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Zermatter Gletscher

Sie üben eine unglaubliche Anziehungskraft auf den Menschen aus, die eisigen Riesen aus längst vergangenen Zeiten. Sie bewegen sich langsam, kaum merklich im Rhythmus der Welt, kommen aber seit Jahrtausenden nicht zur Ruhe. Beharrlich und unaufhaltsam schieben sich die Gletscher durch die Gebirge dieser Welt und setzen dabei eine unvorstellbare Kraft frei.

Seinen Gletschern verdankt Zermatt nicht nur seine unvergleichliche Landschaft sondern auch seine Ganzjahresskigebiete, die jedes Jahr hunderttausende Wintersportler aus aller Welt anlocken. Auch im Sommer garantieren die 22 Gletscher rings um Zermatt Ski- und Snowboard-Spaß für Groß und Klein.

Rekordverdächtige Zermatter Gletscher

Besonders eindrucksvoll ist dabei der Gornergletscher, der drittlängste Gletscher der Alpen und damit der größte Gletscher in Zermatt. Mit seiner Länge von fast 13 Kilometern ist der Gornergletscher der zweitgrößte Eisstrom der Alpen. Seine Eisdicke wurde 2004 mit 430 Metern angegeben. Wie alle anderen Gletscher rings um Zermatt auch, hat aber auch der Gornergletscher inzwischen sehr an Masse verloren.


Blick auf die Welt der Zermatter Gletscher

Auf seinen Skigebieten tummeln sich das ganze Jahr über Wintersportler aus aller Herren Länder. Dabei ist er eigentlich eher ein Gletschersystem, denn ein einzelner, massiver Gletscher. Insgesamt sieben kalte Riesen bilden die mit 68 km² zweitgrößte zusammenhängende Eisfläche der Alpen.

Als Hauptarm wird dabei der Grenzgletscher betrachtet. An ihn grenzen der Zwillingsgletscher, der Schwärzegletscher, der Breithorn- und der Triftjigletscher sowie der Theodulgletscher und der Findelgletscher. Der Theodulgletscher ist dabei – mit dem Ganzjahresskigebiet Matterhorn glacier paradise – der Hauptanziehungspunkt für Wintersportler. Hier befindet sich, in den Tiefen des Eises, auch der höchstgelegene Gletscher-Palast der Welt: Fünfzehn Meter unter der Oberfläche des Theodulgletschers erstreckt sich im Matterhorn-Gletscher-Palast eine mystische Welt aus Eiskristallen.

Gletscherschwund unter Zermatter Gletschern

Die meisten Gletscher in der Umgebung von Zermatt sind allerdings wesentlich kleiner. So erstreckt sich beispielsweise der Adlergletscher auf gerade einmal 2,5 km² unterhalb des Adlerpasses und auch der Triftgletscher an der Südflanke des Zinalrothorns erreicht nur etwa diese Größe. Noch während der Kleinen Eiszeit, zwischen dem 15. und dem 19. Jahrhundert, reichte der Triftgletscher noch etwa einen Kilometer weiter talabwärts.

Er vereinte sich dort mit dem etwas südlicher gelegenen Gabelhorngletscher zu einem breiten Zungenlappen, der sich bis auf eine Höhe von 2.550m ü.M. hinab zog und oberhalb der Triftalp endete. Heute finden sich im Bereich der einstigen Grundmoräne zwei kleine Seen – weitere Beweise für den Rückgang der Zermatter Gletscher.


Die Zermatter Gletscher gehören zu den eindrucksvollsten Eisriesen der Alpen.

Noch vor etwa 20.000 Jahren waren die Alpen – bis auf wenige Ausnahmen – komplett vergletschert. Vor etwa 18.000 Jahren sorgte eine Wärmeperiode für ein massives Abschmelzen der Zermatter Gletscher. Um das Jahr 1850 erreichten die Gletscher der Alpen einen Höchststand. Sogar Häuser sollen die schnell wachsenden Riesen mit sich genommen haben. Seitdem jedoch gehen die Gletscher wieder kontinuierlich zurück. Besonders deutlich lässt sich diese Entwicklung anhand des Gornergletschers beobachten: Noch 2004 betrug die Eisdicke des Gletschers 430 Meter. Seitdem jedoch hat er mehrere Dutzend Meter eingebüßt.

In den letzten Jahrzehnten sind übrigens 68 von 73 Gletschern in den Alpen auf die Hälfte ihrer einstigen Größe geschrumpft.

Doch es gibt auch Möglichkeiten, die Gletscherschmelze im Sinne des Umweltschutzes zu nutzen: Eine besondere Bedeutung für Zermatt und die umliegende Region hat zum Beispiel der Zmuttgletscher, ein Talgletscher mit einer Fläche von etwa 17 km². Er besteht wiederum aus mehreren Gletschern: dem Tiefenmattengletscher, dem Schönbielgletscher und dem Stockjigletscher. Die Gletscherzunge liegt auf 2.240m ü.M. und entwässert sich zu großen Teilen in ein Absetzbecken, wo das Wasser von Schlick gereinigt wird und unterirdisch in den Lac de Dix abgeleitet wird. Dort dient es der umweltfreundlichen Stromerzeugung aus Wasserkraft.

Wo die Zermatter Gletscher zuhause sind.

Doch noch können sich Besucher in der Bergwelt rings um Zermatt an den vielen Gletschern erfreuen. Besuchen Sie zum Beispiel den Monte-Rosa-Gletscher, den Furggletscher, den Matterhorngletscher, den Hohwäng und den Arbengletscher sowie den Rothorngletscher und den Hohlichtgletscher.

All diese Zermatter Gletscher sind inzwischen im Rückzug begriffen, haben aber dennoch nichts von ihrer Faszination verloren.


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Zermatter Gletscher-BUCHTIPP:

Von den eisigen Riesen, den Gletschern, geht im Wallis, rund um Zermatt, seit jeher eine magische Anziehungskraft aus: Als letzte Zeugen der Eiszeit erinnern Sie uns daran, dass die Welt im steten Wandel begriffen ist und zeigen uns unseren Platz darin. Die Autoren Christoph Käsermann und Andreas Wipf stellen in diesem Wanderführer “Gletscher der Schweiz” 52 Bergwanderungen zu Gletschern im Wallis und in den Kantonen Bern und Waadt vor. Für alle, die an der Faszination Gletscher interessiert sind ein unbedingter Buchtipp.



Literaturtipps