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Die Berge meines Lebens

Walter Bonatti (1930 – 2011) gilt ohne Frage als einer der größten und begabtesten Bergsteiger aller Zeiten. Berühmt wurde er mit der neuen Bonatti-Route durch die Nordwand des Matterhorns, der bislang einzigen Alternative zur Schmid-Route der Erstdurchsteigung. „Die Berge meines Lebens“ ist Walter Bonattis Autobiographie und es ist zugleich eine Liebeserklärung an die Berge und das Bergsteigen. Für ihn war das Bergsteigen immer in erster Linie die Suche nach den eigenen Grenzen. Ganz ohne Zweifel muss er mehrfach an diese Grenzen gestoßen sein, vielleicht an der Matterhorn-Nordwand bei Zermatt, vielleicht am Grand Capucin im Montblancmassiv, in Peru, in Patagonien oder im Himalaya.


Doch Grenzen bedeuteten für ihn nie das Ende einer Reise, wie Bonatti in „Die Berge meines Lebens“ sehr schön schildert: Sie spornten ihn vielmehr dazu an, sie mit aller Entschlossenheit, Kraft und allem Einfallsreichtum zu verschieben. Niemals jedoch griff er bei seinen erstaunlichen Leistungen auf technische Hilfsmittel zurück. Das widersprach seinen Prinzipien und lässt seine Erfolge umso eindrucksvoller wirken. Und so ist sein Buch auch als Plädoyer für das klassische Bergsteigen zu verstehen. Walter Bonatti ermutigt dazu, zu den Wurzeln des Bergsteigens und Kletterns zurück zu kehren und es nicht als Triumph der Technik, sondern als persönliche Herausforderung Mensch gegen Natur zu verstehen. Das ist für viele von uns leichter gesagt, als getan, doch dieses großartig geschriebene Buch macht Lust, es dennoch zu versuchen.

Seite für Seite erfahren wir von Bonattis großem Respekt vor den Bergen, der ihn jedoch nie daran hinderte, etwas Neues zu wagen. Er trägt hier also nicht nur Tatsachen zusammen und berichtet von seinen eigenen Leistungen und Erfolgen, sondern er philosophiert auch über das Leben. So wird deutlich, dass Bonatti das Leben “unten in den Ebenen” als hoffnungslos und leblos empfand. Es sei ein ständiger, kaputtmachender Kampf um nichts. Das einzige Leben, das er kannte, fand auf den Bergen statt und so ist es kein Wunder, dass ihn eine geradezu persönliche Beziehung mit den Riesen der Alpen verband. Das alles tut der sympathischen Art, mit der Bonatti in „Die Berge meines Lebens“ erzählt, keinen Abbruch. Immer bleibt er authentisch, immer voller Liebe – und genau das macht dieses Buch, das auch – und nicht zuletzt – ein Matterhorn-Buch ist, aus. Nach dem Tod der Bergsteigerlegende, 2011, ist es umso lesenswerter.

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