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Ausserschweizer

Als Ausserschweizer (Dialekt: „Üsserschwiizer“) werden im Oberwallis alle deutschsprachigen Schweizer außerhalb des Kantons Wallis bezeichnet. Dementsprechend wird auch die Schweiz außerhalb des Kantons als Ausserschweiz („Üsserschwiz“) bezeichnet. Alternativ nennen die Walliser die Ausserschweizer auch „Grüezini“. Damit beziehen sie sich auf die Verwendung des Grusswortes „Grüezi“, das im Wallis nicht üblich, in der „Üsserschwiz“ jedoch sehr gebräuchlich ist.

In der verbalen Abgrenzung der Walliser von der Ausserschweiz wird der stolze Charakter der Walliser deutlich. Erst 1815 folgte der Kanton einer Empfehlung Österreichs, der Schweizer Eidgenossenschaft beizutreten. Gemeinsam mit Genf und Neuenburg war das Wallis das letzte Gebiet, das dem Verbund beitrat und damit der Eidgenossenschaft zu ihrer heutigen Größe verhalf. Bis heute haben die Walliser – als Verlierer des Sonderbundskrieges – 1848 der Verfassung des Schweizer Bundesstaates nicht zugestimmt. Und so wird die sprachliche Trennung zwischen Wallisern und Ausserschweizern wohl noch einige Zeit erhalten bleiben.

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Siehe auch: Dialekt des Oberwallis, Grüezi, Grüezini, Schweizerdeutsch, Schwyzerdütsch, Sonderbundskrieg, Üsserschwiizer, Wallis, Walliserdeutsch, Zermatt


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