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Das große Zermattlexikon

Garaventa AG

Die Garaventa AG ist Teil der Doppelmayr–Gruppe, dem weltweit größten Seilbahnbauer. 1928 baute Karl Garaventa im Kanton Zug seine erste Seilbahn: auf die Rigi am Vierwaldstädter See. Innerhalb weniger Jahrzehnte wuchs Garaventa so stark an, dass es 2002 mit dem 1892 gegründeten Unternehmen des Österreichers Konrad Doppelmayr fusionierte. Gemeinsam sicherten sich Doppelmayr und Garaventa damit die führende Position auf dem Weltmarkt der Seilbahnbauer. Insgesamt hat die Gruppe Doppelmayr-Garaventa bis heute über 14.400 Seilbahnsysteme in 88 Ländern der Erde installiert. Mit einem Jahresumsatz von über 795 Millionen Euro (2012/13) ist der Global Player Doppelmayr-Garaventa der klare Weltmarktführer.

Zu den größten Erfolgen der Doppelmayr Gruppe gehören so bedeutsame Projekte wie die Themse-Seilbahn in London, die neue Doppelmayr-Seilbahn von Courmayeur auf den Mont Blanc, den höchsten Berg Europas, die 2015/2016 eröffnet werden soll, der welterste Mountain-Glider im belgischen Vergnügungspark Walibi und die größte Seilbahn Deutschlands auf dem Gelände der ehemaligen Bundesgartenschau in Koblenz, die vom Rheinufer zur Festung Ehrenbreitstein führt. Das Koblenzer Seilbahn-Projekt ist Teil des sogenannten Urban Concepts, mit dem Doppelmayr-Garaventa weltweit innovative und wegweisende Lösungen für komplexe Verkehrsprobleme in Großstädten entwickelt.


Die Garaventa AG zeichnete bei Zermatt unter anderem für die Bergbahn nach Schwarzsee verantwortlich.

Die Rhein-Seilbahn in Koblenz beispielsweise verband den innerstädtischen Kernbereich des Bundesgartenschau-Geländes mit dem rechtsrheinischen BUGA-Bereich auf dem Plateau der Festung Ehrenbreitstein und leitete damit während der Bundesgartenschau große Teile des Besucherverkehr von den Straßen der Rhein-Mosel-Stadt weg. Gleichzeitig bietet sich den Fahrgästen aus den Gondeln seither ein beeindruckender Blick auf das Welterbe „Oberes Mittelrheintal“. Auch deshalb wird die leistungsstarke und technisch hochentwickelte Seilbahnanlage über den Rhein auch nach dem Ende der BUGA in Koblenz bis 2026 erhalten bleiben.

Ähnliche intelligente Seilbahnkonzepte sind für viele Großstädte weltweit geplant. Doppelmayr-Garaventa erhielt z.B. Großaufträge für den ehemaligen Olympia-Standort London (seit Sommer 2012 in Betrieb), für den Ausbau des Wintersportgebietes von Sotschi anlässlich der Olympiade (2014) und für den San Francisco Bay Area Rapid Transit.

Auch für den Großraum Zermatt und die Walliser Alpen ist Doppelmayr-Garaventa ein wichtiger Partner. Hier entstanden bedeutende Berg- und Seilbahn-Anlagen, die einen entscheidenden Teil dazu beitrugen, die Tourismusregion Zermatt auszubauen. Die Bergbahnen von Garaventa erlauben es auch Nicht-Alpinisten mit den Bergriesen von Zermatt auf Augenhöhe zu kommen – ein Erlebnis, das man nicht wieder vergisst. Die Kombibahn Sunnegga-Blauherd bei Zermatt ist ebenso ein Projekt von Doppelmayr-Garaventa, wie die 8er Gondelbahn Matterhorn Express von Zermatt über Furi nach Schwarzsee. Weitere Seilbahnen der Doppelmayr-Garaventa-Gruppe in Zermatt sind die Bergbahn zwischen Zermatt und Trockener Steg (2004), die 6er Sesselbahn auf den Gifthittli (2003), die Pendelbahn Furi-Furgg (2003) und die Pendelbahn zum Unterrothorn. Neuestes Projekt war die 2013 fertiggestellte komplett neugebaute Untergrundbahn Sunnegga Express, die Zermatt unterirdisch mit dem Skigebiet Sunnegga verbindet.

Weitere Informationen finden Sie hier: Bergbahnen Zermatt.

Siehe auch: Courmayeur, Doppelmayr, Furi, Gifthittli, Längster Schlepplift der Welt, Matterhorn-Express, Rothorn, Schwarzsee, Sunnegga-Blauherd Kombibahn, Sunnegga Express, Sunnegga Paradise, Trockener Steg, Zermatt


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