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Das große Zermattlexikon

Lyngstad, Anni-Frid

Anni-Frid Lyngstad, geboren am 15.11.1945 in Norwegen, ist weltbekannt geworden als die dunkelhaarige Sängerin Frida der schwedischen Popgruppe ABBA – von 1972 bis 1982.. Seit dem Krebstod ihres Mannes, dem deutschen Adeligen Heinrich Ruzzo Prinz Reuss von Plauen, lebt Anni-Frid mit ihrem zehn Jahre jüngeren Lebensgefährten, Henry Smith, 5th Viscount Hambleden, zurückgezogen in Zermatt. In einem Interview mit dem Zermatt Magazin bezeichnete sie Zermatt als ihren persönlichen „Himmel auf Erden“. Und: “Das Matterhorn hat mich geheilt, mir meinen großen Schmerz über den Verlust meines Mannes genommen”. Im Jahr 2010 übernahm Anni-Frid Lyngstad deshalb auch das Patronat für das Musikfestival Zermatt Unplugged. 2015 nahm Frida – zusammen mit ihrem langjährigen Zermatter Freund Urs Biner (“Dan Daniell”) – den Song “1865” zum 150. Jubiläum der Matterhorn-Erstbesteigung auf. Frida sagte anlässlich des in einem Zermatter Hotel eingesungenen Titels: “Ich liebe Bergsteigergeschichten und glaube, es geht Männern wie Edward Whymper darum, etwas in sich selbst zu bezwingen. Du brauchst innere Haltung. Ich erkenne mich in ihm wieder”.


Gegenüber dem Magazin sagte Frida Lyngstad auch, dass sie an Zermatt liebe, wie das Dorf und seine Einwohner und Gäste mit Prominenten umgehen: „Ich hatte niemals das Gefühl, dass meine Integrität angefochten wird. Im Gegenteil: Die Leute waren immer sehr freundlich und respektvoll.“ Außerdem habe sie das Gefühl, dass sie nach Zermatt ans Matterhorn gezogen sei, weil ihr die Berge noch aus ihrer Kindheit im Norden Norwegens in den Genen verankert seien.

Anni-Frid Lyngstad traf 1969, nachdem sie jahrelang als Jazz-Sängerin nur mäßigen Erfolg hatte, auf Benny Andersson, mit dem sie dann später, gemeinsam mit Agnetha Fältskog und Björn Ulvaeus, die Popgruppe ABBA gründete. 1972 erschien die erste gemeinsame ABBA-Platte “People need love”, 1973 “Ring Ring”, mit dem die vier erfolglos an der schwedischen Vorentscheidung zum Grand Prix teilnahmen. Ein Jahr später, 1974, brachte “Waterloo” dann die entscheidende Wende: ABBA siegte beim Grand Prix und brachte es mit “Waterloo” in den folgenden Wochen neben Spitzenplätzen in der deutschen und britischen Hitparade sogar zum Top-Ten-Hit in den USA. Die anschliessende Weltkarriere von ABBA dauerte bis 1982 und erlebte 1992 ein Comeback.

In den achtziger Jahren war Frida vor allem in Schweden auch als Background-Sängerin begehrt und erfolgreich. So sang sie beispielsweise 1975 bei der Aufnahme des Welthits “Moviestar” von Harpo im Chor.

2003 nahm Anni-Frid Lyngstad mit dem Zermatter Gastronom (“Chez Heini”) und Sänger Urs Biner, alias Dan Daniell, ein Remake des ABBA-Klassikers “I have a dream” und den von Dan Daniel komponierten Titel “Lieber Gott” auf deutsch auf.

Ende 2010 veröffentlichte Frida Lyngstad dann ihre Version des Cat Stevens Welthits “Morning has broken” in einer neu komponierten und eingesungenen Soloversion. Dieser derzeit aktuellste Frida-Song findet sich auf dem Album “Reconnection” des schwedischen Jazzmusikers und Komponisten Georg Wadenius.

Die schwedische Zeitung “Expressen” enthüllte vor kurzem, dass Anni-Frid Lyngstad aktuell über ein Vermögen von mindestens 190 Millionen Euro verfügt, das meiste stammt nicht aus ihren ABBA-Tantiemen für über 180 Millionen verkaufter Alben, sondern aus dem Erbe ihres Mannes Prinz Heinrich Reuss.

Wenn Anni-Frid Lyngstad nicht, wie meistens, in ihrem Bergdomizil in Zermatt wohnt, residiert sie in ihrer Luxusvilla auf Mallorca oder ihrem Landgut in Südschweden.

Siehe auch: ABBA, Urs Biner, Chez Heini, Dan Daniell, Musikfestival Zermatt, Persönlichkeiten Zermatt, Prominente Zermatt, Zermatt, Zermatt Unplugged,


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Anni-Frid Lyngstad - BUCHTIPP:

Über Anni-Frid Lyngstad, das zweite “A” in “ABBA”, Prinzessin Reuß von Plauen, ist nur wenig bekannt. In seinem Buch “Die Fremde von ABBA” macht Berndt Rieger sich auf die Suche nach der Person Anni-Frid Lyngstad. Nicht nur für ABBA-Fans ist dieser Band der Abba-Tetralogy eine tolle Lektüre! Hier bestellen.



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