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Aletschgletscher

Der Große Aletschgletscher trägt seinen Namen nicht von ungefähr: Mit einer Fläche von insgesamt 86,6 km² ist er der größte und längste Gletscher der Alpen. Rückblickend geht man sogar davon aus, dass er vor knapp 150 Jahren noch die doppelte Fläche umfasste: ca. 163 km² im Jahr 1863. Damals war auch der heutige Ober- und Mittelaletschgletscher noch mit dem Großen Aletschgletscher verbunden. Beide werden heute als eigenständige Gletscher von mittlerer Größe betrachtet. Auch das Gewicht des Aletschgletschers ist rekordverdächtig. Wissenschaftler haben hochgerechnet, dass der eisige Gigant rund 27 Milliarden Tonnen wiegt.

Doch auch heute noch bietet der Aletschgletscher einen wahrhaft imposanten Anblick, wie er sich aus einer Höhe von etwa 3.800 m ü.M. in Richtung Rhonetal windet. Gespeist wird er aus drei gewaltigen Firnströmen, dem Großen Aletschfirn, dem Jungfraufirn und dem Ewigschneefeld vom Mönch. Sie vereinen sich am Konkordiaplatz, einer etwa 6 km² großen, leicht geneigten Eisfläche zum Aletschgletscher. In jedem Fall lohnt sich ein Ausflug zum Großen Aletschgletscher von Zermatt aus.

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Publikumsmagnet Aletschgletscher

Aletsch wird auch das sehr sonnenverwöhnte und kompakte Skigebiet genannt, das sich mit etwa 100 Pistenkilometern von der Riederalp über die Bettmeralp bis hin zur Fiescheralp hinzieht. Von verschiedenen Punkten im Aletsch-Skigebiet, am eindrucksvollsten von den Bergrücken herab, ergeben sich spektakuläre Ausblicke auf den Aletschgletscher.

In seinem weiteren Verlauf fließt dieser zwischen Dreieck- und Wannehorn hindurch, in Richtung Südosten, und beschreibt anschließend eine weit ausladende Rechtskurve. Die Gletscherzunge befindet sich dann auf etwa 1.560 m ü.M. und liegt damit weit unterhalb der lokalen Waldgrenze. Sie entwässert sich in den Bach Massa, der durch die Massaschlucht hindurch und schließlich in die Rhone fließt. Wenn man den Aletschgletscher zu Fuß entlangläuft, dauert es vom Jungfraujoch bis zum Ende des Eises nahe Brig am Aletschwald mit seinen bizzaren knorrigen Arven, Fichten und Lärchen zwei Tage.

Neben seinen imposanten Ausmaßen hat der Aletschgletscher auch noch eine beeindruckende Eisdicke zu vermelden: An seinem Ursprung beträgt seine Mächtigkeit etwa 900 Meter und an seiner dünnsten Stelle, an der Zunge, ist das Eis immerhin noch 150 Meter dick.

Doch auch anhand der Dicke des Eises lässt sich der Gletscherschwund der vergangenen 150 Jahre eindeutig beobachten:
Seit 1850 hat die Eisdecke um bis zu 100 Meter abgenommen. Im Gegensatz zu vielen seiner kleineren Kollegen ist der Aletschgletscher gegen kurzfristige klimatische Schwankungen aber immun.

Diese Trägheit ist es auch, die ihn zum idealen Untersuchungsobjekt macht, wenn es um die Entwicklung des Alpenklimas geht: Anhand seiner Längenschwankungen lässt sich ein detaillierter Überblick über die Klimaveränderungen der letzten 3.200 Jahre gewinnen.

Der Aletschgletscher ist auch in den USA populär: Der amerikanische Künstler Spencer Tunick fotografierte hier auf dem Eis als Kunstperformance gegen den Klimawandel 600 nackte Fotomodelle.


Aletschgletscher: Eisiger Riese in großer Gefahr

Es sind aber nicht nur Forscher, die dem Aletschgletscher zu Leibe rücken, auch bei Besuchern ist er sehr beliebt. Neben dem Matterhorn ist der Aletschgletscher die zweite ganz große Attraktion der Schweiz. Der Berggrat und der untere Bereich des Gletschers sind mit Luftseilbahnen gut erschlossen und bieten so auch Alpinneulingen die Möglichkeit, die Welt des Gletschers zu erkunden. Um zu verhindern, dass dieser dabei zu Schaden kommt, ist er seit 2001 Bestandteil des UNESCO-Weltnaturerbes Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn. In der sogenannten „Charta vom Konkordiaplatz“ haben sich die Gemeinden zu einer nachhaltigen Entwicklung in der Region verpflichtet. Demnach ist es das Ziel der Gemeinschaft, das Gebiet in seiner Einzigartigkeit und Vielfalt auch für kommende Generationen zu erhalten. Erreicht werden soll dies durch wird nachhaltige Entwicklungen im Bereich der Wirtschaftsschaft und des Tourismus, sodass dieser Lebens-, Erholungs- und Naturraum zugänglich bleibt und dennoch geschützt wird. So bleibt eines der schönsten Ausflugsziele ab Zermatt auch für kommende Generationen erhalten.






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