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Wandern mit Kindern

Der Urlaub ist die schönste Zeit des Jahres: Endlich Zeit für die Familie, für gemeinsame Aktivitäten, für Erkundungstouren und aufregende Abenteuer. Von diesen wertvollen Tagen profitieren Kinder und Eltern gleichermaßen noch lange. Der Urlaub ist auch die Zeit, in der Kinder die Welt entdecken, in der sie in der freien Natur herumtoben können, statt, wie zuhause, den ganzen Tag in der Wohnung zu sein. Bewegung an der frischen Bergluft macht nämlich nicht nur wahnsinnig viel Spaß, sie ist auch noch gesund. Grund genug zum Wandern mit Kindern im Wallis.

In der Schweiz weiß man schon lange um die gesundheitsfördernde Wirkung der Berge, der reinen Luft und eines ausführlichen Spazierganges. Viele Berghütten haben sich deshalb auf wandernde Familien eingestellt und tragen so ihren Teil zu einer aktiven Urlaubsgestaltung bei. Vier wunderschöne, familienfreundliche Bergtouren durch das Wallis, verbunden mit Übernachtungen auf gemütlichen Hütten, sollen hier kurz vorgestellt werden. Zunächst jedoch einige grundlegende Informationen zum Wandern mit Kindern:


Perfekt im Wallis: Wandern mit Kindern

Zum Wandern mit Kindern motivieren

Geben Sie Ihren Kindern einen Anreiz zum Wandern, motivieren Sie sie mit der Aussicht auf spannende Sehenswürdigkeiten und außergewöhnliche Erlebnisse.

Hierfür informieren Sie sich am besten vorab über die geplante Route und interessante Etappenziele. Beziehen Sie die Kinder außerdem bei der Routenplanung mit ein. Gerade die etwas älteren Kinder freuen sich, wenn ihre eigenen Wünsche und Ideen berücksichtig werden. So fühlen sie sich ernst genommen und freuen sich gleich doppelt auf die Wanderungen. Kleine Spiele („Ich sehe was, was du nicht siehst“, „Ich packe meinen Koffer ein“, Alpenmemory, Märchenerzählen) vertreiben beim Wandern mit Kindern unterwegs die Langeweile.

Beim Wandern mit Kindern Kräfte richtig einschätzen

Achten Sie aber bei der Planung darauf, weder Ihre Kinder, noch sich selbst konditionell zu überfordern. Insbesondere dann, wenn im normalen Alltag kaum Sport getrieben wird, fehlt den Kindern die Fitness für längere Wanderungen. Planen Sie beim Wandern mit Kindern deshalb stündlich Pausen ein und überschreiten Sie bei Kindergartenkindern auf keinen Fall die Wanderzeit von drei bis vier Stunden. Schulkinder können, bei ausreichender Motivation und Ruhezeit, bereits ganze Tagestouren mitlaufen. Für die Wegzeit mit Kindern berechnen Sie in etwa das 1,5-fache der Wegzeit eines Erwachsenen.

Die Bergwanderskala zum Wandern mit Kindern (T1 – T6)

Um den Schwierigkeitsgrad eines Wanderweges einschätzen zu können, finden Sie in den Walliser Alpen überall die sogenannte neue Bergwanderskala. Sie reicht von T1 bis T6. T1 steht dabei für sehr gut ausgebaute Wanderwege, die zumeist gelb markiert sind, und die auch problemlos von Kindern jeden Alters begangen werden können. Wege mit der Kennzeichnung T2 (weiß-rot-weiß markiert) sind immer noch durchgehend ausgebaut und beinhalten ausgeglichene Steigungen. Im Gegensatz zu den T1- Wegen erfordern sie von den Kindern bereits Trittsicherheit und sollten nicht ohne festes Schuhwerk begangen werden. Kinder sollten auf diesen Wegen deshalb nur unter aufmerksamer Obhut der Eltern wandern.

T3-Wege (ebenfalls weiß-rot-weiß markiert) setzen eine intensive Kontrolle durch die Erwachsenen und ein hohes Verantwortungsbewusstsein der Kinder voraus. Gute Trittsicherheit und Trekkingschuhe sind Pflicht. Vereinzelt sind die Wege ausgesetzt und Stellen mit Seilen oder Ketten gesichert. Wege mit den Markierungen T4-T6 sind für Familien mit Kindern zum Wandern nicht geeignet.


Ich packe meinen Rucksack ein: Ausrüstung zum Wandern mit Kindern

Wenn Sie mit Kindern wandern gehen wollen, gilt – wie für jede andere Bergtour auch – dass gewisse Dinge im Rucksack nicht fehlen dürfen. Wichtig ist dabei aber, dass Sie weder sich selbst, noch Ihre Kinder mit Gepäck überlasten. Im Idealfall tragen die Kinder selbst keinen Rucksack, da er sie in ihrer Bewegungsfreiheit einengt. Der Rucksack der Eltern muss dementsprechend groß genug sein, um auch das Gepäck der Kinder zu fassen.

Folgende Dinge sollten Sie beim Wandern mit Kindern auf jeden Fall immer dabei haben:

  • Regen-, Sonnen- und Kälteschutz
  • Festes Schuhwerk bzw. Trekking-Schuhe
  • Touren- und Notproviant (frisches Obst, Getreide- und Früchteriegel, Kekse)
  • Genügend Getränke (mindestens 2-3 Liter pro Person: Wasser, verdünnte Fruchtsäfte, Tee)
  • Abfallbeutel (Grundsatz: Lass nichts zurück als deine Fußspuren, nimm nichts mit als deine Eindrücke)
  • Taschenmesser, Notapotheke, Taschenlampe
  • Ersatzwäsche
  • Spielzeug, Kuscheltiere
  • Wanderkarte

Weitere Checklisten und Hinweise zum Wandern mit Kindern können Sie auch in dem Buch Bergwandern – Basiswissen für draußen nachlesen.


Schnüren Sie die Wanderschuhe: Routen zum Wandern mit Kindern

1. T2 – T3: Von Schwarzsee zur Schönbielhütte (Dauer ca. 3,5 Stunden)

Nehmen Sie von Zermatt aus die Luftseilbahn nach Schwarzsee und gehen Sie von dort an den Weilern vorbei zum Vorfeld des Zmuttgletschers . An der Seitenmoräne des Gletschers entlang und vorbei an einem Bach gelangen Sie zur idyllisch auf einem Plateau gelegenen Schönbielhütte . Murmeltiere, Gämsen und Steinböcke können in unmittelbarer Nähe beobachtet werden und ein Klettergarten lädt zum Toben ein. Abends versüßen Gesellschaftsspiele in der Hütte die Zeit bis zum Schlafengehen. Der Rückweg am nächsten Tag erfolgt über Hohle Bielen, Chalbermatten und Zmutt nach Zermatt.

2. T2: Von Saas Almagell zur Almagellerhütte (Dauer ca. 3,5 Stunden)

Von Saas Almagell aus durchqueren Sie einen märchenhaften Lärchenwald und folgen dann dem Furggbach. Von der Almagelleralp gelangen Sie zur Almagellerhütte. Halten Sie Ausschau nach Steinwild, Adlern und anderen Bergbewohnern. Hier stehen die Chancen, sie zu sehen, besonders gut. Der Abstieg erfolgt am nächsten Tag über die Almagelleralp, den Grundberg und Chrizbode (T2-T3).


3. T2: Von der Postautostation Le Chargeur zur Cabane de Dix(Dauer ca. 3,5 Stunden)

Auf dieser Wanderroute begegnen Sie dem wohl eindrucksvollsten Bauwerk der Alpen: der 285 Meter hohen Staumauer Grande Dixence. Nach Le Chargeur gelangen Sie von Sion aus mit dem Bus in Richtung Dixence. Von dort aus nehmen Sie die Seilbahn zum Lac des Dix und folgen dann dem See zum Pas du Chat. Hier steigt der Pfad an und überquert wild schäumende Bäche. Dort, auf der Felskanzel, befindet sich die Berghütte Cabane de Dix (2.928m). Sie überblickt das weite Plateau zwischen Tête Noire und La Luette und vermittelt Besuchern das Gefühl, tief im Herzen des Hochgebirges zu sein. Der Rückweg am nächsten Tag erfolgt über die gleiche Route.

4. T2: Von Oberems zur Turtmannhütte (ca. 4 Stunden)

Sie wandern von Oberems über Gruben und Vorder Sänntum hinauf zum Wiesenplateau der Turtmannhütte. Zur Abkürzung können Sie den Bus von Oberems nach Gruben nehmen. Von hier aus dauert die Wanderung nur ca. 2,5 Stunden. An der Turtmannhütte, auf 2.500 Metern über dem Meeresspiegel, erwartet Sie und Ihre Kinder ein wahres Wunderland aus Gletschern und Felszacken. Über 100 Kletterrouten – auch für Kinder – und einfache Gletscherwanderungen machen den Aufenthalt zum Erlebnis. Am nächsten Tag wandern Sie über den Höhenweg, Brändji Oberstafel und Grüobu Mittelstafel nach Gruben (und Oberems) zurück.

Alle hier genannten Hütten sind explizit auf Familien mit Kindern eingestellt, d.h. der Hüttenwart versucht beispielsweise, Familien mit Kindern möglichst in kleineren Zimmern mit etwas mehr Privatsphäre unterzubringen. Reservieren Sie Ihren Schlafplatz vorab telefonisch und informieren Sie den Wart, dass Sie mit Kindern unterwegs sind.


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“Stilles Land, von dem die Propheten schweigen, Land, das seinen Wein bereitet; wo Hügel noch die Schöpfung fühlen und das Ende nicht fürchten!”

Rainer Maria Rilke (1875-1926)
über das Wallis



Literaturtipps