Das große Zermattlexikon
Steinschlaggefahr
Immer wieder hört man aus Zermatt Meldungen, dass Steinschläge in den Bergen Todesopfer gefordert haben. Die Steinschlaggefahr in den Bergen von Zermatt ist nicht zu unterschätzen: Nicht selten lösen sich in Folge geophysischer Bewegungen, Erosionen und Frostsprengungen Steine, Geröll, Schutt oder ganze Felsenpartien, die Wanderer und Bergsteiger unter sich begraben können. Auch Tiere und unachtsame Wanderer oder Kletterer können Steine lostreten und damit einen Steinschlag auslösen.
2003 starb ein deutscher Bergsteiger am Matterhorn, nachdem er von einem Steinschlag getroffen worden war. Auch 2009 kam ein Bergsteiger aus Österreich am Matterhorn ums Leben, als er von einem herabfallenden Felsbrocken getroffen wurde. Solche Unfälle sind in den Bergen rings um Zermatt nicht selten. Wanderer und Bergsteiger sollten deshalb die Steinschlaggefahr nicht unterschätzen. Kletterhelme können bei kleineren herabstürzenden Steinen einen wirksamen Schutz bieten, doch vor großen herabstürzenden Steinmassen und Felsen schützen auch Sie nicht.
Die einzige Möglichkeit, einer Steinschlaggefahr langfristig und nachhaltig entgegenzuwirken, ist das Aufforsten der Gebirgsregionen. Vor allem jenseits der Vegetationsgrenze in etwa 2.500 Metern ist dies jedoch nicht möglich. So sind Bergsteiger und Kletterer zu besonderer Vorsicht angehalten: Treten Sie achtsam auf, um keinen Steinschlag auszulösen und beobachten Sie den Hang über sich. Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es jedoch wegen des spontanen Auftretens und der extremen Geschwindigkeit von Steinschlägen nicht.
Siehe auch: Wandern Zermatt, Bergsteiger Zermatt, Vegetationsgrenze Zermatt, Lawinen Zermatt
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