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Matterhorn Hörnligrat

Der Matterhorn Hörnligrat ist einer vier Grate des Matterhorns und wird für die Normalroute auf das Matterhorn genutzt. Er zieht sich von Nordosten von der Hörnlihütte, oberhalb von Zermatt, hinauf zum Gipfel. Die Route auf das Matterhorn über den Hörnligrat gilt als leichteste Tour auf das Matterhorn und wird deshalb vor allem im Sommer täglich von zahlreichen Bergsteigern und Bergführern gewählt.

Sie alle verbringen die Nacht vor der Besteigung des Matterhorn Hörnligrats in der Hörnlihütte. Dort treffen die Bergsteiger gegebenenfalls am Abend vorher ihren Bergführer und sprechen mit ihm die Details der morgigen Tour durch. Gemeinsam wird in der Hörnlihütte der Routenverlauf über den Hörnligrat besprochen und abgeklärt, in welcher körperlichen Verfassung die Bergsteiger sind. Obwohl der Grat als der leichteste Grat auf das Matterhorn gilt, darf er keinesfalls unterschätzt werden. Kurt Lauber, der Hüttenwart der Hörnlihütte, sieht das als die größte Gefahr am Matterhorn: „Viele Bergsteiger überschätzen sich und unterschätzen den Berg. Sie versuchen ihre Ziele zu erzwingen, ohne die Natur zu respektieren. Sie hören nicht auf gutgemeinte Ratschläge. Dabei wäre das Zuhören (lebens-)wichtig, gerade dann, wenn die Natur uns etwas sagen will. Wer die Sprache der Natur nicht versteht, sollte einfach auf die Ratschläge der Bergführer und Hüttenwarte hören.“ In seinem Buch Der Wächter des Matterhorns empfiehlt er deshalb unbedingt, auf die Hilfe eines Bergführers zurückzugreifen, wenn man noch nicht über viel Erfahrung im hochalpinen Klettern und Bergsteigen verfügt. Auf diese Weise ging die Zahl der Todesfälle am Matterhorn in den vergangenen Jahren glücklicher Weise etwas zurück.


Der Normalweg zum Gipfel führt übr den Matterhorn Hörnligrat.

Wichtiges über den Matterhorn Hörnligrat

Offiziell wird der Matterhorn Hörnligrat auf der SAC Berg- und Hochtourenskala mit ZS+ bzw. III+ angegeben. Das entspricht dem Schwierigkeitsgrad AD; mit III+ UIAA-Grad Felskletterei auf der Französischen Skala. Etwa 5 bis 6 Stunden müssen Sie für den Aufstieg auf das Matterhorn über den Hörnligrat einplanen. Doch damit ist die Matterhorn-Besteigung dann natürlich noch nicht zu Ende. Der Gipfel markiert nur die Zwischenstation der Tour. Dem Abstieg sollten die Bergsteiger nicht weniger Aufmerksamkeit widmen als dem Aufstieg. Erst dann, wenn man wieder heile in der Hörnlihütte angekommen ist, ist die Besteigung vorbei. Darauf weist Kurt Lauber in seinem Buch „Der Wächter des Matterhorns“ immer wieder hin, denn die gefährlichsten Abstürze und Unfälle geschehen seiner Erfahrung nach dann, wenn Bergsteiger beim Abstieg unvorsichtig sind und sich nicht mehr richtig konzentrieren. Das kann mit etwas Pech tödlich enden. Seinem Sohn Kevin gegenüber, der im Alter von 7 Jahren als jüngster Bergsteiger aller Zeiten das Matterhorn erklommen hat, wiederholte Lauber immer wieder: „Denk dran, Kevin, die Strecke bis zur Schutzhütte [Solvayhütte] ist nur ein Viertel, und der Gipfel nur die Hälfte der gesamten Tour – und damit auch der gesamten Anstrengung. Du darfst nie vergessen, dass man auch wieder runter muss.“ (S.113)

Matterhorn-Besteigung über den Hörnligrat

Der Aufstieg auf den Matterhorn Hörnligrat beginnt dann sehr früh am Morgen. Die Nacht endet um kurz nach drei und nach einem kurzen Frühstück sammeln sich die Bergsteiger vor der Hütte. Hier gibt es eine strenge Rangordnung: Ganz vorne laufen die älteren, erfahrenen Bergsteiger mit ihren Kunden und ganz hinten die Bergsteiger, die ohne Bergführer unterwegs sind. Das gilt dem Schutz aller und hat eine lange Tradition. Am schmalen Einstieg zum Hörnligrat kommt es dann nicht selten zu Stau und langen Wartezeiten. Vor allem an schönen Sommertagen, kann man nur hoffen, dass man möglichst weit vorne klettern darf. Die steile Einstiegswand wird dann mit Fixseilen überbrückt, die Kurt Lauber, als Hüttenwart der Hörnlihütte, zum Anfang jeder Saison überprüft und gegebenenfalls austauscht. Am Ende der Wand geht es dann nach links über einen Block zum ersten Schuttfeld. Von hier aus erreicht man das erste Couloir, das durch einen Kamin auf ein Band führt. Weiter oben wartet das Japaner Couloir. Über Fixseile geht es dann wiederum auf das dritte Couloir. Anschließend folgen die Bergsteiger auf dem Hörnligrat einer Rinne aufwärts, die parallel zum Grat in der Ostwand verläuft.

Über den Plattenpanzer, die Alte Hütte (3.800m ü.M.), das Faule Eck und das Gebiss geht es dann hinauf zur Notunterkunft Solvayhütte (die wirklich nur für Notfälle gedacht ist). Weiter oben sind noch die Obere Mosleyplatte, der Untere Rote Turm, die Schulter, der Axelgrat, der Obere Rote Turm, die Fixseile, die Schneefelder „Unteres Dach“ und „Oberes Dach“ zu überwinden, bevor Sie schließlich den Gipfel des Matterhorns erreichen. Zunächst erklimmen Sie hier über den Hörnligrat den Schweizergipfel. Von hier aus führt ein Grat zum Gipfelkreuz auf dem Italienergipfel. Zurück geht es dann auf der gleichen Strecke über den Hörnligrat. Wer ohne Bergführer unterwegs ist, sollte sich jedoch der Tatsache bewusst sein, dass der Weg bergauf leichter zu finden ist, als der Weg bergab. Ein guter Orientierungssinn und ausreichende körperliche und mentale Vorbereitung gehören deshalb unbedingt zu den Grundvoraussetzungen für eine Besteigung. Weitere Hinweise finden Sie in unserem Lexikon unter Matterhorn Besteigung.


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