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Grüezi
In vielen Teilen der deutschsprachigen Schweiz gilt „Grüezi“ als die höflichste Form der Begrüßung. Volksetymologen führen das Wort häufig auf eine Verkürzung des Grußformel „Ich grüße Sie“ zurück. Sprachforscher sind sich jedoch sicher, dass „Grüezi“ die verkürzte Form von „Gott grüez-i“ ist, was so viel bedeutet wie „Gott grüße Euch“. Das „Ihrzen“, die Verwendung altertümlich anmutenden Form „Euch“ statt „Sie“ in der direkten, höflichen Anrede, ist im Berndeutschen noch heute üblich. Im Walliserdeutschen wird „Grüezi“ hingegen nicht gebraucht. Deshalb bezeichnen die Walliser – und damit auch die Zermatter – die „Ausserschweizer“ häufig auch abschätzig als „Grüezini“.
„Grüezi“ verwendet man ausschließlich zur Begrüßung von Personen, die man mit „Sie“ / “Ihr“ anspricht, auf keinen Fall zum Abschied. Häufig wird der Name der Person noch angehangen, also zum Beispiel: „Grüezi, Frau Meier“. Personen, die man duzt, kann man auch mit „Hoi!“, „Tschau!“ und „Salü“ begrüßen.
Siehe auch: Ausserschweizer, Geschichte Zermatt, Grüezini, Schweizerdeutsch, Schwyzerdütsch, Üsserschwiizer, Walliserdeutsch
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