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Zinalrothorn

Das Zinalrothorn (4.221 m ü.M.) ist einer der Viertausender von Zermatt, der durch seine charakteristische pfeilartige Felsspitze aus der Masse der Gipfel herausragt. Während alle anderen Gipfel über 4.000 Meter Höhe mindestens teilweise vergletschert sind, handelt es sich beim Zinalrothorn um einen reinen Felsgipfel, auf den drei prächtige Grate führen, die Bergsteiger aus Zermatt und Umgebung immer wieder zu Höchstleistungen anspornen. Das Zinalrothorn ist auf der SAC Berg- und Hochtourenskala mit ZS bzw. III (also „ziemlich schwierig“) eingetragen, wobei alle drei Grate herrliche Anstiege bieten, die trainierte und gut ausgestattete Bergsteiger fordern, ohne sie zu überfordern.

Die Ersten, die den Gipfel des Zinalrothorns erreichten, waren Leslie Stephen und Florence Crauford Grove unter der Führung der Bergsteiger Melchior und Jakob Anderegg aus Zinal. Leslie Stephen gilt in Zermatt als wahre Bergsteigerlegende und bezwang im Goldenen Zeitalter des Alpinismus viele anspruchsvolle Gipfel in den Walliser Alpen, so zum Beispiel das Bietschhorn und das Schreckhorn, aber auch den verhältnismäßig leichten Alphubel. Die Erstbesteigung des Zinalrothorns erfolgte am 22. August 1864 über den Nordgrat. Er wird bis heute als Normalweg gehandelt und vom Schwierigkeitsgrad her als ZS bzw. III eingestuft. Ausgangspunkt der Route über den Nordgrat auf das Zinalrothorn ist die Rothornhütte in 3.198 Metern Höhe, die unter anderem für ihre gute Küche bekannt ist. Der Aufstieg über den Nordgrat auf das Zinalrothorn bedeutet für Bergsteiger klassische Gratkletterei in bestem Gneis.


Das Zinalrothorn im Licht der untergehenden Sonne

Die Besteigung des Zinalrothorns

Der zweite Normalweg führt über den etwas weniger anspruchsvollen Südostgrat, der aber die gleiche Klassifizierung auf der SAC Berg- und Hochtourenskala hat. Die Klettertouren sind hier jedoch nur an wenigen Stellen mit III einzuschätzen. Häufiger liegt der Schwierigkeitsgrad eher bei II und I. Ausgangspunkt ist die Mountethütte in 2.886 Metern Höhe.

Der dritte Grat, der zu der ganz besonderen Felsspitze aufsteigt, ist der Südwestgrat, der auch als Rothorngrat bekannt ist. Er gilt als sehr anspruchsvoll (Klettereien bis IV), aber eben auch als sehr schön. Viele Bergsteiger, die das Zinalrothorn auf dem Südwestgrat bestiegen haben, sind sich einig, dass es in der Umgebung von Zermatt keinen schöneren Felsanstieg und keine anregendere Gneiskletterei gibt. Diese Tour kann sowohl in der Rothorn- als auch in der Mountethütte (Cabane du Mountet) begonnen werden (2-3 Stunden zum Einstieg, 2 1/2 – 3 Stunden ab Einstieg). Der eigentliche Einstieg erfolgt am Ober-Rothornjoch in 3835 Metern Höhe.

Der Aufstieg über den Nordgrat führt von der Rothornhütte zunächst unterhalb des Eseltschuggen (3.360 m ü.M.) zum Firnfeld und von dort zum sogenannten Wasserloch, einem 20 Meter hohen Kamin mit Kletter-Schwierigkeitsgrat II. Der Kamin stellt eines der Highlights auf der Tour zum Zinalrothorn dar. Weiter geht es dann über ein Schneefeld in Richtung Nordwesten und zum Südostgrat, der zum Felsgrat führt. Über den Grat erreichen Sie die Südflanke und das Couloir, an dem extreme Steinschlaggefahr besteht. Links vom Couloir kommt dann eine Kletterstelle mit dem Schwierigkeitsgrad II bis III auf die Rippe in Richtung Gabel. Von der Gabel aus geht es über die Biner-Platte, die Kanzel und schließlich auf den Gipfel des Zinalrothorns. Ähnlich anspruchsvoll gestaltet sich dann auch der Abstieg. Vor allem das Abseilen an der Biner-Platte und an der Gabel ist eine Herausforderung. Zusätzlich zu den 6 Stunden Aufstieg sollten Sie also etwa 5 Stunden für den Abstieg einplanen, wenn Sie das Zinalrothorn besteigen wollen.


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