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Das große Zermattlexikon

Meier, Dieter

Dieter Meier (geb.1945 in Zürich) ist ein Schweizer Musiker, Konzeptkünstler, Avantgardist, Dandy und Schriftsteller, der als Sänger mit dem Elektropop-Duo „Yello“ in den achtziger Jahren berühmt geworden ist. Sein Partner war der Schweizer Musiker Boris Blank. Ihr Bandname „Yello“ stand dabei für „a yelled Hello“. Meier war bei “Yello” ab 1984 nicht nur für den Gesang, sondern auch für die Produktion, der zur damaligen Zeit oft revolutionären Musikvideos verantwortlich. Heute gilt Yello in der Musikwelt als Pate und Wegbereiter der Techno-Musik. Im März 2014 wurde Meier für sein Lebenswerk mit dem Echo ausgezeichnet.

Dieter Meier wuchs in Zürich auf und machte sich in den 1960er und 1970er Jahren einen Namen als „Individual-Anarchist“. Mit extravaganten Kunst-Projekten sorgte er nicht nur in seiner Heimatstadt Zürich für Aufsehen. Als junger Mann spielte Dieter Meier professionell Poker und wurde später pokersüchtig. Erst als er sich nach einem hohen Pokergewinn eine Gitarre kaufte, kam er von der Zockerei weg. Meier sagte dazu im Zeit-Magazin: “Der Zufall, dass ich nach meiner letzten Pokerpartie die Taschen voller Geld hatte und eine Gitarre kaufte, war wie ein dünner Faden, mit dem ich mich in ein anderes Bewusstsein zog”. Die Musik war für ihn fortan, das, was ihm subjektiv Sinn gab: “Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich das Gefühl, etwas zu machen, was mir gefällt”.

Heute lebt er in Los Angeles und Argentinien, wo er mit Ex-Yellopartner Boris Blank an Filmmusiken und Videos (sehenswert: “Touch Yello”, produziert im Jahr 2009) arbeitet bzw. eine Rinderfarm betreibt, auf der er seit einigen Jahren argentinische Rinder züchtet. Seit Jahren bereichert der originelle Schweizer auch die Bereiche Experimentalfilm und Aktionskunst. Erwähnenswert ist u.a. sein künstlerischer Beitrag zur New Yorker Kunstausstellung “The Swiss Avantgarde”, an der er Anfang der siebziger Jahre teilnahm und bei einer Vernissage eine Pistole in der Hand hielt und das selbstdargestellte Kunstwerk “This man will not shoot” nannte. Mitte 2011 würdigte ihn die Kunstsammlung Falckenberg in Hamburg mit einer Ausstellung “als Ausnahmeperson, die der Sinnlosigkeit Raum gibt” (“Spiegel”).

Seiner Heimat, der Schweiz und Zermatt, ist Meier aber stets verbunden geblieben. So spielte Meier in den letzten Jahren in der Schweizer Nationalmannschaft ernsthaft Golf. Seit einigen Jahren ist Dieter Meier mit 13,595 Prozent Großaktionär der Zermatter BVZ Holding AG und engagiert sich so für den Ausbau der Infrastruktur in Zermatt. Für ihn ist es keine Frage, dass das Matterhorn immer Menschen anziehen wird. Im Interview mit dem Zermatt Magazin sagte er: „Solange es auf der Welt Menschen gibt, werden die das Matterhorn sehen wollen.“ Gegenüber der Aargauer Zeitung sagte der Musiker außerdem, das Matterhorn habe ihm bereits bei seinem ersten Besuch „unglaublich imponiert“. Bis heute sei er fasziniert von der Größe und Schönheit des Berges, den er auch als „Pyramide der Götter“ bezeichnete. Außerdem ist Meier einer der Schirmherren des Zermatter Festivals „Zermatt Unplugged“. Und: Dieter Meier, Sohn eines Bankers, hat sogar die Lizenz, “Geldscheine zu drucken”, denn er ist an der Zürcher Notenbankdruckerei und Verlagsgruppe Orell Füssli beteiligt.

Tausendsassa Dieter Meier produziert auch fern von Zermatt und seiner Schweizer Heimat außergewöhnlich gute und feine Weine. Meier keltert seit Ende der 90er Jahre auf seinem argentinischen Gut Ojo de Agua in Mendoza Weine, die selbst bei ausgewiesenen Feinschmeckern und Weinexperten Respekt erzeugen. Das Weingut hat eine Größe von 380 Hektar, wovon Meier mit seinem Team bis heute rund 120 Hektar nach ökologischen Anbaumethoden bepflanzt hat. Dabei bewässert Meier die extrem trockenen argentinischen Böden tröpfchenweise mit Schmelzwasser aus den Anden. Ein großer Vorteil von Dieter Meiers hochgelegenen Weinbergen in Luján de Cuyo sind die kühlen Nächte. Sie verzögern den Reifeprozess der Trauben, die dadurch ihre volle und perfekte physiologische Reife erlangen, dabei aber gleichzeitig ihre frische, klare Säure bewahren und infolge eine ungewöhnlich harmonische Ballance von aromatischen Früchten, Alkohol und Tanninen entfalten.

Als besonderen Clou legt Meier mit seinem Corte d´Oro-Team seine Weine nach Abschluß der alkoholischen Gärung in Fässer aus französischer Eiche. Dort erhalten sie während der rund 12-monatigen Reife dann eine besonders harmonisch-aromatische Struktur und Fülle. Dieter Meier hat sich mit seinem eigenen Weingut seinen langjährigen größten Traum erfüllt und setzt dabei komplett und konsequent auf Weine aus ausschließlich kontrolliert biologischem Anbau. Meiers Weingut liegt mitten im besten Weinanbaugebiet von Mendoza und profitiert von dem auf der ganzen Welt einmaligen Klima.Das Resultat sind biologisch zertifizierte Spitzenweine. Der “Feinschmecker” hat den 2009er PURO Malbec zu seinem Favoriten ernannt: “süffig-knackig … mit reifer Beerenfrucht”. Großes Lob bekommt auch der 2009er PURO Corte d´Oro, ein Cabernet Sauvignon/Malbec: “ein imposanter Typ mit viel Holz, viel Frucht, dichter Textur sowie Aromen von Toffee und Karamell.”

Bestellen können Sie die Puro-Weine von Dieter Meier hier bei uns.

Neben dem Weingut betreibt Dieter Meier in Argentinien ausserdem eine Rinder-Biofarm, unter gleichem Namen wie das Weingut (Ojo de Agua), dessen hochwertiges und nach neuesten biologischen Grundsätzen gezüchtetes Rindfleisch, in einem eigenen Laden in Zürich verkauft wird. Meiers Wein und Rindfleisch sind mit dem argentinischen Bio-Siegel ArgenCert für höchste Qualität ausgezeichnet.

Ende 2008 eröffnete Tausendsassa Meier dann sein erstes Restaurant “Bärengasse”, in der gleichnamigen Gasse in der Altstadt von Zürich, in dem sowohl seine Rotweine, wie auch das Rindfleisch auf den Tisch kommen. Ende November 2013 folgte dann in Frankfurt am Main sein erstes Restaurant in Deutschland. Das “Ojo de Agua” findet sich in der Hochstraße 27.

Dieter Meier will mit dieser Ausrichtung, argentinische Steaks und Rotweine bester Qualität aus eigener Produktion, weitere Restaurants eröffnen. Auf den Namen “Ojo de Agua” (Wasserauge) für seiner Farm, sein Weingut und jetzt auch sein Restaurant in Frankfurt, kam Meier übrigens weil die Wasserlöcher in Argentinien, aus denen seine Rinder trinken, auf argentinisch Ojo de Agua heissen. Meier schwört darauf, dass das mineralstoffreiche argentinische Wasser der wahre Grund für die extreme Zartheit seines Biofleisches ist.

Auch musikalisch überraschte Dieter Meier seine Fans erneut: 2014 veröffentlichte der Ex-Yello-Sänger mit Out of Chaos sein erstes Solo-Album, das Sie hier direkt bestellen können.

Siehe auch: BVZ Holding AG, Matterhorn, Wallis, Zermatt Magazin, Zermatt Unplugged, Zermatt


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Dieter Meier-CD-TIPP:

In den 1980er Jahren war “One Second” soundtechnisch “state of the art”. 2005 haben Yello – Dieter Meier und Boris Blank das Album neu aufgelegt und verschaffen neuen wie alten Fans ein unvergleichliches Klangerlebnis. Sie können das Album “One Second” von Yello direkt hier im Zermattportal bestellen.



Literaturtipps