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Das große Zermattlexikon

Biwak

Als Biwak bezeichnet man im Allgemeinen ein Feld- oder Nachtlager im Freien bzw. in Hütten oder Zelten, so wie es auch in den Bergen von Zermatt häufig zum Einsatz kommt. Diese Form der Unterkunft ist bei Soldaten, heutzutage aber vor allem bei Alpinisten weit verbreitet.

Im alpinistischen Sinne steht der Begriff Biwak für eine sehr spartanische, behelfsmäßige Unterkunft, die überdacht sein kann – aber nicht muss. Ist das Biwak überdacht, so spricht man von einer Biwakschachtel, einer Schutzhütte in Fertigbauweise, die in großer Entfernung zu bewirtschafteten Hütten und anderen Unterkunftsmöglichkeiten errichtet wird. Nur das Übernachten unter freiem Himmel – sei es freiwillig um des Naturerlebnisses wegen oder unfreiwillig in einer Notsituation – wird allerdings als Biwakieren im eigentlichen Sinne verstanden. Zwar trägt auch eine Schutzhütte des Schweizer Alpenvereins (SAC) bei Zermatt den Namen „Arbenbiwak“, doch das Übernachten in dieser steinernen Schutzhütte kann nicht wirklich als Biwakieren betrachtet werden.

Biwaks dienen den Bergsteigern in Zermatt als reguläre Schlafmöglichkeit am Berg. Wer nicht in einer Berghütte übernachten will oder kann, schläft in Zermatt in einem Biwak. Aber auch bei unvorhergesehenen Ereignissen – Verletzungen, Unwettern, Verzögerungen, Erkrankungen – am Berg kommen Biwaks zum Einsatz. Sie bieten den Bergsteigern an den Hängen der Viertausender rings um Zermatt Schutz vor Wetterumschwüngen und Gewittern und einen lebensnotwendigen Unterschlupf, falls die Kräfte nicht mehr ausreichen, um zur nächsten Berghütte zurück zu gelangen.

Siehe auch: Berghütten Zermatt, Arbenbiwak:zermattlexikon/a/arbenbiwak/


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