man geglaubt, eine Bahnstrecke in diese Region der Alpen wäre unmöglich, doch die Brig-Visp-Zermatt-Bahn (BVZ), wie später heißen sollte, bewies das Gegenteil.

Die Bauarbeiten hatten fast 5 Jahre in Anspruch genommen, bis die Strecke zwischen Visp und Zermatt am 3. Juli 1890 endlich eröffnet wurde. Die Investition sollte sich lohnen, denn Zermatt erfuhr auch 30 Jahre nach der Erstbesteigung des Matterhorns ein noch immer wachsendes Interesse. Mehr und mehr Urlauber, Bergsteiger und Naturfreunde kamen nach Zermatt und die BZV rechnete sich beinahe sofort. Dies jedoch war erst der Beginn der Geschichte der Zermatter Eisenbahnen. 1930 wurde die Strecke an das letzte Teilstück nach Brig angeschlossen und 1933 nahm die Bahn dann auch den regulären Winterverkehr auf.

Ebenfalls 1930 erschien eine weitere Eisenbahn auf der Bühne von Zermatt: der legendäre Glacier Express, der langsamste Schnellzug der Welt, eine Attraktion für sich. Noch heute verkehrt der Glacier Express auf der sensationellen Strecke zwischen St. Moritz und Zermatt und gewährt in den Panoramawagen großartige Ausblicke auf die Schweizer Alpen. Der Glacier Express ist ein Meilenstein der alpinen Eisenbahnkonstruktion und ist mit seinen Viadukten und Tunneln ein wahres Wunderwerk der Ingenieurskunst. Mehr über die Geschichte dieser einzigartigen Zugverbindung erfahren Sie hier: Glacier Epress

Im Jahr 2000 dann kam es zur Fusion zwischen der Brig-Visp-Zermatt-Bahn und der Furka-Oberalp-Bahn (FO), die seit 1925 von Disentis über den Furka- und den Oberalppass nach Brig fuhr. Gemeinsam bilden die BVZ und die FO heute die Matterhorn-Gotthard-Bahn, die einzige Bahnverbindung, die Besucher nach Zermatt bringt. Das Schienennetz der MGB umfasst heute 144 Kilometer: von Disentis in Graubünden über den Oberalppass nach Andermatt und weiter über Realp, durch den Furka-Basistunnel nach Oberwald und dann über Brig und Visp nach Zermatt. Hier endet die Geschichte der Zermatter Eisenbahnen vorläufig. Bis heute bewährt sich diese Strecke für die Anreise nach Zermatt und erfreut sich auch bei Ausflüglern großer Beliebtheit.

Mehr Informationen zur Anreise nach Zermatt

Siehe auch: Anreise Zermatt mit der Bahn, Ausflugsziele Zermatt, Brig-Visp-Zermatt-Bahn, Eisenbahnverbindungen Zermatt, Furka-Oberalp-Bahn, Zermatt Geschichte, Matterhorn-Gotthard-Bahn, Zermatt


Werbung




Literaturtipps