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Allalinhorn

Das Allalinhorn ist ein 4.027 Meter hoher Gipfel in den Walliser Alpen und bei Zermatt-Besuchern vor allem deshalb besonders beliebt, weil er einer der am leichtesten zu besteigenden Viertausender der Umgebung ist.

Die Metro-Alpin, die höchstgelegene U-Bahn der Welt, bringt Besucher von Saas-Fee aus bis auf 570 Höhenmeter unterhalb des Gipfels, zum Mittelallalin. Von dort aus sind es noch knapp 2 Stunden bis zum Gipfel des Allalinhorns. Wer einen einfachen Viertausender für den Anfang sucht, kann sich deshalb gut am Allalinhorn versuchen. Leider ist das Allalinhorn aus diesem Grund auch relativ hoch frequentiert, wobei viele unerfahrene Bergsteiger unterschätzen, dass es sich beim Anstieg auf Viertausender trotz allem um eine hochalpine Tour handelt. Es empfiehlt sich deshalb, einen Bergführer zu engagieren, wenn Sie nicht über ausreichend alpine Erfahrung verfügen.


Blick vom Allalinhorn auf das Mittelallalin

Das Allalinhorn liegt im Mischabelkamm zwischen dem Saas- und dem Mattertal. Nach ihm ist auch die Allalingruppe benannt, zu der außerdem der Alphubel, das Strahlhorn – und das Rimpfischhorn gehören. In unmittelbarer Nähe befinden sich der Fee-, der Hohlaub-, der Allalingletscher – und der Mellichgletscher. Der größte Teil des Aufstiegs auf dem Normalweg auf das Allalinhorn erfolgt deshalb auch über Gletscher. Hier drohen vor allem Gletscherspalten, die bei schlechtem Wetter zu einer echten Gefahr für ortsunkundige Bergsteiger werden können.

Die Besteigungsgeschichte des Allalinhorns

Zum ersten Mal wurde der Normalweg über die Westflanke am 1. August 1860 durch Sir Leslie Stephen und weitere englische Bergsteiger unter der Führung von Franz Josef Andenmatten, Peter Taugwalder und Johann Kronig begangen. Bereits vier Jahre zuvor war dem Pfarrer Johann Josef Imseng und seinem Knecht Franz Josef Andenmatten aus Saas-Grund die Erstbesteigung des Allalinhorns über den Südwestgrat gelungen. Franz Josef Andenmatten war auch bei der Erstbesteigung der Normalroute später wieder mit von der Partie.

Der Südwestgrat, der erstmals 1828 von Heinrich Michaelis begangen wurde, konnte sich jedoch bei der breiten Masse der Bergsteiger aus Zermatt bis heute nicht durchsetzen. Bemerkenswert ist die Gipfelüberschreitung durch den Berner Gymnasiallehrer und Historiker Heinrich Dübi, der für den Aufstieg den schwierigen Nordostgrat wählte und über den Hohlaubgrat ins Tal hinabstieg. Der Hohlaubgrat erwies sich dabei als besonders kniffelige Stelle, die auch heute noch vielen Bergsteigern Schwierigkeiten bereitet. Der Aufstieg über diese Route erfolgte deshalb erstmals 1887, wiederum durch einen Engländer, durch Harold Ward Topham.


Bergsteiger-Routen auf das Allalinhorn

Wenn Sie das Allalinhorn besteigen wollen, fahren Sie am besten von Saas-Fee aus mit der Metro Alpin zur Station Mittelallalin in 3.454 Meter Höhe. Dort können Sie zum Beispiel auch den Eispavillon Mittelallalin besuchen, das größte Eisgebäude der Welt. Von hier aus halten Sie auf das Pistengebiet im Westen zu, passieren die Allalinhorn-Nordwand auf dem Weg zum Feejoch und steigen dann über einen mäßig steilen Firnhang auf den Gratrücken auf. Schon nach kurzer Zeit erreichen Sie so den Gipfelgrat und das Gipfelkreuz des Allalinhorns. Etwa zwei Stunden sollten Sie für diese Route einplanen, die mit Schwierigkeitsgrad L beschrieben wird.


Bergsteiger auf dem Weg zum Allalinhorn

Für den Aufstieg über den Ostgrat, den schwierigeren Hohlaubgrat, bietet sich eine Übernachtung in der Britanniahütte an. Von hier aus steigen Sie zunächst in Richtung Süden zum Hohlaubgletscher ab, umrunden diesen nördlich, um den Spalten zu entgehen und wenden sich dann in Richtung Süden, um zur ersten Einsattelung des Hohlaubgrats aufzusteigen. Über die rechte, nördliche Gletscherflanke gelangen Sie auf den Gratgipfel und steigen dann über die Ostschulter zum Gipfelaufbau hinauf. Hier gelangen Sie zur Schlüsselstelle des Allalinhorn-Aufstiegs: Die folgende brüchige Felsenstufe erfordert nämlich einige Klettererfahrung und ist mit den angebrachten Bohrhaken zu überwinden. Der Schwierigkeitsgrad dieser Kletterstelle wird mit 2 angegeben. Es folgen zwei Seilhänge, über die Sie auf den Gipfelfirn und schließlich zum Gipfel des Allalinhorns gelangen. Etwa vier Stunden benötigen Sie von der Britanniahütte aus für den Aufstieg auf den Viertausender.

Alternativ erreichen Sie den Hohlaubgrat übrigens von der Station Hohlaub der Metro-Alpin in 3.300 Metern Höhe aus. Von hier aus führt Sie eine Röhre auf den Hohlaubgletscher, über den Sie zum Hohlaubgrat gelangen.


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