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Solvayhütte

Wer plant, das Matterhorn zu besteigen, den wird die Anwesenheit dieser Berghütte bei Zermatt stark beruhigen: In einer Höhe von 4.003 Metern ü.M. ist die Solvayhütte die Notfallunterkunft auf dem Matterhorn und zugleich die höchstgelegene SAC-Hütte in den Schweizer Alpen. Sie liegt nordöstlich des Gipfels am Hörnligrat (geographische Lage: 617392 / 91918), und ist nur über einen als “sehr schwierig” gekennzeichneten Weg zu erreichen. Er führt von Zermatt aus hinauf zum Schwarzsee, weiter zur Hörnlihütte und schließlich über den Hörnligrat. Zwischen der unteren und der oberen Mosleyplatte befindet sich dann die kleine Holzhütte.

Aufstieg zur Solvayhütte

Ein Großteil des Anstieges zur Solvayhütte führt über Schutt und Geröll. Hier besteht akute Steinschlaggefahr! Bergsteiger sollten sich daher an die Pfade im Gelände halten, auf denen das Geröll bereits abgeräumt ist, denn dies weist auf regelmäßigen Verkehr und damit auf die klassische Route zur Solvayhütte (und damit zum Gipfel) hin. Die Solvayhütte markiert dann jenen Punkt auf dem Anstieg zum Matterhorn, ab dem Bergsteiger sich nur noch angeseilt und gesichert fortbewegen sollten. Gerade auf Grund des großen Andranges unerfahrener Bergsteiger wird die Matterhornbesteigung oft unterschätzt. Der eindrucksvolle Berg ist aber trotz des Massentourismus' eine Herausforderung mit vielen Tücken, die schon so manchen Bergsteiger das Leben gekostet hat.


Nur für Notfälle: die Solvayhütte in schwindelnder Höhe

Die Solvayhütte wurde 1915, genau 50 Jahre nach der Erstbesteigung des Matterhorns durch Edward Whymper, errichtet und gehört zu den 220 Berghütten, die der Schweizer Alpen-Club heute in den Bergen des Landes betreibt. Sie ist nicht bewirtet, sondern dient als ausgesprochene Notunterkunft. Reguläre Übernachtungen sind nur in der 700 Meter weiter unten gelegenen Hörnlihütte möglich. Für den Notfall stehen in der Solvayhütte zehn Betten und ein Funktelefon bereit, Wasser, Essen oder Holz gibt es nicht. Vielmehr handelt es sich um einen kleinen Unterstand, der nur die Funktion erfüllen soll, gefährdete Bergsteiger zu schützen. Außerdem steht hier ein Notfunk zur Verfügung, mit dem Alpinisten notfalls Hilfe rufen können.

Notunterkunft in der Solvayhütte

Es wird dringend davon abgeraten, bei der Vorbereitung der Matterhorn-Besteigung schon von vornherein einen Aufenthalt in der Solvayhütte einzuplanen. Immer wieder beginnen gedankenlose Bergsteiger noch am frühen Nachmittag den Aufstieg zum Matterhorn und nutzen dann einfach die Solvayhütte als Zwischenunterkunft. Dies ist jedoch nicht Sinn und Zweck der Notunterkunft. Wenn Sie das Matterhorn über den Hörnligrat besteigen wollen, übernachten Sie am besten in der Hörnlihütte und stehen zur offiziellen Weckzeit um 4:30 Uhr auf, um den Aufstieg in Angriff zu nehmen. Dann haben Sie ausreichend Zeit für den Aufstieg und die Rückkehr zur Hörnlihütte.

Sollten schlechte Wetterverhältnisse, Verletzungen oder Erkrankungen dann die Rückkehr zur tiefer gelegenen Berghütte unmöglich machen, suchen Sie die Solvayhütte auf. Für jede Übernachtung ist eine Gebühr von sFr. 20 pro Kopf und Nacht beim Wirt der Hörnlihütte zu entrichten. Doch diese Gebühr wird niemandem zu hoch erscheinen, der an den oberen Hängen des 4.478 Meter hohen Matterhorns in einen Schneesturm gerät oder nicht rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit in die Hörnlihütte zurückkehren kann.


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