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Oberwallis

Als Oberwallis bezeichnet man den Teil des Wallis, der sich von Siders aus in Richtung Osten bis hin zur italienischen Grenze erstreckt. Sowohl das Mattertal mit Zermatt als auch das Saastal mit Saas-Fee und den Orten Visp, Brig, Grächen und Stalden gehören zum Oberwallis. Die Grenze zwischen dem Oberwallis und dem Unterwallis ist vor allem eine Sprachengrenze. Während man im Oberwallis, also östlich von Siders, Deutsch, bzw. das Walliserdeutsch, einen alten höchstalemannischen Dialekt, spricht, wird im Unterwallis Französisch bzw. eine alte frankoprovenzialische Mundart gesprochen. Geographisch gesehen verläuft die Grenze, die das Oberwallis vom Unterwallis trennt, nördlich der Rhone entlang des kleinen Baches Raspille zwischen Siders und Salgesch.

Die Besiedlung des Oberwallis

Die Ersten, die das Oberwallis nachweislich besiedelten, waren die Kelten. Im Oberwallis hatten sich vor allem die Stämme der Tylangier und der Daliterner bzw. der Uberern niedergelassen. Im 1. Jahrhundert dann nahmen die Römer das gesamte Wallis ein, die im Oberwallis zum Beispiel ein Heilbad in Leukerbad errichteten und dort die Heilkräfte der heißen Quellen nutzten. Um 454 n. Chr. endete dann die Herrschaft der Römer im Oberwallis und das gesamte heutige Wallis wurde in das burgundische Königreich eingegliedert, das später wiederum im fränkischen Königreich aufging. Im 7. Jahrhundert dann setzte die Christianisierung des Oberwallis ein. Die erste Kirche wurde in Glis bei Brig errichtet.

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Das Rhonetal bei Siders markiert die Grenze zum Oberwallis.

Der für das Oberwallis so typische höchstalemannische Dialekt des Walliserdeutschen kam dann um ca. 800 n.Chr. mit den Alemannen aus dem Berner Oberland in den Südosten des Kantons. Die sogenannte Alemannisierung ging hier sehr schnell vonstatten und innerhalb kürzester Zeit konnten die bislang menschenleeren Bergtäler im Oberwallis besiedelt werden. Die Alpenpässe wurden gesichert und das Land urbar gemacht. Schon um 1200 war das Oberwallis dicht bevölkert und mit den Walserzügen wurden dann auch endlich die letzten freien Alpenregionen besiedelt. Den Walsern verdankt das Oberwallis zum Beispiel die charakteristischen Chalets und Spycher, deren Bauweise bis heute beibehalten wurde. Im 14. Jahrhundert entstanden dann außerdem die Bezirke, die sogenannten Zenden, die in groben Zügen bis heute erhalten wurden.

Urlaubsdestination Oberwallis

Das Oberwallis zählt zu den beliebtesten Urlaubsregionen der Schweiz und verspricht eine Vielfalt, die ganze Urlaubswochen problemlos füllen kann. Zahlreiche weltbekannte Naturdenkmäler stehen auf der Liste der Sehenswürdigkeiten im Oberwallis, darunter der Große Aletschgletscher im UNESCO Naturwelterbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn und das atemberaubende Matterhorn bei Zermatt. Die Gegend hier ist eine Landschaft der Superlative: Nirgendwo sonst in den Alpen finden sich so viele Viertausender wie in den Alpen des Oberwallis. Darunter sind auch die Dufourspitze und der Dom, die zwei höchsten Gipfel der Schweiz. Doch neben diesen Königen unter den Schweizer Alpengipfeln gibt es auch noch zahlreiche andere Viertausender, die Aktivurlauber zu Höchstleistungen antreiben: allein 38 davon finden sich in unmittelbarer Nähe von Zermatt und 18 im Saastal.

Um diesen besonderen Bergen gerecht zu werden, schwang man sich im Oberwallis aber auch zu ingenieurstechnischen Meisterleistungen auf, die heute bei Besuchern aus aller Welt beliebt sind. Dazu zählen zum Beispiel die Pendelbahn auf das Klein Matterhorn, die mit 3.820m ü.M. höchstgelegene Seilbahn Europas, die Metro Alpin oberhalb Saas-Fee, die höchstgelegene Standseilbahn der Welt mit einer Bergstation auf 3'600 m ü. M, der Simplon-Tunnel, der zweitlängste Eisenbahntunnel Kontinentaleuropas, und die beeindruckende Eisenbahnstrecke des Glacier Express von St. Moritz nach Zermatt, die zahllose Tunnel durchquert und über beeindruckende Viadukte fährt. Besucher bestaunen im Oberwallis außerdem den größten Stausee der Schweiz, den Lac de Dix, die beeindruckende Staumauer der Grande Dixence und die sensationellen natürlichen Erdpyramiden von Euseigne. Und das sind nur einige der Highlights, die Sie in einem Urlaub im Oberwallis erleben können.


Kultur- und Aktivurlaub im Oberwallis

Hinzu kommen aufregende, uralte Städte, Burgen und Weinanbaugebiete, die ebenfalls zum Erkunden einladen. Besuchen Sie das historische Brig, dessen Stadtkern Zeuge der 800-jährigen Geschichte der Stadt ist und das nahegelegene Stockalperschloss, den größten Barockbau der Schweiz. In Visp erwarten Sie dann viele schöne und gut erhaltene Kirchen, Kapellen und Museen. Aktivurlauber finden außerdem überall im Oberwallis ausreichend Gelegenheit zum Wandern, Klettern, Bergsteigen, Biken und Golfen.

Inspiration bieten zum Beispiel die Bücher Entdeckertouren Oberwallis und Wanderführer Oberwallis. Und wer einfach nur mal ausspannen, Ruhe und Kraft tanken möchte, ist im Oberwallis ebenfalls richtig. In den kleinen Gemeinden im Saastal können Sie dem Alltag für eine Weile wunderbar entfliehen. Genießen Sie also das traditionsreiche Oberwallis in all seinen Facetten!


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Literaturtipps