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Walliser Gletscher

In den Walliser Alpen finden sich nicht nur einige der höchsten Berge der Alpen, sondern auch eine ganz erstaunliche Anzahl an Gletschern. Es ist die Alpengruppe mit der größten Vergletscherung. Insgesamt 33 der 50 im Kanton Wallis gelegenen Gletscher gehören dazu. Sie unterscheiden sich sehr stark in ihrer Größer und Ausdehnung.

So ist der Adlergletscher, mit einer Fläche von gerade mal 2,5 qkm, einer der kleinsten Gletscher des Wallis. Er entspringt auf einer Höhe von 3.800 m ü.M. am Adlerpass und schlängelt sich dann zwischen den beiden eindrucksvollen Viertausendern, Rimpfischhorn und Strahlhorn, etwa einen Kilometer in Richtung Tal. Dabei trifft er auf den größten Walliser Gletscher, den Allalingletscher. Bis in die 70er Jahre hinein umfasste dieser eine Fläche von 9,87 qkm. In Folge der Klimaveränderung und der damit verbundenen Gletscherschmelze zog sich die Gletscherzunge in den letzten 30 Jahren aber um 500 Meter zurück.

Der Arollagletscher umfasst gleich mehrere Walliser Gletscher: den Glacier du Mont Collon (Mont-Collon-Gletscher) und den Haut Glacier d’Arolla. Sie bildeten bis zur Kleinen Eiszeit (Mitte des 19. Jahrhunderts) noch eine zusammenhängende Fläche, die bis an den Rand des heutigen Ferienorts Arolla heranreichte. Doch auch diese Gletscherzunge ist im Rückzug begriffen. Insgesamt 12 qkm Fläche umfasst das Gletschersystem im Val d’Arolla heute nur noch.


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Riese unter den Walliser Gletschern: Der mächtige Gornergletscher

Im Westen, auf einer Höhe von 3.050 Metern, trifft der Arollagletscher auf den Otemmagletscher. Dieser an der Flanke des Pigne d’Arolla gelegene Walliser Gletscher erreicht mit all seinen Nebengletschern auch heute noch die beachtliche Größe von 16 qkm.

Auch der Theodulgletscher, südlich von Zermatt, ist heute eigentlich zwei Gletscher. Auf Höhe des Theodulhorns (3.469m ü.M.) teilt er sich in den Unteren und den Oberen Theodulgletscher auf. Beiden gehören zum System des Gornergletschers, der zweitgrößten zusammenhängenden Gletscherfläche der Alpen.

Zum Gornersystem gehören außerdem der Grenzgletscher auf der Signalkuppe (4.554 m ü.M.) und die Seitengletscher Zwillings-, Schwärze-, Breithorn- und Triftjigletscher. Im Norden ist das System außerdem mit dem Findelgletscher verbunden. So bringt es der Gornergletscher auf eine Gesamtfläche von 68 qkm.


Der letzte Rückzugsort der Walliser Gletscher

Folgende Gletscher liegen ebenfalls in den Walliser Alpen: Bisgletscher (3,5 qkm), Brenaygletscher (9 qkm), Brunegggletscher (6,5 qkm), Cheilongletscher (4,5 qkm), Corbassièregletscher (17,4 qkm), Feegletscher (17 qkm), Ferpècle-Gletscher (9,5 qkm), Giétrozgletscher (6 qkm), Hohbalmgletscher ( 2 qkm), Hohberggletscher (3,5 qkm), Hohlaubgletscher (2,3 qkm), Hohlichtgletscher (6 qkm), Mellichgletscher (5 qkm), Moirygletscher (5 qkm), Mominggletscher (6 qkm), Mont-Durand-Gletscher (7,5 qkm), Mont-Miné-Gletscher, Riedgletscher (8 qkm), Schwarzberggletscher (6 qkm), Triftgletscher (2,5 qkm) sowie der Tsijiore-Nouve-Gletscher (3 qkm), der Turtmanngletscher (7,5 qkm), der Valsoreygletscher (2,5 qkm), der Zinalgletscher (15 qkm) und der Zmuttgletscher (17 qkm).

All diese Walliser Gletscher hatten in den vergangenen Jahren einen massiven Rückgang zu verzeichnen. Einige von ihnen sind inzwischen sogar ganz verschwunden, darunter der Bodengletscher, der nach einem Hochstand im Jahre 1855 Mitte der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts komplett verschwand. Insgesamt schrumpften die Alpengletscher in den vergangenen 150 Jahren um ein Drittel ihrer Größe. Zurückzuführen ist dies auf den beschleunigten Temperaturanstieg seit 1970, der sogenannten globalen Erwärmung als Folge des verstärkten Treibhauseffektes. Auf ihrem Rückzug hinterlassen die Gletscher eiszeitliche Spuren, wie überdimensionale Findlinge die, im Eis eingeschlossen, lange Reisen zurückgelegt haben.

An vielen Orten der Walliser Alpen lässt sich das Wunder der Eislandschaften aber heute noch erleben. So zum Beispiel im Matterhorn Glacier Paradise, dem höchstgelegenen Gletscherpalast der Welt. Ein Eistunnel führt in den Palast, der 15 Meter unterhalb der Gletscheroberfläche liegt und faszinierende Einblicke bietet. Diskrete Beleuchtung, sphärische Klänge und traumhafte Eisskulpturen machen den Besuch zu einem Erlebnis.

Auch Spaziergänge und abenteuerliche Skiabfahrten über die Walliser Gletscher locken Naturfreunde in die Ferienorte, wie Zermatt und Saas-Fee, die als Ausgangspunkte für Ausflüge auf die Gletscher dienen können. So fährt zum Beispiel die Bergbahn „Metro Alpin“, die als die “höchstgelegene U-Bahn der Welt” bezeichnet wird, von Saas-Fee aus direkt an den Rand des Feegletschers in 2.980 Metern Höhe.


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Walliser Gletscher BUCHTIPP:

Die Gletscher im Wallis sind Zeugen der Jahrtausende, eisige Riesen im ständigen Wandel begriffen. Nun drohen die Gletscher zu schmelzen und für immer verloren zu gehen. Jürg Alean ist mit “Gletscher der Alpen” eine ergreifende Bestandsaufnahme gelungen. Sie können das Buch hier direkt bestellen.



Literaturtipps