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Sion

Sion, wie die Unterwalliser sagen oder Sitten, wie der Ort vor allem bei den Oberwallisern heißt – ist die französischsprachige Kantonshauptstadt des Wallis und die wohl sonnenverwöhnteste Stadt der Schweiz: So trocken und mild wie hier präsentiert sich das alpine Klima nirgendwo sonst. Beste Voraussetzungen also für einen tollen Ausflug von Zermatt aus. Sion liegt auf einer Höhe von 508 Metern im Rhonetal am Eingang in Val d´Hérens.

Etwa 1 Stunde 15 Minuten müssen Sie für die Fahrt mit dem Auto ab Täsch nach Sitten einplanen. Mit dem Zug dauert die Tour von Zermatt nach Sion (über Visp) knapp 2 Stunden – Zeit, die sich durchaus zu investieren lohnt, wenn Ihnen der Sinn nach ein bisschen Abwechslung und einem erlebnisreichen Ausflug in eine Bischofsstadt mit großer Historie und Kulturgeschichte steht.

Sion liegt im Rhonetal auf etwa 510 Metern über dem Meeresspiegel. Weithin sichtbar sind die beiden Felsen im Osten des historischen Stadtkerns. Der 611 Meter hohe Fels Valère und die darauf thronende Wallfahrtskirche Notre-Dame de Valère sind das Wahrzeichen von Sion. Nordöstlich davon liegt ein zweiter Felsen mit einer Höhe von 651 Metern, auf dem die Festungsruine Tourbillon liegt. Hinzu kommt der Mont d’Orge mit 786 Metern Höhe, der dort liegt, wo die Altstadt von Sion in die jüngeren Siedlungsgebiete übergeht.

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Ausflugsziel mit Geschichte: Sion

Im schönsten Sonnenschein erkunden Sie dann die Region rings um Sion/Sitten und eine der ältesten Städte der Schweiz. Schon in der Steinzeit war das heutige Sion besiedelt; später errichteten dann die Kelten und Römer hier wichtige Zentren und seit 580 ist Sion auch Bischofssitz, was der Stadt, die heute knapp 30.000 Einwohner hat, beträchtliches Ansehen und auch einigen Wohlstand einbrachte. Dies sieht man noch heute, wenn man durch die mittelalterliche Altstadt von Sion läuft. Sehenswert ist im Zentrum von Sion u.a. das Hotel de Ville, das mit seiner Renaissance-Fassade zu einem der schönsten Rathäuser der Schweiz zählt.

Der Blickfang der Stadt ist der Felsen Valère, der knapp 600 Meter hoch ist und auf dessen Gipfel die Wallfahrtskirche Notre-Dame de Valère thront. Sie wurde im 12. und 13. Jahrhundert als Residenz des Domkapitels erbaut und diente dem Fürstbischof, der zugleich geistlicher und weltlicher Herrscher von Sion/Sitten war, als Wohnsitz. Erst mit dem Franzoseneinfall 1789 wurde die Basilique de Valère auch faktisch wieder eine Kathedrale. Heute findet sich in den Räumen des Domkapitels das Kantonale Historische Museum, das auf jeden Fall einen Besuch lohnt. Auch das Gnadenbild, die gotische Marmorstatue der Madonna mit dem Jesuskind auf dem Arm, das aus dem Beginn des 15. Jahrhunderts stammt und noch heute hoch über dem Hochaltar hängt, ist sehr sehenswert.

Die Wallfahrtskirche auf dem Felsen Valère ist einer von vielen Zeugen der Geschichte von Sion. Viele von ihnen sind wesentlich älter: Schon in der Steinzeit gab es hier eine Siedlung, wie Ausgrabungen beweisen. Mit ihrer beinahe 7.000-jährigen Geschichte ist Sion damit die älteste Stadt der Schweiz. Schon um 3.000 v.Chr. muss die Region eine besondere Bedeutung für die Bewohner des Alpenraums gehabt haben, fanden sich doch hier wahrlich herausragende Relikte des Megalithbaus und eine der größten keltischen Totenstädte in den Schweizer Alpen. Insgesamt 200 Gräber aus der Zeit um 800 bis 500 v.Chr. konnten in der Nekropole freigelegt werden.

Sion: Museumsstadt im Oberwallis

Überhaupt lohnt sich Sion/Sitten als Ausflugsziel ab Zermatt, wenn Sie sich während Ihres Urlaubs im Oberwallis auch etwas Kultur gönnen wollen. Sion ist nämlich nicht in der Vergangenheit stehen geblieben, sondern hat sich stetig weiterentwickelt. Zwischen geschichtsträchtigen Gebäuden pulsiert das moderne Leben. Kunst und Kultur in jeder Form sind hier zu Hause. So gibt es in Sion mehrere Museen, deren Besuch sich lohnt: das Naturhistorische Museum Sion, das Archäologische Museum und das bereits genannte Musée de Valère in den Räumen des alten Domkapitels.


Wunderschöner Anblick: Sion/Sitten im Abendlicht

Das Naturhistorische Museum von Sion in der Avenue de la Gare 42 beschäftigt sich intensiv mit der Fauna, der Zoologie, der Mineralogie und der Paläontologie der Alpen. Sehenswert – wenn auch ein bisschen makaber – sind die ausgestopften letzten Exemplare von Tierarten, die in den Walliser Alpen rings um Sion und Zermatt heimisch waren, bevor der Mensch sie ausrottete. Dazu zählen unter anderem Bären, Wölfe, Bart- und Lammgeier. 1894 wurde der letzte Bär in Zermatt geschossen und der letzte Wolf starb 1947 in Eisscholl. Im Museum werden die Besucher an das empfindliche natürliche Gleichgewicht der Walliser Alpen erinnert und daran, wie schützenswert die Flora und Fauna sind, die wir hier heute noch im Großraum Zermatt erleben können. Vom Walliser Insekt bis zum präparierten Bären findet sich im Naturhistorischen Museum in Sitten also alles.

Wer sich eher für Geschichte interessiert, ist im Museum für Geschichte oder im Espace d’archéologie de la Grange-à-l’Evêque gut aufgehoben. Das Museum für Geschichte in Sion vermittelt in historischen Räumen im Schloss Valeria einen faszinierenden Überblick über die Geschichte des Wallis. In Europa einzigartig ist die Sammlung von hölzernen kunstvoll geschnitzten Sakristeitruhen aus dem Mittelalter. Nicht nur für Geologen interessant sind die ebenfalls ausgestellten neolithischen Stelen, die in Sitten ausgegraben wurden.

Im Kunstmuseum Sitten am Place de la Majorie 15 zeigt sich Modernes in historischen Räumen. Walliser Künstler, wie Raphy Dallèves und Ernst Biéler, zeigen ihre zeitgenössischen Werke, die mit ausgeprägter Bildsprache an eine Bergidylle vergangener Zeiten im Oberwallis erinnern sollen.

Auf Entdeckungstour in der Altstadt von Sion

Nach Ihrem Besuch im Museum in Sion/Sitten bleibt dann auch noch genügend Zeit, die anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erkunden, darunter die anderen drei der vier Schlösser von Sion (Tourbillon, Majorie und Montorge). Ein schöner Entdeckungsspaziergang führt Sie durch die mittelalterliche Innenstadt von Sion und passiert dabei alle wichtigen Sehenswürdigkeiten. Ausgangs- und Endpunkt sind der Place de la Planta, auf dem sich auch die Touristeninformation befindet.


Restauranttipps für Sion

Runden Sie Ihren Besuch in Sitten/Sion nach all den aufregenden Aktivitäten mit einem Besuch in einem der schönen Cafés (empfehlenswert z.B.: “Café de la Grenette”, eine Institution seit Jahrzehnten) oder in einem der erstklassigen Restaurants rund um die Rue du Grand-Pont in der Altstadt ab. Auch der Genuss darf in Sion nämlich nicht zu kurz kommen. Die Stadt wartet mit vielen erstklassigen Restaurants auf und ist berühmt für ihre Weinkeller. Feinschmecker kommen u.a. in folgenden empfehlenswerten Restaurants auf ihre Kosten:

Restaurant Damien Germanier, Rue du Scex 33, Sion: Innovative, moderne und leichte Küche. Höchstbewertestes Restaurant in Sion. Besonders die Saucen und Jus und die Desserts werden in Fachkreisen gelobt. www.damiengermanier.ch

“La Sitterie”, Route du Rawyl 41, Sion: Delikate raffinierte Küche. Kleines intimes Restaurant mit schönem Garten in den warmen Monaten. Besonders gelobt wird die Freundlichkeit im Service und die individuelle Gästebetreuung. www.lasitterie.ch

“L’Enclos de Valère”, Rue des Chateaux 18, Sion: Zwar nicht das gourmetmässig höchstdekorierte Restaurant in Sion, aber wohl das beliebteste. Blumenterrasse, moderner heller Speisesaal, kreative Karte. Der Gault Millau spricht von einem “bezauberndem Haus”. www.enclosdevalere.ch

“Café du Marché”, Rue de Conthey 17, Sion: Neues Restaurant der Macher der Brasserie du Grand-Pont. Beste regionale Produkte sind die Grundlage aller Gerichte. Große Walliser Weinkarte.

“Au Coq en Pate”, Passage Supersaxo 1, Sion: Modernes Restaurant im historischen Supersaxo-Gebäude in Zentrum von Sion. Kleine Karte. Gute Crus-Weine im glasweisen Ausschank. www.coqenpate.ch

Ausserhalb vom Stadtzentrum Sion im Stadteil Sion-la-Muraz ist zu empfehlen:

“Relais du Mont d´Orge”, Route de Sanetsch 99, Sion-la-Muraz. Schön hoch über Sion gelegenes Restaurant in einem historischen Bürgerhaus. Walliser Fleischspezialitäten. www.ricou.ch"

Über die Rue de la Tour, die Rue Saviège, die Rue de Châteaux, die Rue de Rhône, die Rue de la Porte-Neuve und die Espace des Remparts geht es auf der 2,3 Kilometer langen Tour (Dauer: etwa 1,25 Stunden) vorbei an den wichtigsten kulturellen Erbgütern der Stadt. Unterwegs informieren Sie dreisprachige Informationstafeln über die Hintergründe der einzelnen Bauwerke.

Wenn Sie dann noch Zeit und Lust haben, besuchen Sie zum Beispiel die Greifvogelshow auf den Hügeln von Valeria und Tourbillon (immer Mittwoch und Samstag Nachmittag), toben sich im Abenteuer-Park im Wald aus, wo 7 Strecken unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade darauf warten, von aktiven Urlaubern bezwungen zu werden, gehen Sie golfen oder reiten Sie durch das Umland von Sion. Noch aufregender wird es beim Wildwasserrafting und Canyoning (von Mai bis Oktober). Im Winter ist der Schneegarten von Sion mit Skischule und Babylift einen Besuch wert und auf der Eisbahn von Tourbillon geht von Oktober bis Ende Februar die Post ab.

Rings um Sion werden auf 420 Hektar vier erstklassige Weine angebaut: der Fendant, der Ermitage, der Dôle und der Syrah. Damit ist Sion die zweitwichtigste Weinbaugemeinde im Wallis. Diesen erlesenen Tropfen sollten Sie sich also wirklich nicht entgehen lassen, bevor Sie am Abend zufrieden und voll neuer Eindrücke aus der Hauptstadt des Wallis – mit der Bahn – nach Zermatt zurückkehren.


Blick auf Sion, die Hauptstadt des Wallis



So ist das Wetter in Sion im Moment:



Literaturtipps