Die Hörnlihütte
Die Hörnlihütte am Fuß des Matterhorns ist der Anlaufpunkt für alle, die den beeindruckenden Berg bezwingen oder einfach so in seiner Nähe Höhenluft schnuppern möchten. In 3.260 Metern ü.M. gelegen, bietet die Berghütte am Hörnligrat phantastische Blicke auf die umliegenden Viertausender und – gemeinsam mit dem dazu gehörigen “Berghaus Matterhorn” – Schlafplätze für insgesamt 170 Personen.
In beiden Häusern sollten die Betten etwa fünf Tage vor der Ankunft reserviert werden (Telefon Hörnlihütte 027 9672769), da sie während der kurzen, aber intensiven Saison beliebte Anlaufpunkte sind.
Der “Wächter des Matterhorns” und die Hörnlihütte
Die SAC-Berghütte, die von Juli bis September von Kurt Lauber aus Zermatt bewartet wird und die eine erstaunlich gute Küche bietet, liegt am nordöstlichen Hang des Matterhorns, auf dem sogenannten Hörnligrat. Seit 17 Jahren schon ist Kurt Lauber der „Wächter des Matterhorns“, versorgt die Gäste und Bergsteiger, die von hier aus zum Gipfel des Matterhorns aufbrechen, berät und informiert sie über die jeweiligen Bedingungen am Berg und rückt im Notfall auch selbst aus, um verunglückte Alpinisten am Matterhorn zu retten. All dies beschreibt Kurt Lauber in „Der Wächter des Matterhorn – Mein Leben auf der Hörnlihütte“, das im April 2012 erscheint und das Sie hier direkt vorbestellen können.
Die Hörnlihütte wird auf der Standartroute zum Gipfel passiert. Eine kleine Hilfe für den Aufstieg gibt es vorab: Von Zermatt aus kann die Schwarzseebahn bis zur Station Schwarzsee (2583 m) genutzt werden. Von da an geht es etwa zwei Stunden lang zu Fuß über gut markierte und viel begangene Wege über den mächtigen Felsabsatz Hirli auf den Nordostgrat, den Hörnligrat. Nur wenige Stellen des Weges zur Hörnlihütte sind etwas ausgesetzter und dort mit Drahtseilen gesichert. Wer direkt von Zermatt aus laufen möchte, sollte über Winkelmatten, Furi und Schwarzsee etwa 4,5 Stunden einplanen. Der Weg zur Berghütte Hörnlihütte stellt keine größeren Anforderungen und kann auch von Nicht-Alpinisten leicht bewältigt werden. Beim Anstieg ist nicht nur der Blick nach oben auf das nun riesig wirkende Matterhorn faszinierend; auch die Ausblicke über das Gletschertal von Zmutt auf Zinalrothorn und Obergabelhorn und rüber in Richtung Monte Rosa Massiv sind atemberaubend.
Wenn Sie auch beim Abstieg Richtung Zermatt wieder die Seilbahn ab Schwarzsee nehmen wollen, dann merken Sie sich unbedingt die Abfahrtszeiten der letzten Bahn ins Tal und treten Sie den Rückmarsch von der Hörnlihütte rechtzeitig an.
Geschichte der Hörnlihütte
Die Hörnlihütte wurde im Jahr der Erstbesteigung des Matterhorns, 1865, errichtet.
Nachdem Edward Whymper und seine Männer gezeigt hatten, dass die Besteigung des einst als unbezwingbar geltenden Berges möglich war, lockte dieser Bergsteiger aus aller Welt an, die die Hörnlihütte als Basisstation nutzten. 1911 erfolgte der Bau des “Berghauses Matterhorn”.
In dem traditionellen Schweizer Berghaus sollte für das leibliche Wohl der alpinen und nicht-alpinen Gäste gesorgt werden. Im selben Jahr wurde außerdem die Solvayhütte in 4.003m ü.M. errichtet, die Bergsteigern, die die Hörnlihütte im Notfall nicht rechtzeitig erreichen können, Schutz bieten soll. Sie wird zwar nicht bewirtet, steht aber ebenfalls in der Verantwortung des Wirtes der Hörnlihütte.
Vier Doppelzimmer und 11 Touristenlager ermöglichen einen guten Schlaf in diesen eindrucksvollen Höhen. Versorgt wird die Hütte mit allem Notwendigen über die Hubschrauber der Air Zermatt, sodass die Wirtin mit hausgemachten Schweizer Rösti und Früchtekuchen für eine anständige Mahlzeit nach dem Aufstieg sorgen kann. Die Wasserversorgung des Hauses läuft über einen Schmelzwasserspeicher, weshalb es in den hochfrequentierten Sommermonaten zu Wasserknappheit kommen kann.
Anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Hörnlihütte ist für die Zeit bis 2015 ein aufwendiger Umbau mit umfassenden Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen geplant. Die Burgergemeinde von Zermatt hat zwar noch nicht entschieden, wie genau die Zusammenführung der bestehenden Gebäude aussehen soll oder ob eines der Gebäude abgerissen und ersetzt werden soll, sicher ist jedoch das die neue Hörnlihütte sich 2015 im zeitgemäßen, modernen Gewand präsentieren wird. Vor allem den Bereichen Gastronomie, Funktionalität, Energie, sanitären Einrichtungen, Wasser-Versorgung und –Entsorgung soll Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Hörnlihütte-BUCHTIPP:
Niemand kennt die Hörnlihütte so gut wie Kurt Lauber, der „Wächter des Matterhorns“: Seit 17 Jahren ist er nun schon Hüttenwart auf der Hörnlihütte am Matterhorn.
Hier ist er nicht nur für die Versorgung der Bergsteiger verantwortlich, er berät sie auch und erlebt ihre Niederlagen und Triumphe mit. Nicht selten muss er dann auch selbst auf den Berg, um verunglückte Bergsteiger zu retten, die sich über- oder das Matterhorn unterschätzt haben.
Hier können Sie Kurt Laubers Buch „Der Wächter des Matterhorns – Mein Leben auf der Hörnlihütte“ für April 2012 vorbestellen.
Die so entstehenden 120 neuen Schlafplätze und das Tagesrestaurant der Hörnlihütte sollen an die veränderten Bedürfnisse der heutigen Alpinisten angepasst werden. Bergsteiger, die das Matterhorn bezwingen wollen, müssen jedoch keine Einschränkungen befürchten: Der Betrieb der Hörnlihütte wird wie gewohnt aufrecht erhalten.
Übernachten auf der Hörnlihütte
Neben der guten Höhenluft, der einmaligen Bergsteiger-Atmosphäre und den spektakulären Sonnenaufgängen gibt es noch weitere Gründe, die Hütte zu besuchen: Sie liegt nämlich auch auf dem Höhenweg, der rings um Zermatt führt: 400 Kilometer Wanderweg leiten Sie an die imposanten Hänge der Viertausender und durch fünf verschiedene Täler. Die Hütte am Fuß des Matterhorns ist eine der 15 Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Weg.
Auch Nicht-Alpinisten eröffnet die Hörnlihütte am Matterhorn mit ihrem durch die Schwarzseebahn erleichterten Aufstieg, die Möglichkeit, in eindrucksvollen Höhen von über 3.000 Metern zu übernachten und das Gefühl zu genießen, dem Himmel ein Stück näher zu sein. Neben der guten Höhenluft, der einmaligen Bergsteiger-Atmosphäre und den spektakulären Sonnenaufgängen gibt es aber noch einen weiteren Grund, die Hörnlihütte zu besuchen: Sie liegt nämlich auch direkt am Höhenweg, der durch die Bergwelt rings um Zermatt führt: 400 Kilometer Wanderweg leiten Sie vorbei an den imposanten Hängen der Zermatter Viertausender und durch fünf verschiedene Täler. Das ist ein erlebnisreicher Wanderurlaub der ganz besonderen Art. Die Hörnlihütte am Fuß des Matterhorns ist eine der 15 Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Weg.
Große Pläne für die Hörnlihütte
Anlässlich der 150-Jahr-Jubiläumsfeier der Erstbesteigung des Matterhorns durch Edward Whymper 2015 gibt es große Pläne für die Hörnlihütte und das angeschlossene Berghaus Matterhorn: Beide Gebäude entsprechen schon längst nicht mehr den heutigen Anforderungen an Gastronomie, Funktionalität und Energieeffizienz und müssen dringend saniert werden. Doch die Sanierung der Hörnlihütte ist ein aufwendiges Unterfangen und eine zeitweise Schließung der Berghütte käme einer Schließung des Matterhorns gleich. Schließlich übernachten jährlich etwa 3.500 Bergsteiger auf dem Weg aufs Matterhorn in der Hörnlihütte, an manchen Sommertagen bis zu 140 Personen pro Nacht.
Die Sanierung der Hörnlihütte und des Berghauses Matterhorn muss also sorgfältig geplant werden. Zwei Varianten werden dabei derzeit diskutiert. Die eine sieht vor, das Berghaus Matterhorn zu sanieren und die Hörnlihütte durch einen modernen Anbau am Berghaus zu ersetzen. Die zweite Variante beinhaltet einen kompletten Neubau des Berghauses. Wie auch immer sich die Burgergemeinde Zermatt und der SAC entscheiden werden, noch 2012 soll mit den Bauvorbereitungsarbeiten begonnen werden. 2013 und 2014 sollen dann die eigentlichen Bauarbeiten realisiert werden und 2015, pünktlich zum 150. Jubiläum der Erstbesteigung, soll die neue Hörnlihütte den Matterhorn-Besuchern offen stehen. Dann kommen die Gäste in den Genuss modernster Technik: Thermische Solarkollektoren sollen für die Warmwasserversorgung zuständig sein, passive Sonneneinstrahlung wird den größten Teil des Heizbedarfs übernehmen, die Wasserversorgung erfolgt über Schmelzwasser und für die Elektroversorgung ist eine Photovoltaikanlage an der Süd-Fassade geplant. Damit wird die Hörnlihütte neue Maßstäbe im hochalpinen Bauen setzen. Etwa 7 Millionen Schweizer Franken wird der Umbau Schätzungen zufolge kosten.
Hier im Zermattportal bieten wir Ihnen eine große Auswahl an Chalets und Ferienhäusern in Zermatt. Zudem können Sie bei uns einfach und direkt Ferienwohnungen in Zermatt und Hotels in Zermatt suchen und buchen. Und für alle, die es etwas günstiger wollen, finden sich hier bei uns auch Hostels, Youthhostels und die Jugendherberge in Zermatt.




