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Monte Rosa

Das Gebirgsmassiv Monte Rosa in den Walliser Alpen stellt die natürliche Grenze zwischen der Schweiz und Italien dar. Es gilt auf Grund seiner enormen Ausdehnung als das größte Gebirgsmassiv der Alpen.

Es umfasst insgesamt 10 Gipfel: Neben dem Hauptgipfel, dem höchsten Berg der Schweiz, der Dufourspitze (4.633 m), gehören die Viertausender -Nebengipfel Nordend (4.609 m), Zumsteinspitze (4.563 m), Signalkuppe (4.554 m), Parrotspitze (4.432 m), Ludwigshöhe (4.341 m), Schwarzhorn (4.322 m), Vincent-Pyramide (4.215 m), sowie das Balmenhorn (4.167 m) und der Punta Giordani (4.046 m) zum Monte Rosa Massiv. Sie alle zählen zu den höchsten Erhebungen der Alpen und werden nur von den weniger bekannten Bergen des Mont-Blanc-Massivs übertroffen.


Das Monte Rosa Massiv hat aber noch mehr Rekorde zu bieten: So ist die Ostwand des Massivs die höchste Steilwand der Alpen und hat mit einem Anstieg von 1,6km und einer Steigung zwischen 45 und 50 Grad geradezu Himalaya-Ausmaße. Außerdem findet sich hier die höchste Bergkette der Alpen, der Silbersattel (4.517m).

Eindrucksvoll ist auch das Gornergletschersystem. Neben dem Hauptgletscher, dem Gornergletscher südlich der Dufourspitze, gehören auch der Grenzgletscher und der Monte Rosa-Gletscher zu der Gruppe, die zusammen die zweitgrößte zusammenhängende Gletscherfläche der Alpen bildet.

Seit 30 Jahren steht der Monte Rosa Massiv als eine der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) unter Naturschutz – und damit unter strengen Schutzauflagen. Eines der Schutzziele der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) ist es, Ruhe und Stille in dieser „nahezu unbelasteten Hochgebirgslandschaft zu erhalten“ bzw. herzustellen – ein Ziel, das in ernsthafter Gefahr ist, seit die Region versucht, sich als Heliskiing-Paradies einen Namen zu machen. Die ENHK sieht „Ruhe und Stille“ des Monte Rosa durch diese neuen touristischen Aktivitäten bedroht und rät dem Bund, „Heliskiing und andere touristische Flüge auf den Gebirgslandeplatz Monte Rosa künftig zu verbieten“, wie der Tagesanzeiger im Mai 2013 zu berichten wusste. Für Zermatt kommt diese Aufforderung denkbar ungünstig, plante man doch innerhalb der Strategie 2018 Zermatt fest ein, die Destination für Heliskiing zu öffnen und sich damit den Platz unter den Top-Skidestinationen der Welt langfristig zu sichern. Um dieses Ziel zu erreichen, zieht die Gemeinde Zermatt nun sogar in Betracht, den Schutzstatus der Region Monte Rosa abzugeben. Zu wessen Gunsten der Monte Rosa Streit am Ende ausgehen wird, bleibt abzuwarten, doch der Zermatter Gemeindepräsident Bürgin rechtfertigt die Forderung mit den Worten: „Wenn wir nichts unternehmen, haben wir überhaupt keine Chance.“

Der Name Monte Rosa

Ihren Namen verdankt das Monte Rosa Massiv möglicherweise den zauberhaften atmosphärischen Schauspielen, deren Zeugen Besucher werden können. Dazu gehören rosafarbene Lichtreflexe, die der Sonnenaufgang auf den Schnee zaubert und ein starker Wüstenwind, der rötlichen Sand aus Afrika in das Gebirgsmassiv treibt. Aber auch eine etymologische Herleitung des Namens ist wahrscheinlich. So leitet sich das Wort “Rosa” wahrscheinlich vom franco-provenzialischen Wort “Rouese” für “Gletscher” ab. “Monte Rosa” selbst ist ein italienischer Name, einen deutschen Namen scheint es nicht zu geben – und das, obwohl alle Gipfel des Massivs deutsche Namen tragen. Am wahrscheinlichsten scheint die Theorie, dass der Name Monte Rosa einst vom jenseitigen Aostatal und vom aostischen Wort “Roisa”, was Gletscher heisst, abgeleitet wurde.

Das Monte Rosa Gebirge entstand, als sich in der mittleren Kreidezeit die Iberische Halbinsel vom Kontinent Europa entfernte und dabei enorme Landmassen zusammengeschoben worden. Zusätzlichen Druck von Südosten verursachte die Apulische Platte, die sich zügig von der Afrikanischen Platte gen Norden entfernte. Vor etwa 35 Millionen Jahren schoben sich die mächtigen Gesteinsschichten dann übereinander und senkten sich ab. Die Geburtsstunde der Monte Rosa.


Unter Druck und enormer Hitze begannen sich die Gesteinsschichten zu verformen und schließlich falteten und hoben sie sich zum heutigen Gebirgsmassiv empor. Jahrmillionen anhaltende Erosion formte die heute bekannten schroffen und eindrucksvollen Bergwände der Walliser Alpen. Die Granit- und Granitgneisenzusammensetzung des Massivs gibt heute noch Zeugnis von den gewaltigen tektonischen Prozessen und der Entstehung des Gesteins in den extremen Tiefen der Erdkruste.


Was hat Sie in Ihrem Leben am meisten beeindruckt?

„Eine Skitour auf dem Monte Rosa“

Christoph Hoffmann, geschäftsführender Gesellschafter bei der 25hours Hotel Company AG in der Zeitschrift „TOP HOTEL“

Monte Rosa – Traum der Bergsteiger

Gerade die steilen Hänge und gewaltigen Formen des Gebirgsmassivs machen es für Bergsteiger besonders attraktiv. Nachdem die hohen Berge lange Zeit ehrfürchtig vom Boden aus betrachtet worden waren, strahlten sie eine zunehmende Anziehungskraft auf Abenteurer und Forscher aus.

Die ersten dokumentierten Hochtouren auf dem Monte Rosa fanden in den Jahren 1778, 1779 und 1780 statt. Es waren die Walser, die germanischen Einwohner der Region, die sich in den Bergen auf die Suche nach dem “verlorenen Tal” machten, von dem in ihren Sagen berichtet wurde.

Nachdem der nahe gelegene Punta Giordani 1801 von seinem Namensgeber, Pietro Giordani, bestiegen worden war, folgten die Vincent-Pyramide (5.August 1819) und die Zumsteinspitze (1.August 1820). Die Erstbesteigung der Dufourspitze gelang am 1. August 1855 Charles Hudson, John Birbeck und Christopher und James G. Smyth. Charles Hudson galt als einer der bedeutendsten Alpinisten im “Goldenen Zeitalter des Alpinismus” und als Wegbereiter des Winterbergsteigens.


Zum Monte Rosa werden folgende 12 Spitzen – alle über 4.000 Meter – gezählt:

der Hauptgipfel Dufourspitze (4.633m ü.M.) und die Nebengipfel Nordend (4.609m ü.M.), Ostgipfel (4635m ü.M.), Grenzgipfel (4631m ü.M.), Zumsteinspitze (4.563m ü.M.), Signalkuppe oder auch Punta Gnifetti (4.554m ü.M.), Parrotspitze (4.432m ü.M.), Ludwigshöhe (4.341m ü.M.), Schwarzhorn (4.322m ü.M.), Vincent-Pyramide (4.215m ü.M.), Balmenhorn (4.167m ü.M.) und Punta Giordani (4.046m ü.M.).

Monte Rosa Routen

Die Ostwand der Monte Rosa ist noch heute eine der größten Herausforderungen für Bergsteiger in der Region. Sie ist die längste und berühmteste Eiswand Europas und ein Muss für gute Bergsteiger. Ausgangspunkt für die Besteigung des Monte Rosa sind die Neue Monte Rosa-Hütte (2.883m ü.M.) am nordwestlichen Fuß des Massivs und die Capanna Regina Margherita, die höchstgelegene Berghütte der Alpen (in 4.554m ü.M.).


Das sommerliche Monte Rosa-Massiv von der italienischen Seite aus gesehen

Wenn Sie den Monte Rosa über die Normalroute begehen wollen, starten Sie am besten in Alagna, im hintersten Valle Sesia, und nehmen von hier aus die Seilbahn auf die Punta Indren. Alternativ nutzen Sie ab Grissoney den Lift. Über den Passo dei Salati (2.936) beginnen Sie dann den eigentlichen Aufstieg auf den Monte Rosa. Der Zusteig über den Stolemberg zum Lisgletscher ist mit Fixseilen gesichert, erfordert aber dennoch große Trittsicherheit und Erfahrung. Wenn Sie übrigens die beiden nördlichen Gipfel – Nordend und Dufourspitze – besteigen wollen, empfiehlt es sich, dass Sie den Aufstieg auf den Monte Rosa von Zermatt aus in Angriff nehmen. Von der Station Rotenboden der Gornergratbahn aus eröffnet sich Ihnen hier die Bergwelt des Monte Rosa perfekt.

Natürlich bietet es sich in einem solchen Gebirgsmassiv auch an, mehrere Gipfel hintereinander zu besteigen. Dafür bedarf es unbedingt entsprechender Kondition und Ausrüstung und einiger Erfahrung. Wer sich nicht auskennt, ist bestens beraten, wenn er einen Bergführer engagiert. Dann können Sie in drei Tagen von Alagna Valsesia über die Punta Indren, den Indrengletscher und die Gnifettihütte die Vincentpyramide (4.245m ü.M.), das Balmenhorn (4.167m ü.M.), die Zumsteinspitze (4.563m ü.M.), die Signalkuppe (4.554m ü.M.), die Parrotspitze (4.436m ü.M.) und die Ludwigshöhe (4.241m ü.M.) besteigen. So erleben Sie in kürzester Zeit so viele Monte Rosa-Highlights wie möglich.

Zahlreiche Seilbahnen und Lifte bringen aber auch weniger sportliche Besucher in große Höhen. Sie können als bequeme Aufstiegshilfen zur Gnifetti- oder Mantova-Hütte genutzt werden. Auch der Weg zur Neuen Monte-Rosa-Hütte kann von Zermatt aus mit der Gornergratbahn stark verkürzt werden. Weitere Anlaufpunkte im Monte Rosa sind die Gandegghütte, die Theodulhütte, die Täschhütte und das Berghaus Flue.

Die Schweizer Alpin-Autoren Daniel Anker und Marco Volker haben ein sehr gutes Buch über das Massiv geschrieben, mit dem Sie sich schon auf Ihren Besuch am Monte Rosa einstimmen können: Monte Rosa – Königin der Alpen.


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