4trips-Partner

Jungfraujoch

Etwa 2,5 Stunden von Zermatt entfernt liegt das UNESCO Weltnaturerbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch, eine Landschaft von herausragender Schönheit, Heimat seltener Tier- und Pflanzenarten und ein Paradies für Bergsteiger und Naturfreunde – und die Heimat des Jungfraujochs. Nur wenige Ausflusgziele ab Zermatt können so viel bieten.

Das Jungfraujoch ist ganz ohne Zweifel das Herzstück des ca. 850 Quadratkilometer großen Gebiets, gelegen zwischen Mönch und Jungfrau in 3.471 Metern Höhe. Gleich nebenan lockt dann der Große Aletschgletscher. Das Jungfraujoch verbindet die beiden Viertausender Mönch und Jungfrau, die zum imposanten weltbekannten Dreiergestirn Eiger, Mönch und Jungfrau gehören und bildet zugleich die Grenze zwischen den Schweizer Kantonen Bern und Wallis.

Das Jungfraujoch ist eines der beliebtesten Reiseziele der Schweiz und zieht alljährlich zahllose Besucher an, die mit der faszinierenden Jungfraubahn auf das Jungfraujoch – mit 3454m ü. M. die höchstgelegene Bahnstation Europas – fahren und von dort aus die spektakuläre Aussicht auf das UNESCO Welterbegebiet rund um den Aletschgletscher genießen.

Buchen Sie hier Ihr Hotel in Grindelwald am Jungfraujoch. Geben Sie dafür den jeweiligen Reisezeitraum ein oder klicken Sie “Reisedatum noch unbekannt” an:


Das Jungfraujoch und die Jungfraubahn

Mitten im Jungfrau Aletsch-Gebiet stellt das Jungfraujoch eine Attraktion für sich dar: Seit 1912 die Jungfraubahn erbaut wurde, wurde das Jungfraujoch vielfältig ausgebaut und beherbergt heute, neben der höchsten Bahnstation Europas, einen faszinierenden Eispalast, die Sphinx-Aussichtsterrasse und das Sphinx-Observatorium, das Sie von der Bergstation aus mit dem schnellsten Lift der Schweiz erreichen, und das Gletscherrestaurant „Top of Europe“. Schon die Fahrt mit der Jungfraubahn, die auf der 9,34 Kilometer langen Strecke stolze 1.393 Höhenmeter überwindet, ist ein Erlebnis für sich.

Nachdem Sie den Bahnhof Kleine Scheidegg (2061m ü.M.), oberhalb von Grindelwald, verlassen haben, können Sie nach einiger Zeit an den Zwischenstationen Eigergletscher (2.320m ü.M.), Eigerwand (2.864m ü.M.) und Eismeer (3.158m ü.M.) mitten im Eiger den atemberaubenden Blick geniessen, der weitgehende Teil der Strecke, ca. 7 km, zwischen Kleine Scheidegg und der Gipfelstation auf dem Jungfraujoch verläuft allerdings panoramaarm durch tief in den Berg gehauene Tunnel. Um die Erlaubnis für den Bau der Bahn auf das Jungfraujoch zu erhalten, musste der Großindustrielle Adolf Guyer-Zeller 1894 noch den Nachweis erbringen, dass der Aufstieg in solche Höhen medizinisch unbedenklich ist. Doch bis heute hat die Fahrt auf 3.471 Metern niemandem geschadet. Und wenn es dem einen oder anderen Besucher den Atem verschlagen hat – dann war das sicher dem unvergesslichen Ausblick vom Jungfraujoch aus geschuldet.

Alpiner Aufstieg auf das Jungfraujoch

Zwar ist die Jungfraubahn das gängige Mittel der Wahl, um das Jungfraujoch zu erreichen, doch immer wieder gibt es auch wagemutige Alpinisten, die den Aufstieg zu Fuß oder im Rahmen einer Skitour auf sich nehmen. Wer den Aufstieg vom Wallis aus wagt und dabei den Aletschgletscher überquert, findet eine recht leichte Tour vor, bei der man sich lediglich vor der Spaltengefahr im Jungfraufirn in Acht nehmen muss. Diese Route wird von all jenen gewählt, die entweder nicht über viel alpine Erfahrung verfügen, oder von denen, die vom Jungfraujoch aus noch höher hinaus wollen: von Bergsteigern, die die Jungfrau oder den Mönch besteigen und sich dabei noch ganz anderen Herausforderungen stellen wollen. Dann dient das Jungfraujoch als eine Zwischenstation, als Lager und Ausgangspunkt. Ganz anders sieht es aber aus, wenn man vom Berner Oberland aus zum Jungfraujoch aufsteigen möchte. Bei dieser Tour handelt es sich um eine beschwerliche Hochtour mit Steileis-Abschnitten, die manchmal Wochen und Monate unbegehbar ist und selbst sehr erfahrenen Bergsteigern alles abverlangt. Diese Berge sollte man nie unterschätzen: Selbst an den einfachsten Routen auf die Jungfrau hat es schon Unfälle gegeben – und die Tour auf das Jungfraujoch ist eine der Touren, bei denen man leicht dazu neigt, sich zu verschätzen.

Highlights Jungfraujoch

Wenn Sie dann das Jungfraujoch erreicht und sich oben am Panorama satt gesehen haben, gibt es auf dem Jungfraujoch, das zu 100 Prozent ganzjährig schnee- und eissicher ist, viel zu erleben. Der Eispalast beispielsweise führt Besucher tief hinein ins Firn des Jungfraujochs und erlaubt es Ihnen, die faszinierende Welt des Gletschers hautnah zu erleben. Sie wandern durch höhlenartige, lange Gänge, die sich direkt vor Ihren Augen zu weiten Räumen und Hallen auftun, überall funkelt es und in den Nischen verbergen sich kunstvolle Eisskulpturen.
Auf 3.454m Höhe erleben Sie die beeindruckende Welt des ewigen Eises und bestaunen die Leistung der beiden Bergführer aus Grindelwald und Wengen, die vor über 50 Jahren damit begannen, in mühevoller Handarbeit die riesige Halle aus dem Eis herauszuschälen.

Zwischen April und November können Sie Ihre Erkundungstour zum Jungfraujoch dann ganz in der Nähe an den Trümmelbachfällen fortsetzen. Auf 140 Höhenmetern entwässern sich die Gletscherwände von Eiger, Mönch und Jungfrau in 10 imposanten Gletscherwasserfällen, die Sie über Treppen und Tunnel erreichen können. Eine kunstvolle Beleuchtung setzt das Naturschauspiel angemessen in Szene.


Panoramaansicht von Eiger, Mönch und Jungfrau

In der näheren Umgebung des Jungfraujochs kommen dann Natur- und Wanderfreunde voll auf ihre Kosten. Egal ob Sie durch die eindrucksvolle, schroffe Gletscherschlucht Rosenlaui (im Reichenbachtal zwischen Kleine Scheidegg und Meiringen) wandern oder auf einem der zahllosen Nah- und Fernwanderwege die ursprüngliche Hochgebirgslandschaft durchstreifen: überall gibt es etwas zu entdecken. Die Region rund um Grindelwald ist die Heimat seltener Tier- und Pflanzenarten und mit etwas Glück beobachten Sie auch Alpensteinböcke und die seltene Westliche Smaragdeidechse. Weitere Höhepunkte auf Wanderungen durch das UNESCO Weltnaturerbe sind die Walliser Felsentreppe, die Suonen-Wanderwege, die Safran-Äcker in Mund und natürlich die beiden großen Gletscher der Region: der Große Aletschgletscher und der Aargletscher.

Wenn Sie Ihren Aufenthalt im Welterbe-Gebiet anschließend etwas ausdehnen wollen, finden Sie in Grindelwald nicht nur eine passende Unterkunft, sondern auch Zugang zum Skigebiet der Jungfrau-Region und zur Wanderregion rings um Eiger, Mönch und Jungfrau. Bevor Sie dann das Jungfraujoch verlassen, versenden Sie noch eine Postkarte vom höchstgelegenen Postbüro Europas aus. Dafür hat das Jungfraujoch eigens eine eigene Postleitzahl erhalten: 3801.

Anfahrt zum Jungfraujoch

Sie erreichen das Jungfraujoch über die Jungfraubahn von der Station Kleine Scheidegg aus. Von Zermatt aus fahren Sie mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn nach Täsch, wo Sie Ihr Auto geparkt haben. Von dort aus dauert die Autofahrt nach Kleine Scheidegg noch etwa 2,5 Stunden. Wenn Sie von Zermatt mit dem Zug nach Kleine Scheidegg fahren, planen Sie etwa 3,5 Stunden ein. Da zwischen Zermatt und Kleine Scheidegg keine Direktverbindung besteht, müssen Sie in Visp, Spiez und Interlaken Ost und Lauterbrunnen umsteigen, das ist allerdings die scheinbare Mühe wert, denn Bahnfahren im Wallis macht ungeheuren Spaß und ist der perfekte Weg die wechselnden Natureindrücke in Ruhe wahrzunehmen.






Literaturtipps