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Air Zermatt

„Ein Flug über die Alpen ist immer eine tolle Erfahrung“, sagt Thierry Perren, seit 20 Jahren Pilot bei der Air Zermatt, dem Helikopter-Unternehmen von Zermatt. Hoch oben, über den Viertausender-Gipfeln von Zermatt, da ist sein Arbeitsplatz. Perren ist einer von 50 Mitarbeitern der Air Zermatt.

Das Unternehmen wurde 1968 gegründet, um den kleinen Ort, der am Ende des Mattertals eingebettet zwischen 38 Viertausendern liegt, über Hubschrauber mit dem Rest der Welt zu verbinden. Dabei nimmt die Air Zermatt die verschiedensten Aufgaben wahr, darunter Rund- und Transportflüge sowie Rettungsflüge der Bergrettung.

Die Geschichte der Air Zermatt

Ursprünglich war das Unternehmen Air Zermatt von dem Zermatter Apotheker und Gemeinderat Beat Perren gegründet worden, um in Zermatt, das in den 1960er Jahren keine Straßenanbindung besaß und nur tagsüber mit Zügen angefahren wurde, bessere Rettungsmöglichkeiten zu etablieren.


Air Zermatt-Shop

In unserem Air Zermatt-Shop finden Sie Bücher und DVDs zur Arbeit der Air Zermatt und erfahren noch mehr über die Arbeit der Bergrettung in Zermatt. Wir empfehlen besonders: Fliegen um Leben und Tod: Bergretter zwischen Matterhorn und Everest von Gerold Biner.

Auf Grund der Lage des Ortes, eingeschlossen von mächtigen Viertausendern, eignete sich hierfür die Rettung aus der Luft besonders gut.

Im gleichen Jahr wurde der erste Helikopter der Air Zermatt, ein Jet Ranger, gekauft sowie der deutsche Pilot Günther Amann angeheuert. Amann wurde für seine Verdienste mehrfach ausgezeichnet und übernahm gemeinsam mit dem Apotheker Perren, der als Flughelfer, Rettungssanitäter und Bürokraft in einer Person tätig war, die ersten Rettungsflüge in der Geschichte der Air Zermatt. Schon im ersten Jahr konnten 90 Rettungen verzeichnet werden.


Das Unternehmen wuchs schnell und weitere sein Angebot bald auch auf den Tourismus und den Materialtransport aus. Erfolgsgeschichten, wie die des Italieners, der 5 Stunden in einer Gletscherspalte feststeckte, werden zum steten Begleiter der Air Zermatt. Es gelang den Rettern den jungen Mann aus der Gletscherspalte zu befreien und ihn mit einer Körpertemperatur von nur noch 17,1 Grad ins Berner Hospital zu fliegen. Obwohl der Bergsteiger als klinisch tot galt, konnte er gerettet werden und heiratete kurz darauf seine Krankenschwester.

Doch auch Tragödien gehören nach wie vor zum Alltag der Air Zermatt. Auch im Team selbst gab es Verluste. So kamen ein Pilot und ein Mechaniker während eines Rettungseinsatzes ums Leben. Thierry Perren aber versichert, dass es dazwischen immer wieder viel Positives gibt, wie beispielsweise eine Luftgeburt, die er während eines 12-minütigen Fluges ins Krankenhaus miterleben durfte.

Bei der Air Zermatt ist man ständig bemüht, die Rettungstechniken zu verbessern und mit modernsten Methoden zu arbeiten, um Tragödien zu vermeiden und mehr glückliche Rettungen vermelden zu können. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist der Erwerb des modernsten Helikopter Europas, des Typs Bell 429. Er ermöglicht mit seinen leistungsfähigen Suchscheinwerfern vom Typ SX5, seiner Infrarotkamera und der Nachtsichtvorrichtung NVG (Night Vision Goggles) auch schwierige Nachrettungen. Des Weiteren ist Bell 429 mit einer 90 Meter langen Winde und modernster Medizintechnik ausgestattet. Ein nicht unwesentlicher Vorteil dieses Helikopters ist außerdem die Zulassung für den Blindflug – eine Situation, in die die Air Zermatt zwischen den Viertausendern immer wieder kommt. Seit September 2012 ist Bell 429 mit den Bergrettern der Air Zermatt im Einsatz. Im März 2013 bekam der Bell 429, der den hübschen Namen „Susi“trägt, Unterstützung von einem weiteren neuen Flotten-Mitglied. Der neue Ecureuil-Heli vom Typ Ecureuil B3e zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er besonders leise ist.


Die Arbeit der Air Zermatt

Bis heute ist der Rettungsdienst eine der wichtigsten Aufgaben der Air Zermatt. Wo immer verletzte oder kranke Menschen in der Nähe von Zermatt auf Hilfe aus der Luft angewiesen sind, sind die Hubschrauber der Air Zermatt und Rettungsschef Bruno Jelk zur Stelle. Ob Berg- oder Wanderunfall, Sportunfall, Herzinfarkt oder allergische Schockreaktion – die Helikopter erreichen auch unwegsamste Stellen und sind so in der Lage, selbst unter extremsten Bedingungen zu helfen.


AIR ZERMATT – Fakten:

Gegründet: 14. April 1968 von Beat Perren
Stützpunkte: Zermatt (seit 1968), Raron (seit 1980)
Weitere Stützpunkte: Flugplatz Sion, Flugplatz Gampel
Mitarbeiter: 57 (davon ca. 20 in Raron)
Flotte: 9 Helikopter verschiedener Typen: 4 Helikopter vom Typ Lama SA 315 B, 2 Helikopter vom Typ Ecureuil AS 350 B 2, 2 Helikopter vom Typ Ecureuil AS 350 B 3 und 1 Helikopter vom Typ Eurocopter EC 135 T2
außerdem: 2 eigene Ambulanzfahrzeuge
Einsätze: 1.500 Einsätze pro Jahr

Für die Luftrettung stehen ganzjährig drei bestens ausgerüstete Turbinenhelikopter auf den Heliports in Zermatt und Raron bereit. Eine Rettungscrew – bestehend aus einem Piloten, einem Notarzt und einem Rettungssanitäter – ist rund um die Uhr in Alarmbereitschaft, um im Notfall sofort ausrücken zu können. Die Rettungscrew ist 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr unter 144 zu erreichen. Etwa 3 bis 4 Minuten braucht die Crew vom Notruf bis zum Abheben des Hubschraubers, schätzt Thierry Perren. Jede Sekunde zählt!

Er selbst hat das Hubschrauber-Fliegen in Alaska gelernt, erzählt Perren, um dann anschließend als Flughelfer bei der Air Zermatt anzufangen. Alle Mitglieder des Rettungsteams der Air Zermatt werden umfangreich geschult. So stellt die Air Zermatt die weltweit umfangreichste Ausbildung für Notärzte und Paramedics im Bereich der Bergrettung zur Verfügung. Auch Laien können sich von der Air Zermatt ausbilden lassen, um im Notfall schnell helfen zu können: Im Rettungszentrum Alpine Rescue Center by Air Zermatt erhalten Sie eine Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der präklinischen Notfallmedizin, der technischen Bergrettung und der Luftrettungsmedizin.

Wenn Sie die Air Zermatt bei Ihrer Arbeit begleiten wollen, bestellen Sie hier die DVD Die Bergretter – Unterwegs mit der Air Zermatt.

Services der Air Zermatt

Neben der Bergrettung gibt es für die Piloten der Air Zermatt jedoch noch weitere spannende Aufgabengebiete. Genau das schätzt auch Pilot Thierry Perren an seinem Job: Er ist sehr abwechslungsreich! An einem Tag stehen Transportflüge, an einem anderen Touristenflüge und am nächsten Tag wird das Team zu einer Bergrettung gerufen.


DVD-Tipp Air Zermatt

Hier können Sie Die Bergretter – Unterwegs mit der Air Zermatt: Winterstaffel bestellen.

Die Standard-Route der Rundflüge über Zermatt führt von der Helikopter-Basis aus über das Weisshorn(4.505 Meter), das Matterhorn, das Monte-Rosa-Massiv und zurück nach Zermatt. Der 20-minütige Flug kostet CHF 210 und sollte vorher auf der Internetseite des Unternehmens oder per Telefon gebucht werden. Alternativ können Sie dort auch den erweiterten Spezialflug (CHF 310) buchen, der außerdem den stark vergletscherten Kamm des Breithorn, den 4.206 Meter hohen Alphubel, das 4.491 Meter hohe Täschhorn und den höchsten Berg der Schweiz, den Dom (4.545 Meter), überfliegt.

Auf Wunsch bringen Sie die Piloten der Air Zermatt auch auf die Gipfel des Monte Rosa-Massivs, wo Sie eine spektakuläre Ski-Abfahrt beginnen können. Heliskiing nennt sich diese spektakuläre Trendsportart. Das Abenteuer mit dem „schnellsten Lift der Welt“ beginnt am Bahnhof von Visp, von wo sie abgeholt und zur Helikopterbasis nach Raron gebracht werden. Entweder leihen Sie dort Carving-Ski aus oder Sie bringen Ihre eigene Skiausrüstung mit. Anschließend bringt ein Hubschrauber der Air Zermatt Sie mitten hinein in die Oberwalliser Berglandschaft, auf die Testa-Grigia (3.480m ü.M.) im Herzen des Skigebiets Zermatt Cervinia. Bis zum Abend haben Sie dann Zeit, sich hier so richtig auszutoben. Dann holt Sie ein Kleinbus aus Zermatt ab und bringt Sie zurück zum Bahnhof von Visp. Das Angebot der Air Zermatt zum Heliskiing-Skitag mit dem „schnellsten Lift der Welt“ gilt nur samstags und nur bis zum Ende der Wintersaison (Kosten CHF 300 p.P.).

Des Weiteren umfasst das Programm der Air Zermatt auch Taxiflüge von den großen Flughäfen in Bern, Zürich, Basel und Mailand. Für alle, die sich die lange Anfahrt vom Flughafen nach Zermatt sparen wollen und die dabei die atemberaubende Aussicht auf die Alpen genießen wollen, ist der Taxiservice der Air Zermatt der perfekte Start in den Urlaub. Die Standardverbindung für Taxiflüge mit der Air Zermatt ist Sitten – Zermatt. Der etwa 45-minütige Flug mit dem Helikopter kostet zwischen CHF 5.000 und CHF 5.000 (also umgerechnet etwa 4.000 – 5.000 Euro). Fünf Personen finden in dem Helikopter Platz, sodass pro Kopf etwa 815 Euro anfallen. Informationen dazu finden Sie auch auf unserer Seite Anreise Zermatt.


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Literaturtipps