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Weisshorn

Das Weisshorn, eine völlig freistehende wuchtige Eis- und Felspyramide über dem Mattertal, ist wohl einer der charakteristischsten und schönsten Berge der Walliser Alpen. Ähnlich wie das Matterhorn sticht dieser Viertausender von Zermatt durch eine Pyramidenform hervor, wobei es dieser weitausladenden, ebenmäßigen Riesenpyramide etwas an jener magischen Dramatik mangelt, die das Matterhorn weltberühmt gemacht hat. Dennoch ist das Weisshorn mit seinen 4.505 Metern Höhe einer der bemerkenswertesten Berge der Region rings um Zermatt. Und nicht nur das: Bergsteiger aus aller Welt sind sich einig, dass jene Ausblicke, die man beim Aufstieg auf das Weisshorn erhaschen kann, zu den schönsten Aussichten in den Schweizer Alpen gehören.

Drei Grate, drei Wände: viele Gefahren am Weisshorn

An Bergsteiger stellt der Weisshorn-Gipfel, mit seinen drei scharfen Graten, mäßige bis hohe Anforderungen. Die drei großen Wände, die sich zwischen den Graten erstrecken, gelten als äußerst tückisch und werden wegen ihrer schlechten Felsqualitäten nur selten durchstiegen. Zu groß ist hier die Gefahr von Stein- und Eisschlägen, die zum Beispiel den bekannten Münchener Bergsteiger Georg Winkler, der damals erst 19 Jahre alt war, 1888 das Leben kostete, als er als Erster versuchte, die Weisshorn-Westwand zu durchsteigen.

Als einigermaßen sichere Route auf das Weisshorn gilt der Younggrat, eine Rippe, die sich vom Gratturm (Gendarmen) des Nordgrats aus nach Westen hinab zieht.


Das Weisshorn im Sonnenaufgang

Weisshorn: Aufstieg mit hochalpinem Anspruch

Als Normalweg auf den Viertausender wird heute der Ostgrat (Schwierigkeitsgrad III) bezeichnet, den auch John Tyndall, Johann Joseph “J.J.” Bennen und Ulrich Wenger am 19. August 1861 bei der Weisshorn-Erstbesteigung nutzten.

Anspruchsvoller ist der Südwestgrat des Weisshorns, auch Schaligrat (Schwierigkeitsgrad IV) genannt. Der Schaligrat ermöglicht schöne Gratkletterei und ist meist schneefrei. Der beste Stützpunkt ist das Schalijoch-Biwak oder die Weisshornhütte. Ab dem Schalijoch benötigen Sie für den Aufstieg ca. 5-7 Stunden.

Er wurde erstmals am 2. September 1895 von Joseph M. Biner, Ambros Imboden und dem Engländer Edward Broome erklommen.

Der dritte Weisshorn-Grat, der Nordgrat (Schwierigkeitsgrad III), erfuhr seine Erstbesteigung am 21. September 1898 durch die Herren Biehly und Burgener. Der Nordgrat des Weisshorns ist ein grossartiger Fels- und Firngrat.

Ausgangspunkt für die Besteigung des Ostgrates ist die Weisshornhütte in 2.932 Metern Höhe, die auch als Winterhütte mit Kochmöglichkeiten dient. Die Weisshornhütte wird innerhalb von ca. 4,5 Stunden von Randa aus über Rötiboden und Jatz auf gut ausgewiesenen Wegen erreicht.

Die Aufstiegsroute erfolgt über das Bishorn zum Weisshornjoch und dann über den langen Grat mit dem Großen Gendarm zum Weisshorn-Gipfel. Ab Großem Gendarm ist der Nordgrat ein reiner Firngrat. Aufstiegszeit ca. 4-6 Stunden ab Weisshornjoch, 6-8 Stunden ab Cabane de Tracuit.


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