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Das große Zermattlexikon

Bontadini-Lift

Der Bontadini-Lift war die erste Liftanlage, die 1936 in Breuil-Cervinia errichtet wurde. Ein kleines Stück östlich des Urlaubsortes gelegen überwindet der Sessellift zwischen Tal- und Bergstation auf einer Länge von 1,13 Kilometern einen Höhenunterschied von 292 Metern. Seinerzeit galt der Bontadini-Lift deshalb als Meisterwerk der Ingenieurskunst in den Ostalpen. Bis heute bringt er bis zu 2400 Personen pro Stunde auf 3.332 Meter über dem Meeresspiegel. Von dort können sie die wenigen Höhenmeter zur Theodulhütte absteigen. Die bewirtschaftete Hütte an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien gilt als Ausgangspunkt für Bergtouren im Monte-Rosa-Gebiet, am Breithorn und am Kleinen Matterhorn.

Beliebt ist die Bergstation des Bontadini-Lifts aber nicht nur bei Skifahrern, die im Winter die umliegenden Hänge bevölkern, sondern auch bei motorisierten Allrad-Freunden, denn die Bergstation des Lifts, auf 3.332 Metern über dem Meeresspiegel, gilt als höchster mit einem Kraftfahrzeug befahrbare Punkt in den Alpen. In einem sehr engen Zeitfenster zwischen der Schneeschmelze des Alt-Schnees und dem ersten Neuschnee konnte man bis 2009 mit zweispurigen Geländefahrzeugen den steilen und sehr anspruchsvollen Weg zur Bergstation des Bontadini-Lifts in Angriff nehmen. Eine besondere Herausforderung stellen dabei die gelegentliche Steigung von bis zu 30%, die Querrinnen und Phasen mit viel Geröll und blankem Fels dar.

Aus diesem Grund wurde die Strecke 2009 gesperrt, nachdem eine Veröffentlichung im Denzel, dem Spezialisten für Alpenstraßen und Motorrad-Touren, einen regelrechten Run auf die Bergstation des Bontadini-Lifts ausgelöst hatte. Gelegentliche Ausnahmen zu Veranstaltungen weichen von dieser Regel ab. Wer die anspruchsvolle Tour dennoch nehmen möchte, kann das mit dem Mountainbike tun, sollte aber geübt und sehr erfahren sein. Der ständig wechselnde Untergrund kann hier ebenso zur Gefahr werden wie die schwierige Orientierung im Gelände. Nebel und tiefhängende Wolken können ein zusätzliches Risiko darstellen. Gelingt das Unterfangen, steht man am höchsten Punkt eines nicht-asphaltierten, mit dem Fahrrad befahrbaren Weges in Europa!

Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt im Winter ganz einfach den Bontadini-Lift und nutzt so den Zugang zur Skischaukel auf dem Theodulpass, die die Skigebiete von Zermatt und Breuil-Cervinia verbindet.

Lesen Sie hier mehr über die Skigebiete von Zermatt und planen Sie Ihren Winterurlaub in Zermatt.

Darüber hinaus finden Sie in unserer Kategorie Aktivurlaub Zermatt auch Informationen rund ums Biken in Zermatt.

Siehe auch: Aostatal, Breithorn, Klein Matterhorn, Monte Rosa-Massiv, Skischaukel, Theodulhütte, Theodulpass


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