4trips-Partner

Das große Zermattlexikon

Sonderbundskrieg

Als Sonderbundskrieg wird der 27 Tage andauernde Schweizer Bürgerkrieg im Jahre 1847 bezeichnet. Es war die letzte kriegerische Auseinandersetzung auf Schweizer Boden und Auslöser für die Bundesverfassung von 1848, die noch heute in der Schweizer Eidgenossenschaft Gültigkeit hat. Ausgelöst wurde der Sonderbundskrieg durch die Gründung des sogenannten Sonderbundes der katholischen Kantone Luzern, Schwyz, Uri, Zug, Ob- und Nidwalden, Freiburg und Wallis. Der Sonderbund galt der Abwehr der liberaleren, mehrheitlich reformierten Kantone und der Verteidigung des katholischen Glaubens.

Nach der Julirevolution 1830 und dem Sturz der konservativen Regierungskräfte hatte sich das Machtgefüge in der Schweiz verschoben und im Zuge der Regeneration wurde die Verfassungen im Sinne der Liberalen umgestaltet. In Folge der Freischarenzüge und der Ermordung des konservativen Politikers Josef Leu wurde 1845 der Sonderbund gegründet. Am 3. November 1847 fiel der Sonderbund in Tessin ein und eröffnete damit die Kriegshandlungen. Am 11. November rückte die 100.000 Mann starke eidgenössische Armee gegen die Sonderbundskantone vor und zwang diese nach und nach zur Kapitulation. Nachdem Luzern am 24. November kapituliert hatte, ergaben sich am folgenden Tag – mit Ausnahme des Wallis – alle weiteren Kantone. Die Kapitulation des Wallis erfolgte erst am 1. Dezember. Insgesamt starben im Sonderbundskrieg 150 Menschen.

Am 12. September 1848 wurde die neue Verfassung verabschiedet – der das Wallis niemals zustimmte – und am 6. November des gleichen Jahres wurde der erste Bundesrat gewählt.

Wenn Sie mehr über die Geschichte von Zermatt erfahren wollen, besuchen Sie auch unsere Seite Zermatt Geschichte

Siehe auch: Ausserschweizer, Kanton, Wallis, Zermatt


Werbung




Literaturtipps