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Mont-Miné-Gletscher

Der Mont-Miné-Gletscher, der auch als Glacier du Mont Miné bekannt ist, ist ein Gletscher am südlichen Ende des Val d'Hérens in den Walliser Alpen. Er bildet den Abschluss des Tals und liegt unterhalb der Viertausender Dent Blanche und Dent d’Hérens sowie unterhalb des Grand Gorniers. Bis ins 19. Jahrhundert hinein bildete der Mont-Miné-Gletscher mit dem heutigen Ferpèclegletscher einen einzigen großen Eisstrom, der fast bis nach Ferpècle (1786 m) hinab reichte. Während des letzten Jahrhunderts verlor der Gletscher jedoch deutlich an Masse, sodass er heute eine Fläche von nur noch ca. 10 km² bedeckt. Er ist etwa 7 Kilometer lang und durchschnittlich 1 km breit. Heute besteht zwischen den beiden Gletschern lediglich ein vergletscherter Kamm nördlich der Tête Blanche.
Seinen Ursprung hat der Mont-Miné-Gletscher am Pass Col des Bouquetins (3357 m ü. M.), direkt an der Landesgrenze zwischen der Schweiz und Italien. Von hier aus fließt der Gletscher in Richtung Norden, hinab in das Val d’Hérens. Die Gletscherzunge liegt derzeit auf etwa 2.070 Metern Höhe und entwässert sich in die Borgne de Ferpècle, die das Tal durchzieht und schließlich in die Rhône mündet.
Der Mont-Miné-Gletscher ist auch einer der Gletscher, die bei der Patrouille des Glaciers überwunden werden müssen. Bei der dritten Durchführung des weltweit größten Rennen im Skibergsteigen, 1949, verunglückten jedoch drei Teilnehmer auf dem Mont-Miné-Gletscher, so dass die Veranstaltung für viele Jahre ausgesetzt wurde, bevor sie 1984 erstmals wieder stattfand.

Wenn Sie mehr über die Gletscher im Wallis erfahren möchten, besuchen Sie auch unsere Seite Walliser Gletscher.

Siehe auch: Dent Blanche, Dent d’Hérens, Gletscherschmelze, Gletscher Zermatt, Grand Cornier, Patrouille des Glaciers, Zermatt


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