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Das große Zermattlexikon

Erste Hilfe Zermatt

Bei der Ersten Hilfe in Zermatt zählt jede Sekunde: Im Falle einer Bergnot – eines Unfalls am Berg – sind einige wichtige Sofortmaßnahmen einzuleiten, die ggf. Leben retten können. Eine Erste-Hilfe-Ausbildung sollte bei Bergsteigern, die in Zermatt und Umgebung in den Hochalpen unterwegs sind, deshalb zur Grundausstattung gehören, ebenso wie das Erste-Hilfe-Päckchen im Rucksack. Darüber hinaus ist für die Erste Hilfe in Zermatt und den umliegenden Bergen Folgendes unbedingt zu beachten:

  1. Nehmen Sie den Verletzten aus der Gefahrenzone (z.B. Abhang, Steinschlag), ist er begraben, muss er sofort befreit werden. Achten Sie dabei unbedingt darauf, sich nicht selbst in Gefahr zu begeben und teilen Sie sich Ihre Energie ein, denn es kann sein, dass Sie längere Zeit auf Hilfe warten müssen. Anschließend setzen Sie sofort einen Notruf (Air Zermatt: 144) ab bzw. geben Sie das alpine Notsignal.
  2. Ist der Verletzte bewusstlos, muss er in die stabile Seitenlage gebracht werden. Überprüfen Sie den Atem und den Puls des Verletzten, um sicher zu gehen, dass kein Atem- oder Kreislaufstillstand vorliegt. Bei Atemstillstand ist sofort Mund-zu-Nase- bzw. Mund-zu-Mund-Beatmung durchzuführen, um die Wiederbelebung einzuleiten. Im Falle eines Kreislaufstillstands kommt die Herz-Lungen-Wiederbelebung zum Einsatz.
  3. Weist der Verletzte offene Wunden auf, müssen diese versorgt werden. Blutungen werden mit Hilfe von Kompressen gestoppt. Starke Blutungen oder Verletzungen der Hauptschlagader müssen besonders schnell versorgt werden. Hierzu halten Sie den verletzten Körperteil hoch und drücken die Schlagader oberhalb der Wunde (zwischen Wunde und Herz) ab. Nicht länger als einige Minuten abbinden, um zu verhindern, dass der Körperteil abstirbt.
  4. Untersuchen Sie den Verletzten auf Symptome, die auf einen Schock hinweisen. Dies können schneller und schwacher Puls, fahle Blässe, kalte Haut, Schweißausbruch, Teilnahmslosigkeit und Schüttelfrost sein. Bringen Sie den Verletzten dann ggf. in die sogenannte Schocklage, in der er mit erhöht liegenden Beinen liegt. Pullover und Decken schützen vor Wärmeverlust.
  5. Während Sie auf Rettung warten, überprüfen Sie immer wieder, ob der Verletzte noch bei Bewusstsein ist und ob er atmet. Tröstender Zuspruch kann helfen.

Weitere Tipps und Hinweise finden Bergsteiger auf unserer Seite Bergsteigen Zermatt.

Siehe auch: Air Zermatt, Alpines Notsignal, Berghütten Zermatt, Bergrettung Zermatt, Notruf Zermatt, Zermatt


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