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Liskamm

Der Liskamm, oft auch Lyskamm geschrieben, hat seinen Namen vom französischen Vallée de Lys, dem Tal der weissen Lilien und ist einer der eindrucksvollsten Berge der Walliser Alpen und ein rassiger Eisberg: Statt eines einfachen Gipfels krönt diesen Viertausender ein mehrere Kilometer langer, schroffer Kamm. Seine höchsten Punkte liegen am Ost- (4.527 m ü.M.) und Westgipfel (4.480 m ü.M.). Allein der Abstand zwischen diesen beiden Punkten beträgt mehr als einen Kilometer.

Ein weiteres, beeindruckendes Merkmal des Liskamms ist seine Nordost-Flanke. Die fast 1.000 Meter hohe eisgepanzerte Wand gilt als bergsteigerische Herausforderung. Die Südseite des Liskamms ist landschaftlich nicht weniger dramatisch: Hier ragt der Gipfelkamm in Form einer mehr als 500 Meter hohen Felsflanke über dem Lisgletscher auf. Sie reicht stark zerrissen und schroff geformt bis weit hinunter in das Gressoneytal.

Zwischen Matterhorn und der Monte-Rosa-Gruppe gelegen, befindet sich der Liskamm in bester Gesellschaft anderer beeindruckender Viertausender und hat Bergsteiger schon immer fasziniert. Die Erstbesteigung des Liskamms gelang am 19. August 1861 einer 14-köpfigen Gruppe um den englischen Juristen William Edward Hall. Geführt wurde die Gruppe auf ihrem Weg zum Ostgipfel des zerklüfteten Eisriesen vom Schweizer Bergsteiger J.F. Robust. Die komplette Überquerung des Grats gelang allerdings erst drei Jahre später dem englischen Bergsteiger Leslie Stephen und drei weiteren Männern.


Den “Menschenfresser” Liskamm bezwingen

Die Herausforderung bei der Besteigung dieses Viertausenders besteht weniger in der Technik, als vielmehr in der Gefahr, die sich aus der starken Überwechtung des Berges (Schneeablagerungen an steilen Graten) ergibt. Immer wieder führten Wechtenbrüche dazu, dass Bergsteiger in den Tod stürzten. Dies brachte dem Berg auch den Beinamen “Menschenfresser” ein. Die Anstiege auf den Liskamm sind lang und erfordern neben der richtigen Ausrüstung auch einige Erfahrung und vor allem Ausdauer.

Es gibt drei verschiedene Wege, den Normalanstieg auf den Liskamm zu unternehmen: Ein Anstieg führt vom Lisjoch in 4.151 m ü.M. über den Ostgrat zum Ostgipfel. Dorthin führt auch der Weg über den Südgrat. Die längste Tour führt vom Felikjoch (4.063 m ü.M.) über den Südwestgrat erst hinauf zum Westgipfel und dann über den langen Grat zum höher gelegenen Ostgipfel.Ausgangspunkte für die Besteigung sind die Sella- (3.545 m ü.M.) oder die Gnifetti-Hütte (3.611 m ü.M.).

Ein besonderes Highlight ist eine Skiabfahrt vom Liskamm. Dabei überwinden erfahrene Skifahrer mehr als 750 Höhenmeter an der steilen Wand des Liskamms. Skidepots befinden sich an beiden Gipfeln.

Im Gegensatz zu vielen anderen Bergen kann der Liskamm nicht mit Hilfe einer Bergbahn erklommen werden. Wer den Aufstieg nicht wagen kann oder möchte, sollte wenigstens den Anblick des Berges genießen können. Nutzen Sie hierfür von Zermatt aus die Gornergratbahn, um den Gornergrat zu erreichen. Von dort aus bietet sich dem Besucher ein grandioser Blick auf 20 Viertausender, darunter auch der Liskamm.


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