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Das große Zermattlexikon

Bergrettung Zermatt

Für die Bergrettung in Zermatt ist die Air Zermatt, ein ortsansässiges Helikopter-Unternehmen zuständig. Seit 1968 übernimmt die Air Zermatt alle Aufgaben der Bergrettung in den Bergen rings um Zermatt. Zwar hat das Unternehmen seinen Tätigkeitsschwerpunkt inzwischen auch auf Transport- und Touristenflüge ausgeweitet, das Hauptaugenmerk der Air Zermatt liegt aber heute wie vor über 40 Jahren auf der Bergrettung. Zu diesem Zweck war die Air Zermatt Ende der 1960er Jahre von dem Schweizer Apotheker Beat Perren gegründet worden, der in dem abgeschieden liegenden Tal die dringende Notwendigkeit einer schnelleren Möglichkeit zur Bergrettung sah. Mit 9 Helikoptern ist die Air Zermatt heute das ganze Jahr über im Einsatz, um in Not geratene Bergsteiger, Wanderer oder Skifahrer zu retten.

Die fliegenden Intensivstationen der Bergrettung stehen 24 Stunden am Tag auf den Helikopterbasen in Zermatt und Raron bereit und können jederzeit sofort mit einem Dreiköpfigen Team aus Pilot, Notarzt und Rettungssanitäter starten. Im Notfall erreichen Sie die Air Zermatt 24 Stunden am Tag unter der Notrufnummer 144.

Ausgebildet werden die Mitarbeiter der Bergrettung Zermatt im hauseigenen Rettungszentrum Alpine Rescue Center by Air Zermatt, einem international hoch angesehenen Ausbildungszentrum, das es sich zum Ziel gesetzt hat, Profis und Laien auf dem Gebiet der präklinischen Notfallmedizin und in den Grundlagen des Alpinismus zu schulen. Denn für die Bergrettung in Zermatt ist es nicht nur notwendig, schnell medizinisch Hilfe leisten zu können. Die Mitarbeiter müssen sich auch im unwegsamen, manchmal steilen und oft gefährlichen Gelände der Viertausender bewegen können, um sich vollkommen auf ihre Aufgabe konzentrieren zu können. Hierfür sind alpine Erfahrungen und Fertigkeiten unabdingbar. Wer die Ausbildung der Air Zermatt durchlaufen hat, erhält das Diploma of Mountain Emergency Doctor, die weltweit angesehenste Qualifikation in der Bergrettung.

Aktuelle Zahlen zur Bergrettung in Zermatt und in der Schweiz: Im Jahr 2011 wurden nach Angaben des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) 2.644 Personen aus einer Notlage in den Bergen gerettet. Insgesamt verzeichnete die Bergrettung 151 Todesfälle und damit einen Anstieg von 22 Prozent gegenüber dem Jahr 2010. 2012 konnten die Bergretter dann wieder ein bisschen aufatmen: Die Zahl der in Not Geratenen belief sich auf 2.570 und ging damit leicht zurück. 95 Menschen verunglückten beim Bergsport tödlich – immerhin ein Drittel weniger als im Jahr zuvor. Der SAC begründet das damit, dass die Tourenaktivitäten 2012 durch die Wetterkapriolen deutlich eingeschränkt waren. Vor allem an den Wochenenden hätte schlechte Witterung Bergsteiger von den Hängen ferngehalten. Dass die Bergrettung Zermatt dennoch häufig ausrücken musste, lag vor allem an den weniger klassischen Aktivitäten, wie Canyoning, Gleitschirmfliegen, Klettersteiggehen und Mountainbiking. Ungeschlagen bleibt aber weiterhin das Bergwandern: 57 Menschen kamen dabei durch Abstürze oder Lawinen ums Leben. Anlässlich des 150. Geburtstags des SAC sind das zwar insgesamt erfreulichere Zahlen, doch jeder Unfall ist für die Bergrettung von Zermatt einer zu viel.

Wenn Sie erfahren wollen, wie Sie sich selbst während Ihrer Ausflüge in die Bergwelt von Zermatt schützen können, besuchen Sie unsere Seite Bergsteigen Zermatt. Erfahren Sie mehr über die Arbeit der Air Zermatt und lesen Sie in den Büchern Alarm am Matterhorn!, Ludwig Gramminger – Das gerettete Leben und Erste Hilfe Bergrettung mehr über das Thema Bergrettung. Auf den DVDs Die Bergretter – Unterwegs mit der Air Zermatt und Die Bergretter – Unterwegs mit der Air Zermatt: Winterstaffel begleiten Sie die Air Zermatt bei ihren Rettungseinsätzen.

Siehe auch: Kurt Lauber, Notruf Zermatt, Zermatt


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