Zermatter Kräutergarten
Natur ist die beste Medizin – das weiß man in den Walliser Alpen schon lange. Seit Jahrhunderten versteht es der Mensch, sich die Heilkräfte der verschiedensten Kräuter zunutze zu machen. Im Zermatter Kräutergarten können Sie alles Wissenswerte über die heilenden Kräfte der verschiedensten Schweizer Kräuter erfahren.
Von der Talstation der Zermatter Gondelbahn Matterhorn-Express aus ist es nur ein halbstündiger Spaziergang auf gut ausgebauten Wegen, vorbei an saftig grünen Wiesen und durch schattige Lärchenwälder, der Sie zum Weiler „Blatten“ bringt. Dort, in einer Höhe von 1.733 Metern, wartet der kreisförmig angelegte Kräutergarten mit sorgfältig gepflegten Beeten auf seine Besucher. Kleine Tafeln informieren über die 13 bedeutendsten Kräuter, die alle auch in den berühmten Ricola Kräuterbonbons Verwendung finden.
So bietet sich während eines kleinen Familienausfluges im Zermatter Kräutergarten die Möglichkeit, die Pflanzenwelt der Schweizer Berge etwas besser kennenzulernen. Alle gezeigten Kräuter sind hier heimisch und tragen maßgeblich zum heilsamen Gesamtbild der Schweizer Alpen bei.
Walliser Kräuter-EINKAUFSTIPPS
Schon seit Jahrhunderten wird Spitzwegerich zur Linderung von Erkältungserkrankungen angewandt. Dr. Förster Spitzwegerich Hustensaft greift das überlieferte Wissen auf und macht daraus ein pflanzliches, wohlschmeckendes Erkältungsmittel, das Hustenreiz lindert und schmerzende Schleimhäute beruhigt. Den Spitzwegerich Hustensaft Naturkraft können Sie hier bestellen.
Dieser Bio-Pfefferminztee wird aus ausgewählter, naturreiner Pfefferminze gewonnen. Ihr verdankt diese Tee-Mischung ihren erfrischenden Geschmack und die belebende Wirkung. Ob in der Erkältungszeit oder einfach so zwischendurch: Hier können Sie den Bio-Pfefferminztee bestellen.
Spitzwegerich (Plantago lanceolata)
Diese Pflanze, die bereits in der Antike als Heilmittel eingesetzt wurde, findet insbesondere bei Entzündungen des Hals- und Rachenraums Anwendung. Sie wirkt reizmildernd, hustenstillend und schleimlösend. Auch äußerlich kann der Spitzwegerich bei entzündlichen Veränderungen der Haut oder kleinen, offenen Wunden eingesetzt werden.
Eibisch (Althaea officinalis)
Schon allein der Name dieser Pflanze verkündet ihre heilenden Kräfte: Das griechische Wort „Altho“ bedeutet „Heilen“. Und genau dies tut der Eibisch bei Reizhusten, wenn er sich reizmildernd auf die Schleimhäute legt.
Pfefferminze (Mentha piperita)
Die Pfefferminze dürfte jedem aus dem Alltag hinlänglich vertraut sein: In Tees entfaltet sie ihre beruhigende Wirkung und in Bonbons und Kaugummis findet sie wegen ihres guten Geschmacks und der erfrischenden Note Verwendung. Auf Grund ihrer kühlenden und desinfizierenden Wirkung wird sie außerdem bei Erkältungen, Schnupfen und Heiserkeit, aber auch bei Krämpfen im Magen-Darm-Bereich angewendet.
Thymian (Thymus vulgaris)
Der Begriff Thymian leitet sich von dem griechischen Wort „Thymos“ ab, was so viel bedeutet, wie „Mut“ oder „Lebenskraft“. Damit bezogen sich die Griechen auf die kraftvolle Wirkung dieser Heilpflanze. Wegen seiner Vielseitigkeit wurde der Thymian bereits in der Antike hoch geschätzt und noch heute findet er vor allem bei Erkrankungen der Atemwege Anwendung. So wirkt er einerseits Husten lösend, lindert aber zugleich krampfartige Hustenanfälle. Außerdem wird dem Thymian eine desinfizierende Wirkung zugesprochen.
Salbei (Salvia officinalis)
Auch der Wortstamm dieser Pflanze bedeutet „heilen“ (lat.: salvare) und so lässt auch diese Namensgebung eine außerordentlich starke Heilkraft vermuten. Salbei wirkt entzündungs- und schweißhemmend und antibakteriell. Deshalb wird er auch häufig zum Gurgeln bei Entzündungen von Mund- und Rachenhöhle eingesetzt.
Holunder (Sambucus nigra)
Ausgrabungen zeigen, dass die Heilkraft des Holunders bereits in der Steinzeit bekannt war. Er galt als Volksheilmittel und sollte vor bösen Geistern beschützen. Fakt aber ist, dass er, prophylaktisch angewendet, die Abwehrkräfte des Körpers stärkt und bei fiebrigen Erkältungskrankheiten schweißtreibend wirkt.
Schlüsselblume (Primula veris)
Extrakte der Schlüsselblume finden vor allem bei Erkältungen Anwendung. Die Wirkstoffe ihrer Blüten wirken sich schleimlösend auf die Bronchialschleimhaut aus und erleichtern damit das Abhusten.
Schafgarbe (Achillea millefolium)
Die Schafgarbe ist eine der ältesten bekannten Heilpflanzen. Ihre entzündungshemmende und krampflösende Wirkung wird schon seit Jahrtausenden genutzt. Außerdem wird ihr eine wundheilende Wirkung zugesprochen.
Bibernelle (Pimpinella saxifraga)
In Zeiten der Pest hat sich die Bibernelle als Heilpflanze bewährt gemacht: Da sie anregend auf die Schleimabsonderung der Bronchien wirkt, unterstützt sie den Abtransport von Bakterien und Keimen aus den Atemwegen. Diese reinigende Wirkung führte zu dem viel zitierten Satz: “Esset Knoblauch und Bibernell, so sterbet ihr nicht so schnell.”
Walliser Kräuter-EINKAUFSTIPPS
Seit jeher gilt Holunder als wirksames Heilmittel gegen Erkältung, Nieren- und Blasenleiden und wird zur Stärkung von Herz und Kreislauf eingesetzt. Additiva Heißer Holunder macht sich diese tradierte Wirkungsweise zu Nutze und verbindet Holunderbeeren-Saftpulver mit einem Extra an Vitamin C. Bestellen Sie das Saftpulver hier.
In den Alpen weiß man schon lange, dass sich Schafgarbe hervorragend dazu eignet, Verdauungsstörungen und Koliken zu heilen. Ähnlich wie Kamille wird sie bei krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt und hat sich über Jahrhunderte bewehrt. Bestellen Sie den SIDROGA Schafgarbe Tee hier direkt bei uns.
Malve (Malva sylvestris)
Schon vor 5.000 Jahren wussten die Chinesen um die Heilkraft dieser Pflanzen und machten sie sich in Form von Tees zu Nutze. Von den Römern wurde sie Omnimorbium, „Mittel gegen alle Krankheiten“, genannt. Bei Erkältungskrankheiten und Katarrhen der oberen Luftwege entfaltet sie eine entzündungswidrige und beruhigende Wirkung. Auch bei Magen-Darm-Beschwerden kann sie mildernd eingesetzt werden.
h3. Ehrenpreis (Veronica officinalis)
Auch der Ehrenpreis ist ein Allerwelts-Heilmittel. Bereits im Mittelalter wurde er im Volk als hustenlösendes und harntreibendes Medikament eingenommen.
Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)
Das Frauenmantelkraut ist nicht nur ein bewährtes Mittel gegen Frauenkrankheiten, sondern wirkt auch blutstillend und stopfend. Unter Alchemisten waren insbesondere die „magischen Goldperlen“ begehrt, die glitzernden Tautropfen, die sich bei hoher Luftfeuchtigkeit an den Blättern der Pflanze absetzten. In den mittelalterlichen Hexenküchen wurden sie Teil so manches ehrgeizigen Experiments.
Andorn (Marrubium vulgare)
Der Andorn ist eine sehr vielseitige Heilpflanze, wie bereits Paracelsus und Kneipp wussten. Er findet nicht nur Einsatz bei Milz-, Leber- und Lungenleiden, Asthma und Bronchitis sondern auch bei Erkrankungen des Magen-Darm-Kanals. Hierbei wirkt er Appetit anregend, stimulierend, kräftigend und fördert die Gallenabsonderung.
Am Ende Ihres Rundganges durch den Ricola Kräutergarten in Zermatt können Sie Ihr neu erworbenes Wissen in einem Quiz unter Beweis stellen.
Mehr über die heimische Zermatter Pflanzenwelt haben wir für Sie hier im Zermattportal auf der Seite Flora Zermatt zusammengestellt.
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Alles Wissenswerte rund um Zermatt von A bis Z finden Sie in unserem großen Zermattlexikon.




