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Castor und Pollux

In der griechischen Mythologie waren die Dioskuren, Polydeukes und Kastor, unzertrennliche Zwillinge im Geiste. Dass sie in derselben Nacht gezeugt wurden und deshalb ein gemeinsames Schicksal hatten, machte wett, dass sie verschiedene Eltern hatten. Polydeukes war, als Sohn des Zeus, unsterblich, während Kastor, als Sohn des Königs von Sparta, ein sterbliches Leben führte. Es kam, wie es kommen musste und Kastor starb bei einem Zweikampf.

Sein Bruder Polydeukes trauerte so sehr um ihn, dass er schließlich seine Unsterblichkeit opferte, um wieder bei Kastor sein zu können. Ebenso unzertrennlich wie diese beiden Brüder, der Stolz Spartas, sind auch die Walliser Zwillingsberge Castor und Pollux, die die lateinischen Namen der Brüder tragen.

Doch ebenso, wie die beiden Griechen durch die Sterblichkeit Kastors getrennt waren, ist die Einheit der beiden Berge durch das sogenannte Zwillingsjoch gestört.


Castor und Pollux vom Riffelberg aus gesehen

Die beiden Zermatter Viertausender – Gipfel gehören zu den höchsten Bergen der Walliser Alpen. Dabei ist der Castor, mit 4.223 m ü.M, der höhere der beiden. Um gut 130 Meter überragt er seinen kleineren “Zwillingsbruder” (4.092 m ü.M.). Castor und Pollux liegen nahe der schweizerisch-italienischen Grenze, eingebettet zwischen dem Liskamm und dem Breithorn-Massiv, im südlichen Grenzkamm der Monte-Rosa-Gruppe. Besonders beliebt sind die Zwillinge bei “4.000er Sammlern”, denn es bietet sich an, beide Berge an einem Tag zu erklimmen.

Zwei auf einen Streich: Castor und Pollux

Der leichtere Weg führt dabei auf den Castor. Die Besteigung gelang erstmals am 23. August 1861 und wird seitdem von der italienischen Berghütte Capanna Quintino Sella aus unternommen. Sie führt über das Felikjoch und den langen, schmalen Südostgrat auf den Gipfel. Alternativ kann der Castor auch vom Klein Matterhorn aus, über den Mezzalama-Gletscher und die Westflanke bestiegen werden. Die Skiabfahrt vom Gipfel nach Zermatt gilt als gleichermaßen rassig und gefährlich.

Die Erstbesteigung des anspruchsvolleren Pollux erfolgte erst 3 Jahre später, am 1. August 1864. Am Schweizer Nationalfeiertag erreichte Jules Jacot in Begleitung der beiden Bergführer Josef-Marie Perren und dem älteren Peter Taugwalder den Gipfel. Etwa ein Jahr später sollte Taugwalder mit seinem Sohn (ebenfalls Peter Taugwalder) an einer noch weitaus anspruchsvolleren Tour beteiligt sein: der Erstbesteigung des Matterhorns im Juli 1865.

Der Normalweg auf den Pollux führt über das Zwillingsjoch und kann in etwa 1 – 1,5 Stunden bewältigt werden. Mehrere steile Kletterstellen machen die kurze Strecke aber durchaus zu einer Herausforderung.


Ein besonderes Erlebnis ist die Skitouren-Überschreitung der Zwillinge. Ausgangspunkt der Tour ist der Ort Saint Jacques (1.689 m ü.M.) im Val d'Ayas. Von hier geht es über die Mezzalama-Hütte (3.004 m ü.M.), in der übernachtet wird, auf den Ghiacciaio di Verra, den Mezzalama-Gletscher. Ab hier führt der Weg dann hinauf auf das Zwillingsjoch zu und über die Westflanke des Pollux auf den Gipfel. Nach dem Abstieg ins Zwillingsjoch folgt der Aufstieg auf den Castor und schließlich die Skiabfahrt zur Berghütte Capanna Quintino Sella (3585 m ü.M.). Nach einer Übernachtung geht es mit Skiern nach Saint Jaques zurück.


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