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Das große Zermattlexikon

Nachhaltigkeit Zermatt

Nachhaltigkeit ist eines der ganz großen Themen in Zermatt: Schon lange sind sich die Bewohner von Zermatt darüber bewusst, dass die Bergwelt rings um den Ort einmal ist und unbedingt geschützt werden muss. In den letzten 200 Jahren – seit mit den großen Alpinisten auch die ersten Touristen kamen und Zermatt zu einem der beliebtesten Ferienorte der Alpen aufstieg – hat der Tourismus in Zermatt viel Schaden angerichtet. Die Zermatt Bergbahnen AG hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, frühere Schäden zu beseitigen und neuen Schäden wirksam vorzubeugen.
Zum Konzept der Nachhaltigkeit der Zermatt Bergbahnen AG gehört vor allem ein umfassendes Umweltmanagement. Seit 2002 läuft das Projekt „Nachhaltige Skigebiete Zermatt“ einer groß angelegten Arbeitsgemeinschaft aus Umwelt- und Planungsbüros in Zermatt. Ziel ist es, Konfliktpunkte zwischen Bauprojekten und Natur aufzuzeigen und zu beseitigen. Seit Beginn des Projektes investiert die Zermatt Bergbahnen AG jährlich bis zu 1 Mio. Franken in Umweltmaßnahmen wie diese.

Seit 2002 konnte so schon viel für die Nachhaltigkeit in Zermatt getan werden: Schutzgebiete wurden abgesperrt und deutlich markiert und Informationskampagnen sensibilisieren Einheimische und Besucher für die besonderen Bedürfnisse der Zermatter Natur und der einheimischen Tiere und Pflanzen. Umweltpädagogik ist dabei einer der großen Schwerpunkte im Projekt Nachhaltigkeit der Zermatt Bergbahnen AG. Dabei werden ökologische Zusammenhänge vermittelt und die Bedeutung eines intakten Ökosystems hervorgehoben. So soll jeder, der Zermatt und seine Berge liebt, dazu angehalten werden, selbst zu überlegen, was der Natur schaden und was ihr nützen könnte.

Natürlich trägt die Zermatt Bergbahnen AG auch mit konkreten Baumaßnahmen zur Nachhaltigkeit in Zermatt bei. Eine besondere Vorreiterrolle hat dabei das restaurant & shop Matterhorn glacier paradise, das höchstgelegene Gebäude der Welt mit MINERGIE-P®-Zertifikat. Das Gebäude ist vollkommen energieautark und kann sich dank konsequenter Südausrichtung und der 70 Grad Neigung des Daches vollkommen selbst versorgen. Auch auf der Station Trockener Steg wurde bereits eine Fotovoltaikanlage installiert. Auf solchen Projekten wird auch in Zukunft der Fokus liegen, denn dank der klaren Bergluft und der intensiveren Berglichtreflektion sind Fotovoltaikanlagen in den Bergen noch einmal um etwa 80% ergiebiger als mittelländische Anlagen.

Das konsequente Engagement in Sachen Nachhaltigkeit zahlt sich für Zermatt in doppelter Hinsicht aus: Nicht nur kann so die magische Bergwelt von Zermatt auch für kommende Generationen bewahrt werden, auch der Verkehrs-Club der Schweiz hat Zermatt 2011 mit dem ersten Platz im neuen Ranking „mobil & ökologisch“ geehrt. Der VCS untersuchte hierfür 14 Urlaubsdestinationen in den Schweizer Alpen auf Kriterien wie Anreisezeit, Beschilderung, Ortsbus und Taktfrequenz des öffentlichen Verkehrs. Auch der Nachbarort Saas-Fee konnte in puncto Nachhaltigkeit gut abschneiden und belegte den zweiten Platz, gefolgt von St. Moritz.

2013 wurde Das Engagement für die Nachhaltigkeit in Zermatt ein weiteres Mal mit einem Preis geehrt: Die Feriendestination erhielt den Begrünerpreis der Arbeitsgruppe Hochlagenbegrünung, die Richtlinien für die Wiederbegrünung von Hochgebirgsbaustellen aufgestellt hat. Solche Richtlinien sind wichtig, weil das Ökosystem oberhalb der Baumgrenze so empfindlich ist, dass es nicht wiederhergestellt werden kann, wenn es einmal zerstört ist. Deshalb sollen die Richtlinien zukünftig rechtlich bindend sein. Doch auch ohne die Verbindlichkeit hat sich die Zermatt Bergbahnen AG sehr für die Nachhaltigkeit engagiert. Als auf der Turfternalp Beschneiungsanlagen gebaut wurden, wurde sorgfältig darauf geachtet, die oberste Humusschicht mitsamt der Vegetation abzutragen und sie für die Dauer der Bauarbeiten sicher zu lagern. Anschließend wurden die Rasenziegel wieder verlegt.

Schon ein Jahr später hatte sich die Vegetation weitgehend erholt und nach fünf Jahren, im Jahr 2013, hatte die Natur die Bauarbeiten fast vergessen. Dieses Engagement für die Nachhaltigkeit in Zermatt wurde mit dem Begrünerpreis geehrt. Die Jury begründete die Wahl für Zermatt so: „In Zermatt haben die Verantwortlichen mehrere erfolgreiche Maßnahmen miteinander kombiniert: Sie verwendeten lokale Rasenziegeln wieder, sie führten standortgerechte Begrünungen mittels lokalem Saatgut aus hohen Lagen durch und orientierten sich dabei an einem in den letzten 10 Jahren aufgebauten Schadensinventar des Skigebiets. Dafür haben sie detailliert die Schäden früherer Jahrzehnte (alte Lifte etc.) inventarisiert und nach und nach zurückgebaut bzw. ausgebessert. Die Zermatt Bergbahnen haben damit beispielhaftes Engagement für Nachhaltigkeit im Tourismus gezeigt.“

Siehe auch: Autofreies Zermatt, Bergbahnen Zermatt, Einzigartigkeit Zermatt, Fauna Zermatt, Flora Zermatt, Geologie Zermatt, Gletscherschmelze, Klimahörpfad Zermatt, Naturschutzzonen Zermatt, Naturweg Zermatt, Natur Zermatt, Nullenergie-Gebäude Matterhorn glacier paradise, Ökosystem Walliser Alpen, Ortsbusse Zermatt, Umweltschutz in Zermatt, Vegetation Zermatt, Zermatt, Zermatt Bergbahnen AG


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