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Neue Monte Rosa-Hütte

Ein Ufo, geschliffener, metallisch schimmernder Bergkristall oder einfach nur eine futuristische Berghütte bei Zermatt : die Besucher der Neuen Monte Rosa-Hütte sind sich nicht ganz einig, wie sie dieses glitzernde hypermoderne Bauwerk hoch oben auf 2.883 Metern Höhe in den Walliser Alpen benennen sollen. Schräg statt urig könnte man als Überschrift über die Neue Monte Rosa-Hütte setzen. Und es ist tatsächlich sehr außergewöhnlich, das Vorzeigeobjekt der Schweizer. Oder wie BILD neulich schrieb: das neue “Schmuckstück der Alpen” mit der coolsten Architektur aller Berghütten.

Lassen wir erst einmal die Fakten sprechen. Schon 1895 wurde hier hoch über dem Gornergletscher nur etwa 100 Meter tiefer bereits eine Hütte errichtet. Diese alte Monte Rosa-Hütte war – nach etlichen Umbauten – in die Jahre gekommen. Der Eigentümer, der Schweizer Alpen-Club (SAC), entschied sich für die radikale Lösung: Ein kompletter Neubau an etwas höherer Stelle und den Abriss der alten Monte Rosa-Hütte.

Traumblick auf das Matterhorn: Neue Monte Rosa-Hütte

Seit März 2010 ist die Berghütte der Zukunft nun in Betrieb. Herrlich am nord-westlichen Fuß des Monte-Rosa-Massiv oberhalb von Zermatt in der kargen, hochalpinen Felslandschaft gelegen, einsam im Eis, mit fantastischem freien Blick auf das zwölf Kilometer entfernte Matterhorn. 120 Bergwanderer können hier von Mitte März bis Mitte September übernachten, in 19 Zimmern – und das für eine Hütte im Hochgebirge komfortabel, nämlich mit allen notwendigen Sanitäreinrichtungen, grosszügigen Gasträumen und Warmwasserduschen.


Die futuristische Neue Monte Rosa-Hütte

Eine derart nüchterne Beschreibung wird diesem Architektur-Objekt der Superlative allerdings kaum gerecht. Dafür sorgt schon das ausgesprochen exzentrische Äußere der Neuen Monte Rosa-Hütte, die eine Kulisse für einen Science-Fiction-Film sein könnte: Ein achteckiger Grundriss, schräg nach oben verlaufende Außenwände, silbrige Aluminiumfassade mit streifenförmigen Metallbändern – und das mitten im Hochgebirge. Ein echter Hingucker also, der allerdings von anstürmenden Touristenmassen wohl verschont bleiben wird: Der Anstieg zur Monte Rosa-Hütte von Zermatt aus ist durchaus anspruchsvoll.

Hightech in der Neuen Monte Rosa-Hütte

Geradezu revolutionär ist das Energiekonzept des Bauwerks. 90% der Energie, die die Neue Monte Rosa- Hütte benötigt, werden per Solarenergie selbst produziert, nur 10 Prozent werden per Helikopter geliefert. Eine integrierte Photovoltaikanlage produziert Strom und speist zusätzlich Batterien – für sonnenlose Zeiten. Es kommt noch besser: Sollte alles einmal ausfallen, wird ein Blockheizkraftwerk angeworfen, das mit Rapsöl betrieben wird.

Und wie werden die Toiletten und Duschen betrieben? Ganz einfach: In den Sommermonaten wird Schmelzwasser in einer großen Felskaverne gesammelt. Das soll – so die Berechnungen – dann für die ganze Saison zum Duschen reichen. Die Abwässer werden wirksam gefiltert und dienen dann der Toilettenspülung und werden für die Duschen von thermischen Kollektoren erwärmt. Einfach genial eben.

Die SAC Sektion Monte Rosa plant nun bereits eine Erweiterung der Solaranlage der Neuen Monte Rosa-Hütte: Die Photovoltaikanlage soll nach den SAC-Plänen um ca. 30 Quadratmeter vergrössert werden. Die Erweiterung ist notwendig, weil viel mehr Besucher als budgetiert die ungewöhnliche und stylishe Neue Monte Rosa-Hütte besuchen. Die zusätzlichen Solarpanels wurden im Sommer 2012 installiert.

Als Musterbeispiel für energieeffizientes Bauen im Hochland liegt die Neue Monte Rosa-Hütte am Ende des Klimahörpfades, eines 6,3 Kilometer langen Wanderweges, der in kleinen Hörgeschichten über die Folgen des Klimawandels in den Alpen informiert.


Die neue und die alte - inzwischen abgerissene - Monte Rosa-Hütte

Fern ab: die Neue Monte Rosa-Hütte

Fehlt nur noch eine Kleinigkeit: Wie kommt man hin zu dem neuen Wunderbau der Schweizerischen Architektur, die mittlerweile zum Pilgerort für Designinteressierte geworden ist? Im Winter ist die neue Monte Rosa-Hütte grundsätzlich nur mit Skiern zu erreichen. Da heißt es vorher Rücksprache nehmen mit dem Hüttenwart – bezüglich der aktuellen Schneeverhältnisse. Und es bleibt natürlich die Möglichkeit, die ungewöhnlichste Berghütte der Welt mit dem Hubschrauber zu erreichen: Wer es sich leisten kann, lässt sich von den Helikopter-Profis der Air Zermatt in wenigen Minuten vom Tal zur Neuen Monte Rosa-Hütte fliegen. Wer das Geld übrig hat, wird keinen Euro bedauern, den der Flug per Hubschrauber rauf zur Monte Rosa kostet: ein wahrhaft einmaliges Erlebnis.

Aber im Sommer sollte der Anstieg zur Neuen Monte Rosa-Hütte für geübte Bergwanderer kein Problem darstellen. Mit der Gornergratbahn geht es zunächst von Zermatt bis zur Station Rotenboden (2.819 Meter ü. M.). An der Südflanke des Gornergrats verläuft ein markierter Wanderweg zum Gornergletscher hinunter. Über Moränenschutt geht es dann nach dem Verlassen des Gletschers hinauf zur neuen Monte Rosa-Hütte. Dann heißt es nach etwa 2 1/2 bis 3 Stunden: Ziel erreicht und Augen auf zum Staunen!

Bitte beachten: Die Tour zur Neuen Monte Rosa-Hütte über den Gornergletscher ist anspruchsvoll und erfordert Hochtourenausrüstung. Seitdem sich der Gletscher aufgrund des Klimawandels immer mehr zurückzieht ist der Anstieg zur Hütte schwieriger und langwieriger geworden. Als Tagestour können wir die Neue Monte Rosa-Hütte nur geübten Bergsteigern empfehlen. Immer häufiger müssen Touristen mit normalen leichten Straßenschuhen mit der Air Zermatt von der Hütte ausgeflogen und nach Zermatt ins Tal zurückgebracht werden, weil ein Weitergehen ohne hochalpines Schuhwerk hier oben nicht möglich bzw. lebensgefährlich ist. Also unterschätzen Sie, trotz der bequemen und leichten Anreise bis Rotenboden mit der Gorngergratbahn keinesfalls die Tour zur Monte Rosa-Hütte.


Die Zeitschrift “GEO SAISON” hat die Neue Monte Rosa-Hütte übrigens in der Kategorie “Hotels ausser Konkurrenz” auf den ersten Platz gewählt. Das Fazit von Juror Christoph Ammann (im Hauptberuf Leiter des Reiseressorts der Schweizer “Sonntagszeitung”): “Bergromantik auf die coole Tour: in eisiger Höhe über Zermatt erwartet erprobte Wanderer ein Hightech-Kristall.” Und weiter: Der “Gipfelstürmer” bekommt seit der Eröffnung “genauso viel Aufmerksamkeit wie das Matterhorn im Hintergrund”.

Und die Online-Kollegen von GEO sind sich sicher, dass Heidi heutzutage in der Monte Rosa-Hütte wohnen würde.

Weitere Infos zur Neuen Monte Rosa-Hütte inklusive Buchungsmöglichkeit (Mehrbettzimmer/meist Sechs-Bett-Zimmer mit Halbpension ab 42 Euro pro Person) finden Sie auf der Webseite der SAC-Sektion Monte Rosa.


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Neue Monte Rosa-Hütte-BUCHTIPP:

Als die Neue Monte Rosa-Hütte 2009 eröffnet wurde, setzte sie weltweit Maßstäbe in Sachen hochalpinem Hüttenbau. Hier, hoch über Zermatt, trifft innovative moderne Architektur auf bergsteigerisches Know-How. In diesem Buch erfahren Sie alles über den Bau der Hütte.

“Und dann, auf 2.883 Meter Höhe, taucht eine Erscheinung auf, die alle Strapazen vergessen lässt: ein haushoher, ungeschliffener Bergkristall, silbrig glänzend, mit schroffen Kanten.”

1.Platz Hotels außer Konkurrenz: Neue Monte Rosa Hütte
im “Stern”



Literaturtipps