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Das große Zermattlexikon

Schwarzhalsziege

Die Schwarzhalsziege ist eine im Wallis sehr populäre Ziegenrasse, die sich dadurch auszeichnet, dass der hintere Teil ihres Körpers schneeweiß ist, während der vordere Teil pechschwarz gezeichnet ist. Sie ist eine der ältesten Hausziegenrassen der Welt und wird als leistungsfähige Mastrasse hoch geschätzt. Bis zu 600 Kilogramm Milch gibt ein einzelnes Tier pro Jahr. Darüber hinaus gilt sie als sehr robust und anspruchslos, was sie für die Zucht in den Walliser Alpen geradezu prädestinierte. Für die Landwirte in Zermatt ist die Schwarzhalsziege vor allem deshalb von besonderer Bedeutung, weil sie zu den sogenannten Zweitnutzungsrassen gehört. Das heißt, sie werden nicht nur wegen ihrer Milch gezüchtet, sondern geben auch sehr schmackhaftes Fleisch. Die Züchter schätzen sie außerdem, weil Walliser Schwarzhalsziegen als sehr kluge, neugierige Herdentiere mit viel Charakter gelten.

Noch bis vor wenigen Jahren galt die Schwarzhalsziege als stark bedroht, heute jedoch hat sich der Bestand weitgehend erholt. Betrug er in den 1970er Jahren gerade noch 400 reinrassige Tiere, ist ihre Zahl heute auf etwa 1.600 angestiegen. Es ist dem großen Engagement privater Züchter und spezieller Vereine zu verdanken, dass sich der Bestand so gut erholen konnte, dass die Schwarzhalsziege heute wieder so häufig in der Fauna von Zermatt vertreten ist.


Die Walliser Schwarzhalsziegen sind sehr leicht an ihrem langen und charakteristisch gezeichneten Fell zu erkennen. Das besondere Kennzeichen der Walliser Schwarzhalsziege ist die schwarze Färbung der vorderen Körperhälfte, die im starken Kontrast zur weißen hinteren Hälfte steht. Auch durch ihr Fell unterscheidet sie sich deutlich von neueren Rassen: Es ist langhaarig und eher zottelig, trägt aber deutlich dazu bei, dass die Schwarzhalsziege robust und weitgehend anspruchslos ist. Darüber hinaus haben sie einen verhältnismäßig kurzen Kopf mit leicht abstehenden Ohren und einer niedlichen Stirnlocke. Während bei anderen Ziegenrassen diese Stirnlocke nur bei männlichen Tieren vorkommt, haben auch weibliche Schwarzhalsziegen dieses deutliche Erkennungszeichen. Auch Hörner werden von beiden Geschlechtern getragen. Bei den Männchen können diese sogar bis zu 80 Zentimeter lang werden.

In Zermatt begegnen Ihnen die Schwarzhalsziegen im Sommer, wenn sie bei der Geissenkehr um 9 und 17 Uhr durch das Dorf getrieben werden. Mehr über die Haustierrassen von Zermatt erfahren Sie auf unserer Seite Fauna Zermatt.

Siehe auch: Artenreichtum Zermatt, Flora Zermatt, Geissenkehr Zermatt, Schwarznasenschaf, Tierwelt Zermatt, Walliser Alpen, Wildtiere Zermatt


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