Das große Zermattlexikon
Mattertal
Das Mattertal (auch Matterhorn Valley genannt) ist ein Seitenarm des Schweizer Rhônetals, der sich über 35 Kilometer von Stalden bis zum Gobba di Rollin erstreckt. Der auch Nikolaital genannte westliche Zweig des Vispatals findet seinen tiefsten Punkt auf 800 Meter über Meer bei Stalden und steigt dann an bis auf 4.634 Meter. Folgende Ortschaften liegen im Mattertal: die Gemeinden Zermatt, Täsch, Randa, St. Niklaus und Grächen.
Das Mattertal ist reich an Naturschätzen, hat imposante Eis- und Felstreppen, atemberaubende Viertausender, tiefe Schluchten, hohe Weinberge und herrliche Almwiesen zu bieten, die Naturfreunde zu ausgiebigen Erkundungen einladen. Dabei ist das Mattertal eine Region der Kontraste: Während im Skigebiet von Zermatt (im Matterhorn glacier paradise) beinahe arktische Temperaturen herrschen, weist Zermatt selbst angenehm warme Temperaturen auf, die nicht selten in heiße Sommertage übergehen. Natürlich ist eine so wechselhafte Region auch Heimat der verschiedensten Tier- und Pflanzenarten.
Eine deutliche Klima- und damit auch Vegetationsgrenze liegt zwischen Stalden und St. Niklaus. Hier geht das vordere Mattertal in das hintere Mattertal über. Während das vordere Mattertal auch so seltenen Arten wie den Smaragdeidechsen und endemischen Leinkrautschneckenfaltern ein Zuhause bietet, ziehen weniger wärmeaffine Tiere das hintere Mattertal vor. Vor allem Steinböcke und Murmeltiere finden hier ideale Lebensbedingungen vor. Auch Steinadler können in den Gipfelregionen wieder beobachtet werden, nachdem sie vor 100 Jahren als stark vom Aussterben bedroht galten. Auch extrem seltene Pflanzenarten wie der Stein-Klee, die Schnee-Edelraute und die Niedrige Rapunzel konnten hier im Mattertal eine neue Heimat finden, nachdem Sie ihre angestammte Heimat in den Penninischen Alpen verlassen haben.
Je höher man im Mattertal kommt, desto stärker verändert sich dann die Vegetation. Die lichten Arvenwälder gehen früher oder später in karge Ebenen über. Dennoch ist eine deutliche Ausbreitung des Waldes im Mattertal zu beobachten, die mit den klimatischen Veränderungen einhergeht. So steigt die Waldgrenze kontinuierlich. Bis zu 300 Sonnentage im Jahr und geringe Niederschlagswerte machen das Tal außerdem zu einem perfekten Lebensraum für wärmeliebende Pflanzenarten, die sonst vor allem in Steppen auftreten, darunter auch das Federgras. Das Mattertal ist außerdem Heimat der höchsten Getreidefelder Europas: Bei Findeln wächst der Roggen in sensationellen Höhen von bis zu 2.100m über dem Meeresspiegel. Bemerkenswert ist außerdem die Vielfalt der Biotope im Mattertal: Auf kleinstem Raum finden sich hier 3 Moorbiotope, ein Amphibienlaichgebiet und 3 Gletschervorfelder von großer nationaler Bedeutung.
Für weitere Informationen zur Flora und Fauna besuchen Sie auch unsere Unterseiten zur Tier- und Pflanzenwelt in Zermatt.
Siehe auch: Arven, Fauna Zermatt, Flora Zermatt, Findeln, Gletscher Walliser Alpen, Gletscher Zermatt, Grächen, Klima Zermatt, Matterhorn, Matterhorn Valley, Nikolaital, Randa, Pflanzenarten Zermatt, Täsch, Tierarten Zermatt, Vegetationsgrenze Zermatt, Zermatt
Hier im Zermattportal bieten wir Ihnen eine große Auswahl an Chalets und Ferienhäusern in Zermatt. Zudem können Sie bei uns einfach und direkt Ferienwohnungen in Zermatt und Hotels in Zermatt suchen und buchen. Und für alle, die es etwas günstiger wollen, finden sich hier bei uns auch Hostels, Youthhostels und die Jugendherberge in Zermatt.
