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Matterhorn-Blitz

Wer nach dem Nervenkitzel am Matterhorn sucht, muss nicht zwangsläufig in die Schweiz fahren: Der Matterhorn-Blitz im Europa-Park in Rust in Baden-Württemberg sorgt seit März 1999 ebenfalls für einen Adrenalin-Kick, auch wenn es darin nicht ganz so hoch hinaus geht.

Im Gegensatz zur Matterhorn Bobsled im Disneyland Kalifornien sieht man dem Matterhorn-Blitz zwar nicht sofort an, warum er diesen Namen trägt – die typische Pyramidenform ist hier nicht zu erkennen – doch schon der Eingangsbereich zur Attraktion lässt das richtige Schweizer Bergfeeling aufkommen. Die sogenannte Wilde Maus-Achterbahn ist in eine idyllische Landschaft eingebettet und wird durch einen Schweizer Bauernhof mit Original-Chalets, die aus der Schweiz importiert wurden, erreicht. Die Chalets gehören zum Landschaftsbild der Schweizer Alpen einfach dazu und sind auch charakteristisch für die alpine Architektur rund ums Matterhorn in Zermatt. Die urig anmutenden Berghütten, die den Eingang zum Matterhorn-Blitz markieren, stammen aus dem Jahr 1785 und bringen authentisches Schweizer und Walliser Bergflair in den Europa-Park.


Matterhorn-Blitz: Schweiz-Flair im Europa-Park

Nachdem Sie nun einen kleinen Spaziergang über den Schweizer Bauernhof unternommen haben, erreichen Sie die eigentliche Attraktion, den Matterhorn-Blitz. Er weist die charakteristischen Merkmale einer Wilden Maus auf: Über einer beinahe quadratischen Grundfläche erhebt sich das Gerüst mit den klassischen Mauskurven. Diese Kurven sind sehr eng angelegt und erwecken den Eindruck, der Wagen würde die Kurve nicht nehmen, bzw. darüber hinaus fahren. Unterstützt wird dieser Effekt dadurch, dass der Wagen breiter ist als die Schiene und der Fahrgast meint, bereits über die Kurve hinweg gefahren zu sein, bevor der Wagen schließlich abrupt um die Ecke biegt.

Das besondere am Matterhorn-Blitz ist, dass es keinen – Achtung Fachjargon – Lifthill gibt. Das heißt, die Wagen fahren nicht, wie sonst bei dieser Art Achterbahnen üblich, über eine diagonale Rampe, den sogenannten Aufzugshügel (“Lifthill”), zur ersten Abfahrt hinauf. Stattdessen verfügt die Matterhorn-Achterbahn im Europa-Park über einen vertikalen Aufzug. So ein Aufzug war vor vielen Jahren übrigens auch für das echte Matterhorn im Gespräch und sollte so auch Nicht-Alpinisten in Zermatt ermöglichen, den Gipfel zu erreichen. Während sich diese Idee der Matterhorn-Bahn am echten Matterhorn jedoch niemals durchsetzen konnte, ist der Aufzug am Matterhorn-Blitz in Deutschland ein Erfolg. Zwei Aufzugsgondeln fahren dabei im Wechsel auf und ab und halten einander in der Waage. In der Mitte, dort, wo sich die beiden Gondeln begegnen, sind die Führungsschienen jedoch so weit voneinander entfernt, dass es keine Berührung gibt.

Die abenteuerliche Fahrt mit dem Matterhorn-Blitz

Am höchsten Punkt des Turmes angekommen – dort, wo die Schweizer Flagge im Wind weht – beginnt dann die eigentliche Matterhorn-Blitz-Fahrt. Sie startet trügerisch langsam und stürzt die Wagen dann kurz darauf mit einem maximalen Gefälle von 45° und maximal 60 Stundenkilometern in die Tiefe. Über eine längere Strecke geht es dann wie über eine Serpentine ein Stück hinab und die spitzen beinahe 180 Grad-Kurven bringen die Fahrgäste ins Schwitzen. Es folgen Berge und Täler, die nur zu gut an das Auf und Ab in den Bergen rings um Zermatt erinnern. Am Ende der knapp 3-minütigen Fahrt gleiten Sie durch die Schweizer Chalets und kommen schließlich sicher wieder im Tal an.

Spätestens jetzt ist jedem Fahrgast klar, warum diese Attraktion den Namen Matterhorn-Blitz trägt. Zwar geht es statt 4.478 Meter nur 16 Meter hinauf, doch mehr Berg geht auf einer Achterbahn fast nicht. Bis zu 960 Personen können die Fahrt pro Stunde in den 12 Wagen à 4 Personen unternehmen. Damit ist die Achterbahn im Europa-Park natürlich viel massentauglicher als das Matterhorn selbst, das an guten Sommertagen aber auch von bis zu 120 Alpinisten bestiegen wird. Und wer dann so richtig viel Lust bekommen hat, den Matterhorn-Blitz gegen das echte Matterhorn-Feeling einzutauschen, der kann von Rust aus direkt ins Wallis weiterfahren. Gerade einmal 321 Kilometer trennen die Attraktion im Europa-Park in Rust vom Original in Zermatt.

Der Matterhorn-Blitz ist übrigens im Sommer und im Winter geöffnet und zwar für Kinder ab 6 Jahren und mindestens 1.20m Körpergröße.


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