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Das große Zermattlexikon

Akklimatisierung in den Bergen von Zermatt

Wer zum ersten Mal nach Zermatt kommt, der merkt, dass die Luft hier anders ist – und das, obwohl Zermatt gerade einmal 1.608 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Je höher man aber in den Bergen kommt, umso dünner wird die Luft. Besonders deutlich bekommen dies Wanderer und Bergsteiger zu spüren, die in der Bergwelt von Zermatt unterwegs sind. Bei Höhen über Viertausend Metern wird die Situation für nichtakklimatisierte Menschen dann schon recht kritisch: Der Körper reagiert – wenn er unvorbereitet in große Höhen aufsteigt – teilweise – je nach Typ und Kondition – drastisch auf diese Veränderung. Herz und Kreislauf leiden unter der schlechteren Sauerstoff-Versorgung, in der Folge kann es zu Hyperventilation, Kurzatmigkeit, veränderter Atmung, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und ähnlichen Symptomen kommen. Selbst der Ruhepuls liegt weit über den Normalwerten im Tal.

Um diese Symptome beim Aufstieg auf einen der Viertausender von Zermatt zu vermeiden, ist es notwendig, schon einige Tage vorher nach Zermatt anzureisen und sich zu akklimatisieren. Die Akklimatisierung ist die einzige Möglichkeit, den Organismus an große Höhen zu gewöhnen. Der Anpassungsprozess benötigt einige Tage in größerer Höhe und verläuft in Stufen. Mit verschiedenen Bergwanderungen verteilt über mehrere Tage oder vielleicht sogar ein bis zwei Nächten in einer hoch gelegenen Berghütte oder in einem der höhergelegenen Berghotels, wie das Hotel Riffelhaus, das Riffelalp Resort 2222m oder das Gornergrat Kulmhotel, geben Sie Ihrem Körper vor der Besteigung eines Viertausenders die notwendige Zeit zur Anpassung. Erst dann kann die Akklimatisierung so weit vorangeschritten sein, dass Sie die Bergbesteigung wagen können. Dass sich Ihr Körper in den großen Höhen von Zermatt akklimatisiert hat, merken Sie daran, dass Ihr Ruhepuls wieder zum Normalwert zurück gekehrt ist, dass Sie die gewohnten Ausdauerleistungen auch in diesen Höhenlagen erbringen können, dass Ihre Atmung tiefer und ruhiger geworden ist und dass Sie einen stärkeren Harndrang verspüren.

Beachten Sie auch unbedingt, dass es keinen Effekt für die Akklimatisierung hat, wenn Sie zunächst einige Tage in großen Höhen verbringen, dann nach Zermatt absteigen und einige Tage später den Gipfelsturm wagen. Die Akklimatisierung hält nicht lange vor, sodass Sie in so einem Fall eine erneute Anpassungszeit beginnen müssten.

Siehe auch: Wanderwege in Zermatt, Bergsteigen Zermatt, Viertausender Zermatt, Berghütten bei Zermatt, Zermatt


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