4trips-Partner

Matterhorn

Das Matterhorn, auch Monte Cervino und von den Einheimischen ds'Hore oder Horu genannt, ist das 4.478 Meter hohe Wahrzeichen der Schweiz. Seine charakteristische kühn-elegante Pyramidenform hat das Matterhorn nicht nur zu einem der berühmtesten Berge der Welt und zu dem am meisten fotografierten Alpenmotiv gemacht, sie brachte ihm auch den Namen „Pyramide Gottes“ ein. Kein Gipfel in der Schweiz verkörpert so perfekt die Alpen wie das Matterhorn.

Der Berg der Berge inspirierte nicht nur den Schokoladenhersteller Tobler zur Form seiner berühmten Toblerone, auch verfügen sowohl das Disneyland Ressort in Kalifornien als auch der Europa-Park über ein Matterhorn: die Matterhorn Bobsled und den Matterhorn-Blitz. Nun plant der Walliser Unternehmer und Architekt Christian Constantin außerdem das Matterhorn Center Katar. Kein Wunder: Der Wiedererkennungswert des markanten Viertausenders ist besonders hoch. Überall in der Welt können Menschen den Berg auf einem Foto zweifelsfrei identifizieren. Das gilt für keinen anderen Berg weltweit.


Matterhorn: imposanter Grenzberg mit Geschichte

Sicher liegt das auch an der ständigen medialen Präsenz des Matterhorns: Erst Im Februar 2013 wurde es zur Kulisse der heißdiskutierten Fernsehsendung „Der Bachelor“ von RTL. Vor dem Panorama des verschneiten Matterhorns und seiner Viertausender-Nachbarn traf Bachelor Jan die Kandidatin Melanie zu einem Dream-Date auf dem Gletscher und ließ es in einem gemütlichen Zermatter Chalet ordentlich knistern – natürlich mit Blick auf den Berg der Versuchung. Zur gleichen Zeit stürmte auch der Roman Matterhorn von Karl Marlantes die Bestseller-Listen. Dabei handelt es sich jedoch tatsächlich um ein Buch über den Vietnamkrieg und einen schicksalhaften Hügel, den die Soldaten Matterhorn tauften.

Das Matterhorn ist ein italienisch-schweizerischer Grenzberg und liegt genau zwischen Zermatt auf der schweizerischen Seite und dem italienischen Breuil-Cervinia. Nur drei Seiten des Matterhorns – nämlich die West-, Nord- und Ostwand – gehören deshalb auch wirklich zur Schweiz. Sein Name, der übrigens erstmals 1682 in der heute gebräuchlichen Form schriftlich erwähnt wurde, leitet sich vermutlich vom Wort „Matte“ ab, das sich auf die grasbewachsene Talweitung unterhalb der Gornerschlucht beziehen könnte. Die Zermatter jedoch bleiben lieber bei ihrem „ds’Horu“.

Das Matterhorn ist für Bergsteiger eine wahre Herausforderung. Im Gegensatz zum kleineren Dreitausender-Bruder Klein Matterhorn verfügt das Matterhorn nämlich nicht über eine Seilbahn zum Gipfel: Wer den Berg erklimmen will, muss ihn selbst besteigen, was alljährlich rund 3.000 Alpinisten versuchen. Die Besteigung des Matterhorns ist jedoch eine schwierige Unternehmung, an der auch erfahrene Bergsteiger nicht selten scheitern. Und so ist es kein Wunder, dass es Anfang des 20. Jahrhunderts Pläne für den Bau einer Matterhorn-Bahn gab, die auch weniger bergaffine Menschen auf den Gipfel bringen sollte. Aber auch wenn nicht allen Alpinisten der Aufstieg auf das Matterhorn gelingt, hindert das nicht Tausende von Bergsteigern daran, alljährlich nach Zermatt zu strömen, um den Gipfelsturm auf das Matterhorn zu versuchen. Die meisten von ihnen beginnen das Abenteuer in der Hörnlihütte am Einstieg zum Matterhorn-Hörnligrat, wo Kurt Lauber, „Der Wächter des Matterhorns“, für das Wohl der Gäste sorgt.


Matterhorn Fakten

Höhe: 4.478 m ü.M.
Lage: Grenze Kanton Wallis (Schweiz)/
Provinz Aosta (Italien)
Gebirge: Walliser Alpen
Dominanz: 13,7 km -> Liskamm Westgipfel
Schartenhöhe: 1.031m Col Durand
Geographische Lage: 45° 58'35“N, 7°39'31“O (617049/ 91670)

Das Matterhorn: die Pyramide Gottes

Bis zu 3.500 Bergsteiger übernachten jedes Jahr in der Hörnlihütte und an schönen Sommertagen verlassen frühmorgens bis zu 140 Alpinisten die Unterkunft, um das Matterhorn zu besteigen. Bislang fanden sie in den Schlafsälen im Berghaus Matterhorn und in der Hörnlihütte Platz. Die beiden Gebäude, die noch aus der Jahrhundertwende stammen, entsprechen jedoch längst nicht mehr den Anforderungen moderner Bergsteiger und werden deshalb voraussichtlich bis 2015 aufwändigst saniert und neu errichtet werden. In diesem Jahr nämlich feiert die Erstbesteigung des Matterhorns durch Edward Whymper ihr 150. Jubiläum.


Bergsteiger haben am Matterhorn die Wahl zwischen verschiedenen Aufstiegs-Routen. Eine Möglichkeit ist die Besteigung des Matterhorns von der Hörnlihütte über den Hörnligrat (Nordostgrat). Diese Tour hat ihren Ausgangspunkt in Zermatt und gilt als der leichteste Aufstieg. Von der Hörnlihütte (3.260m ü.M.) aus braucht es so noch etwa fünf Stunden zum Gipfel.

Schwieriger wird der Aufstieg über den Pic Tyndall, der am Südwestgrat liegt, den Zmuttgrat im Nordwesten und über den Furggengrat im Südosten. Eine besondere Herausforderung jedoch ist die Matterhorn-Nordwand. Mit einer Höhe von 1.200 Metern ist sie eine der höchsten Nordwände der Alpen. Dieser Aufstieg gelang 1931 zum ersten Mal, gilt aber noch immer als die Königsdisziplin.

Der Rekord für die schnellste Besteigung des Matterhorns lag bis zum 21. August 2013 bei Bruno Brunod, der das Matterhorn 1995 in 3 Stunden 14 Minuten bestiegen hatte. Im August 2013 gelang es dann dem spanischen Alpinisten Kilian Jornet, diesen Rekord um mehr als eine Stunde zu unterbieten. 1 Stunde und 56 Minuten brauchte er für den Aufstieg und weniger als eine Stunde für den Weg zurück.

Auch wenn Sie bei der Besteigung des Matterhorns nicht ganz so schnell sein werden: Suchen Sie hier nach passenden Routen auf das Matterhorn.


Der Schicksalsberg von Zermatt: das Matterhorn

Im Laufe seiner alpinen Geschichte war der Berg Schauplatz großer Triumphe und großer Tragödien gleichermaßen. Tragische Geschichten, wie die vom Ende der Erstbesteigung, gehören deshalb ebenso zur Geschichtsschreibung von Zermatt dazu, wie auch die zahlreichen alpinen Erfolge. Wer Kurt Laubers Buch Der Wächter des Matterhorns liest, dem wird bewusst, dass das Matterhorn zugleich der schönste und gefährlichste Berg der Walliser Alpen ist. Nicht selten wird er unterschätzt, was dazu führt, dass immer wieder Expeditionen tödlich enden. Das tragische Ende der Erstbesteigung des Berges ist nur eine von vielen traurigen Geschichten, über die Sie auf dem Bergsteigerfriedhof von Zermatt mehr erfahren können.

Die Gefahr am Matterhorn ist auch heute noch nicht gebannt: Jedes Jahr stürzen am Mont Cervin durchschnittlich 8 bis 10 Bergsteiger zu Tode. Ein besonders tragisches Unglück ereignete sich 1969 als der Engländer Arthur Clarkson mit seinem achtjährigen Sohn Roy verunglückte. Nur wenige Meter unter dem Gipfel mißlang damit der Versuch einer Kinderbesteigung des Matterhorns. Es sollte jedoch Kurt Laubers Sohn, Kevin, sein, der als jüngster Bergsteiger aller Zeiten den Gipfel bezwang: Im Alter von nur 7 Jahren erreichte Kevin Lauber mit seinen Eltern die Spitze der Pyramide und ging damit in die Geschichte der Matterhorn-Besteigungen ein. Doch der junge Lauber hatte auch das Glück, direkt am Berg aufzuwachsen. In der Regel ist von so einem Unterfangen dringend abzuraten.

Auch von Besteigungen des Matterhorns auf eigene Faust ist abzuraten. Es ist kein Zeichen von Schwäche, sich einem Bergführer anzuschließen, sondern zeigt Respekt vor dem Berg und den anderen Bergsteigern. Wer allein loszieht, bringt nämlich nicht nur sich, sondern auch andere in Gefahr. Ein kollegialer Umgang untereinander ist deshalb das oberste Gebot; am Berg kann es nämlich mitunter sehr eng werden, wenn Hunderte Bergsteiger dem Gipfel des Matterhorns entgegen streben. Dabei gelten für die Bergführer am Matterhorn ungeschriebene Gesetze, an die sich alle Alpinisten halten sollten. Oberste Regel: Pro Bergführer geht nur ein zahlender Gast mit auf den Berg. So kann sich der Bergführer vollständig auf seinen Gast konzentrieren und ihm ein unvergessliches Erlebnis bescheren. Und dann gilt: Die Besten gehen zuerst. Das heißt, dass am Morgen zuerst die einheimischen Zermatter Bergführer mit ihren Gästen die Hörnlihütte Richtung Matterhorngipfel verlassen. Dann kommen die fremden Bergführer mit ihren Gästen und schließlich die Bergsteiger ohne Führer. So soll sichergestellt werden, dass die ortsunkundigen Bergsteiger die anderen nicht in Gefahr bringen oder aufhalten.

Aber so ist es eben am Matterhorn: Glück und Unglück, Freud und Leid liegen eng beieinander. Dennoch kann man sich der Magie dieses Berges einfach nicht entziehen.

Lassen auch Sie sich vom Matterhorn verzaubern!


Besuchen Sie unseren Matterhorn-Shop:

Bücher, DVDs und vieles mehr zum Matterhorn finden Sie in unserem Matterhorn-Shop. Mit den Puzzles, Postern und Souvenirs holen Sie sich den Berg der Berge von Zermatt zu sich nachhause.

„The Peak“: das Matterhorn-Video

Für das Matterhorn-Video „The Peak“ (siehe oben) hat der Fotograf und Filmemacher Christian Mühlhauser zwischen August und Oktober 2012 drei Wochenenden in der Region von Zermatt verbracht. 6 Drehtage lang ließ er das Matterhorn und die umliegenden Berge nicht aus der Linse und übernachtete bei bis zu -5 Grad Celsius in einem kleinen Zelt. Doch die Strapazen haben sich gelohnt: Entstanden ist ein wunderschönes Video, eine Liebeserklärung an das Matterhorn. Mühlhauser hat selbst eine enge Beziehung zum Berg und Zermatt, denn seine Familie stammt aus Täsch. Zwar gibt Mühlhauser zu, selbst kein großer Bergsteiger zu sein, wie sein Großvater, der Bergführer war, doch der Liebe zum Berg tut das keinen Abbruch.

Wir haben Christian Mühlhauser gefragt, ob er uns erklären kann, wie man solche Videos von Sternschnuppen am Matterhorn dreht. Seine Antwort: „Im Prinzip ist es nicht so schwierig. Man benötigt ein Stativ und eine halbwegs gute Kamera mit guter Optik (Weitwinkel). [Man] zielt auf die Sterne und macht Fotos. Das schwierigste ist wohl das Scharfstellen der Sterne, dass man einen genug hohen ISO-Wert (z. B. 3200) wählt und dann ca. 10-20s belichtet. Am Anfang kann man dies halt nach dem “try and error”-Prinzip versuchen. Dann, wenn die Sterne scharf sind und hell genug, braucht man ein Intervalometer für die Kamera oder man macht andauernd Fotos über einen bestimmten Zeitraum und irgendwann hat man dann eine Sternschnuppe oben. Das dauert meist gar nicht so lange. Ideal ist es Anfang August.“ Wenn Sie also zufällig zu dieser Zeit am Matterhorn sind, können Sie sich ebenfalls auf die Jagd nach Sternschnuppen-Bildern machen.

Bereichert wird das Video vom Matterhorn durch die träumerische Musik von Roberto Cacciapaglia. Wenn Sie mehr davon hören wollen, empfehlen wir Ihnen die CD Ten Directions von Roberto Cacciapaglia.


"Solange es Menschen gibt, werden die das Matterhorn sehen wollen."

Dieter Meier
Gründer und Sänger der Gruppe Yello, Biowinzer, Multigastronom & Großaktionär der BVZ Holding AG

Das Matterhorn zeigt sich zu jeder Jahreszeit von seiner schönsten Seite.

Hier im Zermattportal bieten wir Ihnen eine große Auswahl an Chalets und Ferienhäusern in Zermatt. Zudem können Sie bei uns einfach und direkt Ferienwohnungen in Zermatt und Hotels in Zermatt suchen und buchen. Und für alle, die es etwas günstiger wollen, finden sich hier bei uns auch Hostels in Zermatt.





Literaturtipps