Die Walliser Alpen
Im Süden der Schweiz gelegen, sind die Walliser Alpen die mit Abstand mächtigste und beeindruckendeste Gebirgsgruppe der Alpen. Sie gehören zur Untergruppe der Westalpen und erstrecken sich über einen großen Teil des Schweizer Kanton Wallis und die Regionen Piemont und Aostatal in Italien. Auf dem Gebiet der Walliser Alpen liegen sieben geschützte Landschaften, die nach dem Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG) der Schweiz zu den Landschaften von nationaler Bedeutung zählen.
Kanton der Rekorde
Das Matterhorn ist zwar die markanteste Formation des Gebirges, mit 4.477m aber bei Weitem nicht die Höchste. Insgesamt 43 Viertausender liegen in den Walliser Alpen. Das entspricht etwa der Hälfte aller Viertausender in den Alpen. So viele Gipfel über 4.000 Meter gibt es in keiner anderen Alpengruppe.
Die höchste Erhebung ist, mit 4.634 Metern, die Dufourspitze im Gebirgsmassiv Monte Rosa. Zu dieser Gruppe gehören auch die drei nächsthöheren Berge, das Nordend (4.609m), die Zumsteinspitze (4.563m) und die Signalkuppe (4.554m). Es folgt der Dom mit 4.545m, der höchste Berg, der komplett in der Schweiz liegt. Mit 4.527m folgt nun der Ostgipfel des Lyskamms. Der Westgipfel am anderen Ende des Kamms bringt es auf 4.479m. Höhenmäßig befinden sich zwischen ihnen das Weisshorn (4.505m) und das Täschhorn (4.491m).
Das Weisshorn gehört, wegen seiner prägnanten Form (eine ebenmäßige Pyramide) zu den berühmtesten Gipfeln der Walliser Alpen, wenn auch bei Weitem nicht so berühmt, wie das bereits erwähnte Matterhorn, das nun in der Chronologie der höchsten Gipfel folgt. Ein Nebengipfel des höchsten Berges, der Dufourspitze, die Parrotspitze bringt es immer noch auf 4.432m und liegt damit auf Platz 15 der höchsten Berge der Walliser Alpen, gefolgt vom Dent Blanche, einem weitgehend eisfreien Gipfel mit einer Höhe von 4.357m.
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Viertausender so weit das Auge reicht
Folgende Gipfel bringen es ebenfalls auf über 4.000 Meter: die Ludwigshöhe (4.341m), das Nadelhorn (4.327m), das Schwarzhorn (4.322m), der Combin de Grafenaire (4.314), die Lenzspitze (4.294m), das Stecknadelhorn (4.241m), der Castor (4.228m), das Zinalrothorn (4.221m), das Hohberghorn (4.219m), die Vincent-Pyramide (4.215m), der Alphubel (4.206m), das Rimpfischhorn (4.199m), das Strahlhorn (4.190m), der Combin de Valsorey (4.184m), der Dent d'Hérens (4.171m), das Balmenhorn (4.167m), der Breithorn Westgipfel (4.164m) und der Breithorn Mittelgipfel (4.159m), das Bishorn (4.153m), der Combin de la Tsessette (4.141m), der Breithorn Ostgipfel (4.139m) sowie der Breithorn-Zwillinge Ostgipfel (4.106m), der Pollux (4.092m), das Breithorn Roccia Nera (4.075m), das Ober Gabelhorn (4.063m), die Punta Giordani (4.046m), das Dürrenhorn (4.035m), das Allalinhorn (4.027m), der Weissmies (4.023m) und das Lagginhorn (4.010m).
Die Riesen von Arolla
Weitere Gipfel, unter 4.000 Metern, liegen rings um Arolla. Dazu gehören der Mont Blanc de Cheilon mit 3.869m, der Mont Fort mit 3.328m und der Petit Mont Collon mit 3.555m. Auch die Gipfel der Combingruppe sind stattlich: Mont Vélan (3.731m), Petit Combin (3.672m) und Tournelon Blanc (3.707m). Weitere Dreitausender gehören zur Dent-Blanche-Gruppe (Grand Cornier mit 3.961m), zur Matterhorngruppe (Furgghorn mit 3.451m, Neue Weisstorspitze mit 3.639m und Klein Matterhorn mit 3.883m) und zur Mischabelgruppe (Seetalhorn mit 3.037m).
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Abschließend sollen auch die Weisshorngruppe (Bella Tola mit 3.025m, Blanc de Moming mit 3.663m, Mettelhorn mit 3.406m, Brunegghorn mit 3.838m, Barrhorn mit 3.610m) und die Weissmiesgruppe (Fletschhorn mit 3.993m), Jegihorn mit 3.206m, Pizzo d'Andolla 3.653m, Stellihorn mit 3.436m) erwähnt werden.
Sehenswert sind auch die vielen Gletscher der Walliser Alpen, wie zum Beispiel der Rhonegletscher. Während der Eiszeiten besaß er die größte Eismasse aller alpinen Gletscher. Heute beträgt seine Fläche nur noch 17qkm, auch wenn er immer noch gewaltig wirkt. Weitere Gletscher der Region sind der Allalingletscher, der Gornergletscher, der Griesgletscher und der Arollagletscher.
Die Walliser Alpen in der modernen Literatur
Charles Ferdinand Ramuz, einer der bedeutendsten Schweizer Schriftsteller (und als solcher auf der 200-Franken-Note abgebildet), hat den sehr empfehlenswerten Roman “Die große Angst in den Bergen” geschrieben. Die Basler Zeitung schrieb zu Ramuz Meisterwerk über das Schicksal der Einwohner eines Walliser Dorfes: “Stilistisch moderner ist kein Gegenwartsroman! Unbedingt lesen!” Mehr dazu: hier. Auf Literaturtipps.de finden Sie auch weitere Romane aus den Alpen .
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